Bei Dynamo geht es Schlag auf Schlag! Patrick Weihrauch ist der 12. Neuzugang

Dresden - Weiter viel Bewegung im Kader von Dynamo Dresden! Wenige Minuten nach der Verpflichtung von Christoph Daferner vom SC Freiburg stellte die SGD auch Patrick Weihrauch (26) von Arminia Bielefeld als Neuzugang vor.

Patrick Weihrauch (l.) in der Saison 2017/18 im Duell mit dem damaligen Dynamo-Stürmer Peniel Mlapa.
Patrick Weihrauch (l.) in der Saison 2017/18 im Duell mit dem damaligen Dynamo-Stürmer Peniel Mlapa.  © Thomas Eisenhuth/dpa-Zentralbild/dpa

Der Mittelfeldspieler war seit dem 1. Juli vereinslos und kommt damit ablösefrei zu den Schwarz-Gelben, bei denen er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschrieb und mit der Rückennummer 10 auflaufen wird.

Ralf Becker sagte in einer Pressemitteilung zum Transfer: "Patrick bringt eine Menge Erfahrung mit, die er bei uns einbringen soll. Er ist ein technisch gut ausgebildeter Spieler, der im Mittelfeld verschiedene Positionen besetzen kann. Zudem zeichnet Patrick seine Laufstärke und ein gutes Positionsspiel aus", so der Sportgeschäftsführer. 

Weihrauch selbst erklärte seine Entscheidung wie folgt: "Die Verantwortlichen von Dynamo Dresden haben mich in den Gesprächen zu 100 Prozent überzeugt. Ich habe mich deshalb ganz bewusst für diesen Schritt entschieden, da ich davon überzeugt bin, dass mit der SGD und dem gesamten Umfeld in den kommenden Jahren noch einiges möglich ist."

Wie schon Julius Kade kommt auch Weihrauch ohne große Spielpraxis nach Dresden. Bei der Arminia wurde er in der abgelaufenen Saison nämlich nur fünfmal eingesetzt, lediglich einmal spielte er über die gesamten 90 Minuten durch.

Anfangs fehlte er wegen einer Muskelverletzung, danach gab es für Trainer Uwe Neuhaus keinen Grund, die funktionierende Mannschaft umzukrempeln - gerade offensiv! Denn Weihrauch kann im Angriff nahezu jede Position bekleiden.

Dynamo Dresden stellt Patrick Weihrauch von Arminia Bielefeld als zwölften Neuzugang vor

Patrick Weihrauch wurde lange Jahre beim FC Bayern München ausgebildet

Patrick Weihrauch (r.) schirmt den Ball gegen Aues Clemens Fandrich ab.
Patrick Weihrauch (r.) schirmt den Ball gegen Aues Clemens Fandrich ab.  © Picture Point / Sven Sonntag

Der gebürtige Bayer, der in Gräfeling geboren wurde und in der Ortschaft aufwuchs, die vor den westlichen Toren Münchens liegt, wurde beim TSV 1860 München (2007 bis 2010) und dem FC Bayern München (2010 bis 2016) nämlich vielseitig geschult. 

Weihrauch kann im Sturmzentrum, als hängende Spitze, als offensiver Mittelfeldspieler und auf den Außenbahnen agieren. Bei Bielefeld kam er sogar schon als Rechtsverteidiger zum Einsatz.

Diese Variabilität könnte ihn zu einer echten Verstärkung, gerade im Hinblick auf Dynamos Kader-Tiefe, machen, sofern er wieder seinen Spielrhythmus und auch zu alter Stärke findet.

Die Anlagen dazu hat er. Denn Weihrauch gehörte in seinen ersten beiden Spielzeiten bei der Arminia zum Stammpersonal und kam 2017/18 und 2018/19 auf insgesamt 57 Zweitliga-Einsätze (vier Tore, sechs Vorlagen) für den DSC. 

Zuvor hatte er sich bei den FC Würzburger Kickers in den Fokus der Bielefelder gespielt. Denn dort hatte das einst große Talent seine ersten 20 Zweitliga-Begegnungen absolviert (zwei Tore, zwei Vorlagen). Insgesamt kommt der frühere deutsche Jugendnationalspieler also auf 82 Einsätze in der 2. Bundesliga.

Patrick Weihrauch reifte beim FC Bayern München II unter Trainer Mehmet Scholl heran

Patrick Weihrauch ist der zwölfte Neuzugang von Dynamo Dresden.
Patrick Weihrauch ist der zwölfte Neuzugang von Dynamo Dresden.  © SGD/ Dennis Hetzschold

Dorthin war er zur Saison 2016/17 gewechselt, weil er sich beim Deutschen Rekordmeister in so jungen Jahren nicht hatte durchsetzen können. Bei der großen Konkurrenz auch kein Wunder.

Dennoch konnte er mit dem FC Bayern einige Highlights genießen. So schaffte er es in der Saison 2011/12 mit seiner Mannschaft bis ins Finale der Deutschen A-Jugend-Meisterschaft. 

Dort unterlag er mit seinem Team allerdings dem FC Schalke 04 mit 1:2. Wenn man aber bedenkt, dass bei den Knappen mit Sead Kolasinac, Kaan Ayhan, Philipp Max, Philipp Hofmann und Max Meyer gleich mehrere Ausnahmespieler auf dem Feld standen, verwundert das aber nicht.

Bei den Münchnern waren es hingegen mit Leopold Zingerle, Alessandro Schöpf und dem nur eingewechselten Weihrauch nur drei herausragende Kicker. Den Schalker Ausgleich erzielte übrigens kein anderer als Ex-Dynamo René Klingenburg!

Ab der Folgesaison war er unter dem damaligen Coach Mehmet Scholl Stammspieler bei der U23 der Münchner. Er saß zwar unter Jupp Heynckes und Pep Guardiola auch bei den Profis auf der Bank, kam aber nie zu seinem erhofften Einsatz. Deshalb schloss er sich nach 119 Partien für Bayern II (32 Tore, 17 Vorlagen) dann Würzburg an. Nun versucht er sich erstmals in seiner Karriere im Fußball-Osten.

Titelfoto: SGD/ Dennis Hetzschold

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