Dynamo-Serie reißt! Auswärtspleite bei Türkgücü München

Dresden - Dynamo Dresden bleibt an der Grünwalder Straße in dieser Saison ohne Tor und Punkt. Nach dem 0:3 im Oktober gegen die kleinen Bayern gab es nun ein 0:1 (0:1) bei Türkgücü München.

Bitterer Patzer von Robin Becker (l.)! Dynamos Rechtsverteidiger spielte vor dem 0:1 den entscheidenden Fehlpass. Sercan Sararer war der Nutznießer und traf zum Sieg für Türkgücü München.
Bitterer Patzer von Robin Becker (l.)! Dynamos Rechtsverteidiger spielte vor dem 0:1 den entscheidenden Fehlpass. Sercan Sararer war der Nutznießer und traf zum Sieg für Türkgücü München.  © Picture Point / Gabor Krieg

Unnötig, denn die SGD beherrschte die Partie absolut, enttäuschte keineswegs, ließ aber die Effektivität der letzten Wochen vermissen.

Dynamo-Coach Markus Kauczinski schickte die erwartete Elf ins Rennen, es war die Start-Aufstellung aus dem Testspiel gegen Jablonec. Bei Temperaturen von -8 Grad beim Anpfiff waren beide Teams sofort auf Betriebstemperatur.

Dabei war die Begegnung ein Paradebeispiel, wie man ein absolut überlegen geführtes Spiel mit gefühlt 80 Prozent Ballbesitz aus der Hand geben kann.

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Dynamo kontrollierte das Geschehen, gab den Rhythmus vor, machte das bis zum Sechzehner klug. Der Ball lief, dann aber fehlte die zündende Idee, die kompakten Münchner zu knacken.

Die kamen nur selten geordnet über die Mittellinie, einmal dafür mit Erfolg und Dresdner Hilfe.

Furkan Kircicek angelte sich einen Fehlpass von Robin Becker, bediente Sercan Sararer, der lief den Dynamos davon und schlenzte die Kugel aus 14 Metern ins lange Eck - 1:0 (33.).

Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und Türkgücü München

Dynamo Dresden rennt vergeblich gegen Türkgücü Münchens Bollwerk an

Hängende Köpfe bei Dynamo, Jubeltraube bei Türkgücü nach dem Siegtreffer der Münchner.
Hängende Köpfe bei Dynamo, Jubeltraube bei Türkgücü nach dem Siegtreffer der Münchner.  © Picture Point / Gabor Krieg

Dynamo zeigte sich wenig geschockt, hatte gleich nach Wiederanpfiff durch Philipp Hosiner die Chance zum Ausgleich. Sein Kopfball nach Freistoß von Marvin Stefaniak ging knapp vorbei.

Tim Knipping (38.) scheiterte ebenfalls nach einem Freistoß von Stefaniak an Türkgücü-Keeper Rene Vollath.

Den zweiten Durchgang eröffnete Hosiner (48.) spektakulär, sein Fallrückzieher nach einem abgeblockten Schuss Pascal Sohm ging aber genau auf Vollath. Die Aktion zeigte aber die Richtung an.

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Dresden lief heiß im Gefrierschrank, wenig später verzog Ransford Königsdörffer (54.) aus 16 Metern nur knapp.

Es wurde mehr und mehr zu einem Spiel auf ein Tor. Es war wie beim Handball, aber die SGD kam einfach nicht durch. Türkgücü verteidigte nur noch und das mit elf Mann.

Dynamo schaffte es nicht, das Spiel in die Breite zu ziehen - und die Zeit lief davon. Die SGD warf alles nach vorn, spielte ab der 75. Minute nahezu ohne Abwehr.

Aber es half nichts. So riss die schöne Serie mit acht Spielen ohne Niederlage und 22 Punkten in Folge.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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