Dynamo mit Schuss vor den Bug, Aue weiter erschreckend offensivschwach!

Deutschland - Enttäuschendes Wochenende für Dynamo Dresden und den FC Erzgebirge Aue! Beide sächsischen Zweitligisten verloren ihre Partien klar mit 0:3.

Ein niedergeschlagener Christoph Daferner (23, l.). Während der SC Paderborn jubelte, verlor Dynamo erstmals in dieser Saison - und zwar deutlich.
Ein niedergeschlagener Christoph Daferner (23, l.). Während der SC Paderborn jubelte, verlor Dynamo erstmals in dieser Saison - und zwar deutlich.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Die SGD wurde am Sonntag vor heimischer Kulisse im Rudolf-Harbig-Stadion vom SC Paderborn 07 in die Schranken verwiesen. Der SCP deckte in den ersten 26 Minuten die Defensivschwächen der Schwarz-Gelben auf und nutzte sie effizient aus, sodass die Begegnung schon zu diesem frühen Zeitpunkt entschieden war.

Für die Schwarz-Gelben war es die erste Saisonniederlage - und ein Schuss vor den Bug. Wenn die Mannschaft nicht konzentriert genug auftritt und in der Abwehr der Zugriff fehlt, wird es in der 2. Bundesliga gegen jeden Verein eng.

Doch natürlich haben nicht alle Klubs die Paderborner Offensivwucht. Dabei hat der an sich stärkste SCP-Stürmer noch gar nicht getroffen. Dennis Srbeny (27) blieb auch in seinem sechsten Einsatz ohne Tor. Egal, dann springen eben die blendend aufgelegten Sven Michel (31) und Kai Pröger (29) in die Bresche.

Das Dynamo-Lazarett lichtet sich: Hermann trainiert wieder, Borrello schaut zu
Dynamo Dresden Das Dynamo-Lazarett lichtet sich: Hermann trainiert wieder, Borrello schaut zu

Dynamo um Coach Alexander Schmidt (52), der seine erste (!) Pleite im 13. Spiel hinnehmen musste, wird seine Lehren aus dieser Partie ziehen.

Im Idealfall stehen die Dresdner nach der Länderspielpause am 12. September (13.30 Uhr) beim 1. FC Heidenheim wieder kompakter, nutzen ihre Chancen besser und lassen sich von diesem kleinen Rückschlag nicht aus der Bahn werfen.

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal mit den 0:3-Pleiten von Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal mit den 0:3-Pleiten von Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue.  © Picture Point/Sven Sonntag/Gabor Krieg

Wenig überraschend: Beim FC Erzgebirge Aue kristallisiert sich kein Torjäger heraus

FCE-Keeper Martin Männel (33) bedankt sich mit besorgter Miene bei den mitgereisten Fans. Der Kapitän sieht auch: Offensiv ist Aue zu ungefährlich!
FCE-Keeper Martin Männel (33) bedankt sich mit besorgter Miene bei den mitgereisten Fans. Der Kapitän sieht auch: Offensiv ist Aue zu ungefährlich!  © picture point/Sven Sonntag

Die Veilchen unterlagen schon am Samstag bei Holstein Kiel mit 0:3. Damit zogen die bis dahin in der Liga sieglosen Störche in der Tabelle an Aue vorbei und gaben die Rote Laterne an den FC Erzgebirge weiter.

So langsam müssen sich die Verantwortlichen Gedanken machen. Zwar holte das Team von Coach Aleksey Shpilevski (33) drei Unentschieden aus fünf Spielen, verlor aber die anderen beiden Partien. Dabei ist so ein Ausrutscher wie an der Förde noch zu verschmerzen.

Viel problematischer ist die eklatante Abschlussschwäche. Die überrascht bei der Personalpolitik aber überhaupt nicht. Wer ein eingespieltes Duo wie Pascal Testroet (30) und Florian Krüger (22) abgibt und durch Babacar Gueye (26) sowie Antonio Mance (26) ersetzt, der braucht sich über fehlende Sturmpower nicht wundern.

Dynamo-Beben: Pressesprecher Buschmann beurlaubt
Dynamo Dresden Dynamo-Beben: Pressesprecher Buschmann beurlaubt

Beide haben in ihrer Karriere nicht gerade als Torjäger auf sich aufmerksam gemacht. Gueye erzielte 19 Tore in 120 Einsätzen, Mance immerhin 70 in 206 Partien, oft allerdings in Spielklassen, deren Qualität unterhalb der 2. Liga einzuordnen sind.

Klar ist, dass die finanziellen Mittel im Erzgebirge eingeschränkt sind. Doch vielleicht schafft es Aue kurz vor Ende der Transferperiode doch noch, einen Angreifer zu verpflichten, der die Durchschlagskraft erhöht. Falls nicht, droht bis zum Saisonende der Abstiegskampf. Doch vielleicht gelingt den Veilchen gegen Fortuna Düsseldorf (12. September, 13.30 Uhr) endlich der erste Saisonsieg?

Titelfoto: Picture Point/Sven Sonntag/Gabor Krieg

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: