Dynamo hat sich entwickelt: Acht Tage im Camp, positives Fazit

Dresden - Dynamo Dresden ist wieder daheim. Die acht Tage im Camp in Heilbad Heiligenstadt vergingen wie im Flug, waren sportlich sehr abwechslungs- und vor allem aufschlussreich. Hier wächst eine Mannschaft zusammen, die in der Lage ist, in der 2. Bundesliga mitzuhalten. Ein Fazit.

Die Dynamos beim Training. Die Stimmung war trotz aller Arbeit und Anstrengungen stets locker und gelöst, auch der Spaß kam nicht zu kurz.
Die Dynamos beim Training. Die Stimmung war trotz aller Arbeit und Anstrengungen stets locker und gelöst, auch der Spaß kam nicht zu kurz.  © Lutz Hentschel

Das Camp begann mit Nackenschlägen: Sebastian Mai, Patrick Weihrauch, Kevin Ehlers und Agyemang Diawusie stiegen bei der Ankunft nicht mit aus dem Bus, alle haben Muskelfaserrisse.

Panagiotis Vlachodimos reiste nach überstandenem Magen-Darm-Infekt nach. "Welchen Wert hat dieses Camp ohne die fünf?", fragten sich nicht wenige.

Es hatte großen Wert! Nicht nur, weil mit Brandon Borrello, Antonis Aidonis und Michael Sollbauer drei Neue kamen.

Dynamo-Beben: Pressesprecher Buschmann beurlaubt
Dynamo Dresden Dynamo-Beben: Pressesprecher Buschmann beurlaubt

Nein, die Truppe war vom ersten Tag an voll da. Fokussiert, konzentriert, immer 100 Prozent bei den einzelnen Einheiten. Und jetzt kommt das Wichtigste: locker und gelassen. Da war nie irgendein Krampf zu sehen, nix war von Lustlosigkeit geprägt.

Und auch mit welchem Spaß die Truppe mit sich selbst umging, beeindruckte.

Die Charaktere scheinen zu passen. Das ist oft wichtiger als alles andere.

Wenn die Spieler bereit sind, sich gegenseitig zu helfen, sich für den anderen zu opfern, ist schon viel erreicht. Der Eindruck ist da, er verfestigte sich Tag für Tag mehr.

Dynamo Trainer Alexander Schmidt lebt Lockerheit vor

Vieles hat mit Trainer Alexander Schmidt zu tun, der diese Lockerheit mit jeder Phase vorlebt und seiner Truppe eingeimpft hat.

Das fiel auch im Umgang mit den Medien auf. Wünsche mussten nicht herangetragen werden, denn: Sie wurden bereits erfüllt, ohne dass sie gestellt wurden.

Auch die Profis waren im Umgang mit der Presse aufgeschlossen, ungezwungen, plauderten auch mal fern der Medienzeit einfach drauf los. Die Distanz fiel. Das hat Spaß gemacht.

Dynamo hat sich entwickelt - im positiven Sinne! Jetzt muss ab 24. Juli nur noch der sportliche Erfolg passen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: