Dynamo kann wie vor 5 Jahren aufsteigen: Los Jungs, krallt Euch die 2. Liga!

Dresden - 322 Tage sind eine lange Zeit! Am 28. Juni 2020 bestritt Dynamo Dresden beim 2:2 gegen den VfL Osnabrück sein bislang letztes Zweitliga-Spiel. Am heutigen Sonntag könnte es das letzte Heimspiel in der 3. Liga geben.

Niklas Kreuzer (28, l.) war vor fünf Jahren schon dabei - gibt's am heutigen Sonntag eine Wiederholung für ihn?
Niklas Kreuzer (28, l.) war vor fünf Jahren schon dabei - gibt's am heutigen Sonntag eine Wiederholung für ihn?  © Eric Münch

Ein Sieg gegen Türkgücü München und die SGD ist am Ziel aller Wünsche - und dann brechen alle Dämme. Die Mannschaft ist heiß, die Fans sind es, die Stadt ist es. Los, Jungs! Krallt Euch die 2. Bundesliga!

Trainer Alexander Schmidt (52) scheint nicht nur ein gewiefter Taktiker zu sein, sondern auch ein Top-Motivator.

Vor dem Heimspiel vorige Woche gegen den FC Viktoria Köln (2:0) griff er zum TV-Gerät, spulte beim Video-Studium fünf Jahre zurück und ließ die Augen der Spieler leuchten.

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Einem wurde dabei ganz warm ums Herz. "Der Trainer hat uns Videos vom letzten Aufstieg gezeigt, von der Feier in Magdeburg, der Fahrt hier her und dem Empfang der Fans", sagt Niklas Kreuzer (28).

Er war damals dabei, erlebte das im April 2016 mit und kann aus erster Hand beschreiben, was da abging. "Vielleicht lasse ich mir jetzt wieder was einfallen", lächelt Schmidt.

Aber ganz ehrlich: Eine zusätzliche Motivation braucht jetzt ohnehin keiner mehr.

Nach dem Spiel in Magdeburg und dem feststehenden Aufstieg gab's nach der Rückkehr in Dresden eine spontane Aufstiegsfete.
Nach dem Spiel in Magdeburg und dem feststehenden Aufstieg gab's nach der Rückkehr in Dresden eine spontane Aufstiegsfete.  © Eric Münch

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Am 14. Mai 2016 wurde in Dresden die Drittliga-Meisterschaft gefeiert - mit großer Choreo und natürlich vor ausverkauftem Haus.  © Lutz Hentschel

Im eigenen Stadion kann Dynamo den letzten Schritt gehen, kann eine Saison voller Höhen und Tiefen, geprägt von Corona und etlichen Verletzungen, krönen. Die SGD kann alles zu Ende bringen.

Das allein ist Ansporn genug. Zumindest von außen werden die Fans alles geben und die Spieler werden erleben, welche Wucht sie entfachen können.

Schmidt sieht seine Mannen gerüstet. Durch die Verschiebung auf den heutigen Sonntag dürfte die Truppe noch frischer sein. "Wir sind stark genug, dass wir jede Mannschaft schlagen können", will er gar nicht auf Gegner Türkgücü schauen, sondern nur auf sich selbst.

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In den zurückliegenden drei Wochen hat er sich mit seinem Team dieses Spiel hart erarbeitet: "Für diese Momente macht man das Ganze, als Trainer lebt man für solche Momente", so Schmidt.

"Ich bin einfach stolz, dass ich solch eine coole Mannschaft trainieren kann, dass ich in so einer super Stadt Trainer sein kann. Wenn wir das Ganze mit einem Sieg noch vergolden, dann wären die letzten Wochen ein Highlight in meinem Trainerleben."

Dann los, Dynamos! Vergoldet die Stadt!

Titelfoto: Eric Münch

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