Dynamo: Jonathan Meier ist mehr als nur ein Löwe-Ersatz!

Dresden - Seit sich Chris Löwe (31) verletzt hat, wird er in der Abwehrkette von Dynamo Dresden von Jonathan Meier (21) vertreten. Inzwischen hat sich der junge Linksverteidiger zum Stammspieler entwickelt.

Seit Wochen oben auf: Dynamos Jonathan Meier (21, r.) setzt sich in dieser Szene gegen den Magdeburger Dominik Ernst (30) durch.
Seit Wochen oben auf: Dynamos Jonathan Meier (21, r.) setzt sich in dieser Szene gegen den Magdeburger Dominik Ernst (30) durch.  © Picture Point/Gabor Krieg

Stopp! Moment mal! Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (50) grätschte am Freitag zur Spieltagspressekonferenz mal kurz dazwischen, als Meier immer wieder auf die Verletzung von Löwe und dem daraus resultierenden Stammplatz angesprochen wurde.

"Es ist ja nicht bewiesen, dass sich 'Joni' irgendwann an ihm vorbeigesetzt hätte", sagte der Coach und beschützte seinen Schützling buchstäblich wie der Löwe sein Junges.

Aber das sind nun einmal die Fakten. Meier vertrat den gesperrten Löwe zum Saisonauftakt in Kaiserslautern auf der linken Seite der Viererkette und kam ins Team, als sich der Routinier gegen Zwickau so schwer am Knie verletzte. Seither ist Meier gesetzt.

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"Die zwei sind sehr gute Fußballer. Ich hätte für sie Platz in der Mannschaft finden können. 'Jonis' Entwicklung darauf zu schieben, dass Chris verletzt ist - ich glaube, das ist falsch. Er hat viel eingesetzt, ist immer besser geworden, hat viel gelernt, hat viele Dinge angenommen. Das einmal losgelöst von der Verletzung von Chris", so Kauczinski.

Das ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen. Meier wurde von Spiel zu Spiel sicherer und ist nicht mehr aus der Startelf wegzudenken - egal mit welcher Kette gespielt wird.

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (50, r.) hält große Stücke auf Jonathan Meier. Das zeigte er auch am Freitag zur Pressekonferenz.
Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (50, r.) hält große Stücke auf Jonathan Meier. Das zeigte er auch am Freitag zur Pressekonferenz.  © imago images/Dennis Hetzschold

Jonathan Meier: "Für Chris war es Pech, für mich war es Glück"

Wird der SGD noch einige Wochen fehlen: Chris Löwe (31).
Wird der SGD noch einige Wochen fehlen: Chris Löwe (31).  © Lutz Hentschel

Aber auch er selbst kam noch mal auf Löwe zu sprechen - logisch. "Für Chris war es Pech mit seiner Verletzung, für mich war es Glück. So ist das nun mal oft im Fußball. Ich bin froh, dass ich dann endlich zeigen konnte, dass ich auch spielerisch fit bin und mithalten kann", sagte der 21-Jährige, der vor der Saison von Mainz nach Dresden ausgeliehen wurde.

Seine Stärken sind vor allem seine Schnelligkeit und seine technischen Fähigkeiten. Es gibt nicht viele, die ihm in der 3. Liga davonlaufen. In Dresden hat er zudem das Umfeld gefunden, um sich weiterzuentwickeln.

"Es hat mir gutgetan, dass es eine neue Mannschaft war mit vielen Neuzugängen. Da konnte ich mich besser integrieren, als in eine Mannschaft zu kommen, wo nur ein, zwei Spieler neu sind. Das hätte es vielleicht etwas schwerer gemacht", so der gebürtige Münchner.

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Jetzt ist er voll dabei und will natürlich mit Dynamo die Spitzenposition bis zum Ende der Saison verteidigen. Was danach kommt, ob er zurück nach Mainz geht, ob er in Dresden bleiben kann - all das interessiert ihn gerade nicht.

"Im Moment zählt für mich nur, die Ziele mit Dynamo Dresden bis zum Sommer zu erreichen", so Meier. "Dann schauen wir weiter."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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