Dynamo verpasst den Heimsieg, macht aber etwas Boden gut

Dresden - Dynamo bleibt Letzter, hat aber nach dem 1:1 (0:1) im Nachholspiel des 27. Spieltags gegen die SpVgg Greuther Fürth wieder ein bisschen Boden gutgemacht. 

Dynamo Dresdens Brian Hamalainen beim Eckball im gähnend leeren Rudolf-Harbig-Stadion.
Dynamo Dresdens Brian Hamalainen beim Eckball im gähnend leeren Rudolf-Harbig-Stadion.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild Pool/dpa

Erneut mussten die Schwarz-Gelben nach einer schwächeren ersten Hälfte einem frühen Rückstand hinterher laufen, kamen in einer guten zweiten Hälfte durch Joker Simon Makienok (54.) aber zumindest noch zum Ausgleich. 

Markus Kauczinski rotierte wieder, logisch. 

Schließlich war es das vierte Spiel in zehn Tagen. Alex Jeremejeff, Jannik Müller, Brian Hamalainen, Sascha Horvath und Marco Terrazzino spielten für Patrick Schmidt (gesperrt), Simon Makienok, Chris Löwe (Bank), Godsway Donyoh (muskuläre Probleme) und René Klingenburg (nicht im Kader).

Damit war zwar eine gewisse Frische auf dem Rasen, aber Kauczinski musste auch das Risiko gehen, dass seine Elf nicht eingespielt ist. 

Und das war zu sehen. Dresden begann äußerst bissig, aber nicht fehlerlos. 

Fürth kam viel über die linke Seite, auf der Linus Wahlqvist seine Mühe hatte. 

Zunächst schlug er nach einem Tritt von Maximilian Wittek (6.) um sich, war mit Gelb gut bedient. Dann war er zu langsam für seinen Gegenspieler. 

Zu fünft im vollen Tempo liefen die Kleeblätter bei einem Konter auf die SGD-Abwehr zu, den Pass nach Außen brachte Wittek nach inne. Daniel Keita-Ruel (14.) stieg hoch und köpfte ein. Und wieder liefen die Schwarz-Gelben hinterher, bekamen keinen Zugriff. Dresden hatte keine Lösungen. 

Dynamo Dresden zeigt nach der Halbzeitpause ein anderes Gesicht

SGD-Torschütze Simon Makienok bejubelt seinen Ausgleichstreffer mit Sascha Horvath (l.).
SGD-Torschütze Simon Makienok bejubelt seinen Ausgleichstreffer mit Sascha Horvath (l.).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild Pool/dpa

Die Franken diktierten das Geschehen und hatten zwei Ex-Dynamos in ihren Reihen, die sich gnädig zeigten. 

Paul Seguin flankte über die komplette Abwehr, Marvin Stefaniak (19.) traf den Pfosten, zehn Minuten später wuchtete Seguin selbst die Kugel ans Außennetz.

Kauczinski stellte nach der Pause von Dreier- auf Viererkette um, schickte Sturmtank Makienok mit Jeremejeff zusammen vorn rein und nahm Müller runter. 

Und urplötzlich war der Gastgeber da, zeigte ein ganz anderes Gesicht. 

Die Körpersprache war auf volles Rohr eingestellt. Zunächst setzte Jeremejeff (50.) einen Kopfball noch knapp vorbei. Dann kam Danish Dynamite im Doppelpack. 

Nach einer Ecke von Landsmann Hamalainen machte Makienok seinen Klassenunterschied in der Luft deutlich und köpfte ein - 1:1 (54.).

Dresden blieb dran, ging mit aller Macht drauf, drückte auf die Tube und pumpte sich durch. Das war jetzt vorbildlich. Doch Fürth hielt dagegen, lange passierte nicht viel vor beiden Toren. Bis der eingewechselte Chris Löwe flankte, Makienok (86.) nahm die Kugel an, doch dann rutschte ihm der Ball am Fünfmetereck über den Schlappen. 

Das wäre es gewesen. Pech in der Nachspielzeit: Der eingewechselte Ransford Königsdörffer stürmte in den Strafraum, Paul Jaeckel räumte ihn ab. Der Pfiff blieb trotz Videobeweis aus. Warum?

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild Pool/dpa

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