Dynamo beweist große Moral und gewinnt Spitzenspiel gegen TSV 1860 nach Rückstand!

Dresden - Gegen Zwickau und in Saarbrücken lag Dynamo Dresden 1:0 vorne und verlor jeweils mit 1:2. Jetzt drehte die SGD den Spieß um.

Der 1:1-Ausgleich für Dynamo Dresden! Yannick Stark (2.v.r.) zieht ab und trifft in die linke Ecke.
Der 1:1-Ausgleich für Dynamo Dresden! Yannick Stark (2.v.r.) zieht ab und trifft in die linke Ecke.  © Lutz Hentschel

Nach der Führung des TSV 1860 München bogen die Schwarz-Gelben das Ding und siegten im 300. Spiel ihrer Drittliga-Geschichte mit 2:1 (1:1) gegen die Löwen. 

Yannick Stark (32.) und Ransford Königsdörffer (70.) sorgten für den schwer erkämpften, aber verdienten Dreier.

Marco Hartmann feierte sein Startelf-Debüt in dieser Saison. Er rutschte als Abwehrchef in die völlig neu formierte Dreierkette. Der zweite personelle Wechsel gegenüber dem 1:2 in Saarbrücken war Patrick Weihrauch. Für die beiden mussten Paul Will und Kevin Ehlers auf die Bank.

Kauczinski versuchte also mit einem Systemwechsel wieder Schwung in seine Truppe zu bringen. 

Von der angestammten Vierkette ging er weg, stellte neben Hartmann seinen Innenverteidiger Sebastian Mai und Tim Knipping. 

Ransford Königsdörffer und Jonathan Meier gingen von ihren Außen bei gegnerischen Angriffen mit zurück.

Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und dem TSV 1860 München

Steinhart bringt den TSV 1860 München in Führung, Yannick Stark gleicht für Dynamo Dresden aus

Da kann Ex-Dynamo Dennis Erdmann (l.) nur staunend hinterhergucken: Ransford-Yeboah Königsdörffer (2.v.r.) schießt das Leder an 1860-Keeper Marco Hiller (r.) vorbei zum 2:1 für die SGD ins Tor!
Da kann Ex-Dynamo Dennis Erdmann (l.) nur staunend hinterhergucken: Ransford-Yeboah Königsdörffer (2.v.r.) schießt das Leder an 1860-Keeper Marco Hiller (r.) vorbei zum 2:1 für die SGD ins Tor!  © Lutz Hentschel

Man mag bei einem insgesamt spielerisch schwachen Niveau die Akteure gar nicht in Schutz nehmen. Aber was bitte schön ist denn das für ein Platz? 

Ein Rasen ist das nicht mehr. Die Profis hatten allesamt Probleme, den Ball am Boden unter Kontrolle zu bekommen. Der machte manchmal, was er wollte, sprang hin und her. Ein Geholpere!

Eine knappe halbe Stunde passierte auch deswegen rein gar nichts, wobei die Löwen bissiger und williger wirkten, nicht so emotionslos kickten. Binnen fünf Minuten fielen dann zwei Tore durch zwei tolle Einzelleistungen. 

Zunächst klärten Königsdörffer und Mai bei einem Angriff der 60er nicht mit aller Macht. So kam der Ball zu Phillipp Steinhart, der die Kugel aus 18 Metern ins Netz schweißte - 1:0 für München (27.). 

Dann hatte Yannick Stark die Faxen dicke, schnappte sich das Leder, umkurvte zwei Löwen und zog wuchtig ab. Sein Aufsetzer aus 20 Metern landete im Netz.

Von der Sekunde an steigerte sich Dynamo, bekam die Partie in den Griff und hatte vor der Pause noch die Chance zur Führung. Eine Ecke von Marvin Stefaniak wuchtete Mai (42.) per Kopf ans Gebälk. Das war Pech!

Ransford-Yeboah Königsdörffer schießt Dynamo Dresden gegen den TSV 1860 München zum Sieg

Yannick Stark (2.v.l.) und Ransford-Yeboah Königsdörffer (2.v.r.) schossen Dynamo Dresden zum wichtigen Heimsieg.
Yannick Stark (2.v.l.) und Ransford-Yeboah Königsdörffer (2.v.r.) schossen Dynamo Dresden zum wichtigen Heimsieg.  © Lutz Hentschel

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischte 1860. Nach einer geklärten Ecke brachte Erik Tallig den Ball zurück. 

Sascha Mölders (48.) kam aus fünf Metern zwischen Knipping und Hartmann zum Schuss, Kevin Broll rettete mit einem riesigen Reflex.

Mehr von der Partie hatte dann aber Dresden. Spielerisch klappte auch jetzt eher wenig, aber die Jungs arbeiteten sich rein in die Begegnung. 

Die Intensität war nun vor allem in den Zweikämpfen eine ganz andere, läuferisch war es top. Alle steigerten sich. Die Körpersprache stimmte und das machte sich auch bezahlt. 

Nach einer flachen, scharfen Ecke von Weihrauch klärte Mölders genau vor die Füße von Königsdörffer. Er krachte die Kugel gedankenschnell direkt ins kurze Eck - 2:1 (70.).

Die Löwen mussten jetzt wieder mehr machen, Dynamo stand aber super und verteidigte alles weg. Ein Sieg der Moral, er wird guttun.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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