Dynamo mit nächstem Transfercoup: Robin Becker verstärkt Dresden!

Dresden - Der nächste starke Transfer! Dynamo Dresden hat mit Robin Becker (23) den bereits achten Neuzugang für die neue Saison unter Vertrag genommen.

Giftiger Zweikämpfer: Robin Becker (l.), hier im Duell mit Zwickaus damaligem Stürmer Elias Huth, verstärkt Dynamo Dresden.
Giftiger Zweikämpfer: Robin Becker (l.), hier im Duell mit Zwickaus damaligem Stürmer Elias Huth, verstärkt Dynamo Dresden.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Verpflichtung gaben die Schwarz-Gelben am Mittwochnachmittag auf ihrer Website bekannt. Der Abwehrspieler kommt ablösefrei und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022.

Becker selbst erklärte seine Entscheidung wie folgt: "Die Verantwortlichen bei Dynamo Dresden verfolgen einen klaren und ehrgeizigen Plan für die Zukunft, mit dem ich mich voll identifiziere. Ich freue mich sehr auf die Herausforderung bei der SGD und möchte dabei mithelfen, Dynamo wieder dahin zu bringen, wo ein solcher Verein mit dem Umfeld und diesen positiv verrückten Fans hingehört."

Sein Namensvetter Ralf Becker, Sportgeschäftsführer der SGD, sagte: "Robin Becker ist ein junger, aber bereits erfahrener Profi, der sich durch ein gutes Stellungsspiel und eine starke Zweikampfführung auszeichnet. Er ist in erster Linie auf der Position des Rechtsverteidigers zuhause, kann in der Verteidigung aber auch variabel eingesetzt werden."

In der abgelaufenen Spielzeit war Becker bei Eintracht Braunschweig lange Zeit gesetzt und trug seinen Teil dazu bei, dass die Löwen in die 2. Bundesliga aufstiegen. Deshalb wurde frühzeitig über eine Vertragsverlängerung verhandelt. Einigen konnten sich beide Seiten aber nicht, was wohl auch zur Folge hatte, dass Becker nach der Corona-Pause nur noch zu sechs Einsätzen (davon zwei vom Beginn an) kam. 

Dynamo Dresden gibt die Verpflichtung von Robin Becker bekannt

Robin Becker und Eintracht Braunschweig konnten sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen

Robin Becker stellt sich bei Dynamo Dresden vor

Dynamo Dresdens Neuer Robin Becker fühlte sich von Eintracht Braunschweig nicht wertgeschätzt

Robin Becker (r.), der hier Tarsis Bonga den Ball abluchsen will, wechselt ablösefrei zur SGD und bringt die Erfahrung von 60 Dritttliga- und 22 Zweitliga-Einsätzen mit.
Robin Becker (r.), der hier Tarsis Bonga den Ball abluchsen will, wechselt ablösefrei zur SGD und bringt die Erfahrung von 60 Dritttliga- und 22 Zweitliga-Einsätzen mit.  © Picture Point / Gabor Krieg

Berater Ingo Haspel sagte zur festgefahrenen Situation gegenüber "regionalheute.de" bereits Ende Januar: "Wir haben mit Eintracht Braunschweig wochenlang intensive Gespräche geführt. Ich hatte auch ein gutes Gefühl, dass wir mit einer Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten eine Einigung erzielen können. Leider ist dies bis zum heutigen Tag nicht gelungen."

Auch später fanden beide Seiten keinen gemeinsamen Nenner, obwohl Becker laut seinem Berater lediglich "eine Wertschätzung für seine Leistungen" haben wollte. 

Vor wenigen Tagen wurde er von seinem Klub, für den er drei Jahre die Schuhe schnürte, dann offiziell verabschiedet. Viele Eintracht-Fans trauerten dem vielseitig einsetzbaren Defensivmann in den Kommentaren nach. 

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Kein Wunder, war Becker in den letzten drei Jahren doch Stammspieler in Braunschweig gewesen und hatte sich dort als giftiger Zweikämpfer einen Namen gemacht. 

77 Mal (drei Tore, eine Vorlage) lief der gebürtige Solinger für die erste Mannschaft der Löwen auf und wies seine überdurchschnittliche Drittliga-Klasse in diesem Zeitraum bis auf wenige Ausnahmen konstant nach. Bei der Eintracht stand er zuletzt vornehmlich in der Innenverteidigung seinen Mann. Bei Dynamo könnte er jedoch die Baustelle auf der Position des rechten Verteidigers schließen und ist den Aussagen von Ralf Becker zufolge wohl auch hier eingeplant.

Robin Becker ist der bereits achte Neuzugang von Dynamo Dresden.
Robin Becker ist der bereits achte Neuzugang von Dynamo Dresden.  © SGD/ Steffen Kuttner

Robin Becker spielte in der U20-Nationalmannschaft mit Markus Schubert und Dzenis Burnic zusammen

Robin Becker (r.) bejubelt mit Marcel Bär am 3. Dezember 2019 sein letztes Tor für Eintracht Braunschweig. Er traf zum zwischenzeitlichen 3:0 gegen den FSV Zwickau.
Robin Becker (r.) bejubelt mit Marcel Bär am 3. Dezember 2019 sein letztes Tor für Eintracht Braunschweig. Er traf zum zwischenzeitlichen 3:0 gegen den FSV Zwickau.  © Picture Point / Gabor Krieg

Dort kam er im Verlauf seiner Karriere am häufigsten zum Einsatz. Bei Bayer 04 Leverkusen wurde er in seinen acht Jahren (2008 bis 2016) nämlich als Außenverteidiger ausgebildet.

Hier spielte er auch in der Youth League an der Seite von Benjamin Henrichs (heute RB Leipzig) oder in den Junioren-Nationalmannschaften, wo er in der U20 unter anderem gemeinsam mit den Ex-Dynamos Markus Schubert (heute FC Schalke 04) und Dzenis Burnic (Rückkehr nach Leihe zu Borussia Dortmund) auflief.

Auch beim 1. FC Heidenheim, wo sich Becker allerdings noch nicht dauerhaft durchsetzen konnte, kam er als auf der rechten Defensivseite zum Einsatz. Allerdings kann der 1,83 Meter große Akteur auch links verteidigen oder sogar im rechten Mittelfeld für Wirbel sorgen. 

Mit ihm konnte die SGD also einen sehr gut ausgebildeten, jungen und dennoch bereits erfahrenen Abwehrspieler verpflichten, der dazu auch noch ohne Leistungsabfall vielseitig einsetzbar ist. 

Für Dynamo und Trainer Markus Kauczinski dürfte er deshalb ein Gewinn sein. Zuvor hatte Dresden bereits Tim Knipping, Yannick Stark, Panagiotis Vlachodimos, Sebastian Mai, Philipp Hosiner, Pascal Sohm und Agyemang Diawusie unter Vertrag genommen.

Titelfoto: SGD/ Steffen Kuttner

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