Dynamo kassiert im Ost-Kracher gegen FSV Zwickau nach Führung bittere Heimpleite!

Dresden - Überraschung! Der FSV Zwickau krallt sich verdient den Derby-Sieg! Vor 999 Fans gewannen die Schwäne mit 2:1 (2:1) bei Dynamo Dresden.

Dynamos Linksverteidiger Chris Löwe musste schon nach zwölf Minuten verletzt vom Platz getragen werden.
Dynamos Linksverteidiger Chris Löwe musste schon nach zwölf Minuten verletzt vom Platz getragen werden.  © Picture Point / Gabor Krieg

Philipp Hosiner (2.) brachte die SGD in Führung, Marco Schikora (4.) und Leon Jensen (30.) drehten die spielerisch niveauarme, aber äußerst intensive Partie. 

Überschattet wurde sie von einer schweren Knieverletzung von Chris Löwe (12.) nach einem überharten Einsteigen von Julius Reinhardt.

Abwarten, schauen? Nein, nicht an diesem Tag! Es ging furios los. Dresdens Robin Becker angelte sich in Zwickaus Hälfte den Ball, bediente Agyemang Diawusie. Dessen Hereingabe legte Panagiotis Vlachodimos auf Philipp Hosiner ab - 1:0 nach 100 Sekunden. 

Anstoß FSV, der führte zur ersten Ecke. Die brachte Maximilian Wolfram auf den kurzen Pfosten, wo Marco Schikora die Kugel mit dem rechten Außenrist ins kurze Eck schaufelte - 1:1 (4.). Eine geile Bude! Wahnsinn!

Die Partie hatte ihren unrühmlichen Höhepunkt in der 12. Minute: Chris Löwe hatte vor den Trainerbänken an der Mittellinie den Ball, stoppte ab, zog nach innen. Julius Reinhardt kam im vollen Tempo mit dem linken Fuß voraus angerutscht, traf Löwe und knallte mit seinem Knie auf Löwes. 

Dieser blieb schreiend liegend, wurde später vom Platz getragen. Die Absicht, Löwe zu verletzen, war sicher nicht da, aber an der Mittellinie so auf den Mann zu gehen, ist die pure Übermotivation und blanker Unsinn dazu! Mit Gelb war Reinhardt gut bedient.

Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und dem FSV Zwickau

Während Dynamo-Kämpfer Yannick Stark (r.) auf dem Boden kniet, bejubeln die Spieler des FSV Zwickau ihr Tor.
Während Dynamo-Kämpfer Yannick Stark (r.) auf dem Boden kniet, bejubeln die Spieler des FSV Zwickau ihr Tor.  © Picture Point / Gabor Krieg

Leon Jensen erzielt das 2:1 für den FSV Zwickau, Sebastian Mai trifft für Dynamo Dresden nur den Pfosten

Spiel gedreht: Leon Jensen (2.v.r.) trifft zum 2:1 für den FSV Zwickau.
Spiel gedreht: Leon Jensen (2.v.r.) trifft zum 2:1 für den FSV Zwickau.  © Lutz Hentschel

Die SGD bekam von diesem Moment an keinen Fuß mehr auf den Boden in einer immer ruppiger werdenden Partie, nichts lief mehr zusammen. Der Schock saß zu tief. 

Zwickau wiederum machte das gut, ließ Ball und Gegner laufen. Als Manfred Starke auf rechts durch war und in die Mitte passte, zog Leon Jensen (30.) aus elf Metern ab und brachte den Gast 2:1 in Führung - verdient zu diesem Zeitpunkt!

Der FSV hatte, das was er wollte, eine Führung in Dresden. Daher war das Geschehen in der 2. Hälfte vorauszusehen: Dynamo stürmte, Zwickau wartete auf die Konter-Momente. Es war aber nicht die feine Klinge, eher die Säbel, die genutzt wurden. 

Aber es war intensiv. Mit zunehmender Spieldauer wurde es Einbahnstraßen-Fußball, aber meist ideenlos und ohne Tempo vorgetragen. Wenn war es Diawusie, der auf seiner rechten Seite für Wirbel sorgte. Doch er fand keine Abnehmer. FSV-Keeper Johannes Brinkies blieb beschäftigungslos!

Die Westsachsen machten es geschickt, griffen frühzeitig an, stellten die Räume zu und warfen sich in alles, was Schwarz-Gelb trug. Zudem waren ihre Konter gefährlicher als sämtliche Dynamo-Angriffe. Nur in der Nachspielzeit wurde es eng für den FSV, als Sebastian Mai einen Freistoß aus 18 Metern an den Außenpfosten wuchtete.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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