Dynamo gewinnt Sachsenderby beim FSV Zwickau und bleibt Spitzenreiter!

Dresden/Zwickau - Dynamo Dresden hat sich für die Hinspiel-Niederlage revanchiert! Vor 16.825 virtuellen Fans, so viele Geistertickets wurden verkauft, gewann die SGD beim FSV Zwickau völlig verdient und am Ende ungefährdet mit 2:0 (2:0).

FSV-Sechser Yannik Möker (M.) musste bereits in der ersten Hälfte verletzt ausgewechselt werden.
FSV-Sechser Yannik Möker (M.) musste bereits in der ersten Hälfte verletzt ausgewechselt werden.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Tore schossen Pascal Sohm (38.) per Kopf und Christoph Daferner (45.+2) mit einem umstrittenen Handelfmeter.

Die Schwarz-Gelben bleiben nach dem dritten Sieg in Folge natürlich Tabellenführer, während der FSV nach der zweiten Pleite am Stück im unteren Mittelfeld hängen bleibt.

Willkommen zum Fußball der herzhafteren Art. Die GGZ Arena in Zwickau war kein Fünf-Sterne-Gourmet-Tempel, es wurde deftige Hausmannskost geboten. "Eene Bande", wie es in Rot-Weiß und Schwarz-Gelb von der Gegentribüne leuchtete, wurde 90 Minuten beiseite gelegt.

Dynamo-Talent Paul Lehmann auf dem Sprung nach oben!
Dynamo Dresden Dynamo-Talent Paul Lehmann auf dem Sprung nach oben!

Der FSV und die SGD gaben Vollgas, jeder Grashalm knickte. Auch von den Trainerbänken wurde die Partie heißblütig geführt. Leidtragender der gnadenlos intensiven Zweikämpfe im Mittelfeld war Zwickaus Yannick Möker, der sich nach einem Pressschlag mit Christoph Daferner am Knöchel verletzte. Er musste mit der Trage aus dem Stadion gefahren werden.

Nach knapp einer halben Stunde wurde Dynamo spielerisch immer stärker, riss das Geschehen an sich und bestürmte das FSV-Tor. Zunächst stand Johannes Brinkies (29.) im Weg. Nach einer Flanke von Julius Kade wischte Christoph Daferner die Kugel per Kopf aufs Tor, Brinkies hielt überragend.

Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und dem FSV Zwickau

Die Entscheidung: Christoph Daferner (r.) bejubelt mit seinen Mannschaftskollegen das 2:0 für Dynamo.
Die Entscheidung: Christoph Daferner (r.) bejubelt mit seinen Mannschaftskollegen das 2:0 für Dynamo.  © Picture Point / Gabor Krieg

Pascal Sohm und Christoph Daferner führen Dynamo Dresden beim FSV Zwickau zum Sieg

Die Führung: Pascal Sohm (4.v.r.) köpft eine Ecke von Paul Will (nicht im Foto) mithilfe des linken Innenpfostens zum 1:0 für Dynamo ein.
Die Führung: Pascal Sohm (4.v.r.) köpft eine Ecke von Paul Will (nicht im Foto) mithilfe des linken Innenpfostens zum 1:0 für Dynamo ein.  © Picture Point / Gabor Krieg

Später war er geschlagen. Nach einer Ecke von Paul Will schraubte sich Pascal Sohm hoch, köpfte die Kugel an den Innenpfosten, Brinkies bekam das Leder wohl erst hinter der Linie zu fassen. Dass sie drin war, zeigten die Zwickauer: Keiner protestierte, auch der Keeper nicht - 1:0 Dynamo (38.).

Danach hatte Dynamo Glück und der FSV Pech: Kurz vor der Pause flankte Sohm, Steffen Nkansah drehte sich weg, bekam die Pille im Strafraum an den angelegten Arm.

Trotzdem pfiff Schiedsrichter Patrick Kessel Handelfmeter. Eher nein! Daferner war es egal, er drosch den Ball genau in die Mitte - 2:0 SGD (45.+2). Danach war sofort Pause.

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FSV-Coach Joe Enochs handelte zur Pause, brachte Felix Drinkuth für Nilas Miatke, spielte nun offensiver. Und das nicht nur auf dem Papier. Zwickau machte jetzt das Spiel, kam mit mehr Tempo, aber nicht durch. Dynamo stand wie ein Fels. Auch Ronny König rannte sich immer wieder fest, musste daher nach einer Stunde raus, für ihn kam Lars Lokotsch.

Aber auch mit ihm blieben die Gastgeber ungefährlich. Lediglich der eingewechselte Maximilian Wolfram (85.) sorgte für ein Raunen. Sein Schuss aus elf Metern ging drüber. Der Spitzenreiter wirkte am Ende schlichtweg zu souverän für Zwickau. Ohne selbst großartig gefährlich werden, schaukelte Dresden das Ding ohne Mühe nach Hause.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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