Bitter! Dynamo kassiert Last-Minute-Pleite bei Spitzenteam Saarbrücken

Dresden/Saarbrücken - Beide Nachspielzeiten brachen Dynamo Dresden beim 1. FC Saarbrücken das Genick! Die frühe Führung von Christoph Daferner (17. Minute) glich Nicklas Shipnoski mit dem Pausenpfiff aus. Sekunden vor dem Schlusspfiff besiegelte Sebastian Jacob die 1:2-Niederlage der SGD.

Christoph Daferner (l.) erzielt in dieser Situation das 1:0 für Dynamo Dresden.
Christoph Daferner (l.) erzielt in dieser Situation das 1:0 für Dynamo Dresden.  © Imago Images / Jan Huebner

Völlig unnötige Pleite der Schwarz-Gelben, die vorher selbst in Führung gehen müssen! Markus Kauczinski tauschte gegenüber dem 3:0 gegen den SV Meppen einmal: Paul Will spielte für Julius Kade, der nicht im Aufgebot stand.

Der Coach äußerte sich vor der Partie eher ausweichend zu dieser Personalie. "Wir geben darüber keine Auskunft. Das vermischt sich bei uns mit Verletzungen und Erkrankungen", sagte er.

Ist Kade einer der drei positiv getesteten Personen in dieser Woche? Wenn ja, gute Besserung! Dresden begann die Partie defensiv, ließ den Aufsteiger kommen und konzentrierte sich auf die Abwehrarbeit.

Trotz einiger Wackler machten das die Weinroten konzentriert, ließen kaum etwas zu und wenn etwas durchkam, war da auch noch Kevin Broll. Aus dieser defensiven Grundhaltung heraus versuchte Dynamo mit Kontern Nadelstiche zu setzen.

Einer traf Saarbrücken ins Fleisch: Marvin Stefaniak spielte einen tollen Pass in den Lauf von Ransford Königsdörffer. Er zog drei Gegenspieler auf sich, passte im Strafraum im richtigen Moment in die Mitte. Dort standen Philipp Hosiner und Christoph Daferner völlig blank. Hosiner blieb zurück, Daferner traf - 1:0 (17.) für Dynamo!

Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und dem 1. FC Saarbrücken

Sebastian Jacob entscheidet die Partie zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Dynamo Dresden

Dynamo-Kämpfer Paul Will (r.) und Anthony Barylla im Zweikampf.
Dynamo-Kämpfer Paul Will (r.) und Anthony Barylla im Zweikampf.  © imago images / HMB-Media

Vielleicht war es ein Fehler der SGD, nicht nachzusetzen, das Spiel so zu belassen. Der 1. FCS konnte weiter am Drücker bleiben, kam aber nicht durch. Das blieb bis wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff so.

Dann klingelte es doch noch. Tim Golley war auf links nach einem weiten Ball durch, Königsdörffer kam nicht hinterher, die Flanke köpfte Shipnoski (45.) unbedrängt ein. Tim Knipping und Jonathan Meier standen einen Tick zu weit weg.

Den Ausgleich sah Dynamos Co-Trainer Heiko Scholz von der Tribüne aus, dorthin wurde er von Schiedsrichter Nicolas Winter nach 35 Minuten geschickt. "Scholle" hatte sich zu laut über eine Gelbe Karte für Königsdörffer beschwert.

Die zweite Hälfte versprach Spannung. Saarbrücken traf in den ersten acht Spielen schon neun mal nach der Pause, fünf davon in den letzten Minuten! Dynamo bekam erst ein Gegentor. FCS-Stürmer Sebastian Jacob (51.) hatte gleich ein Riesenbrett, verzog aber aus zehn Metern. Danach passierte ewig nichts mehr. Beide neutralisierten sich, die Gäste suchten zu selten den Vorwärtsgang.

Die Führung hätte der kurz vorher eingewechselte Agyemang Diawusie (77.) erzielen müssen. Nach einem Patzer von Marin Sverko war er durch, scheiterte aber frei vor und an Daniel Batz! Und wer solche Bretter liegen lässt, der wird bestraft. Dresden bekam in der Nachspielzeit den Ball nicht weg. Shipnoski brachte die Kugel scharf nach innen. Jacob war vor Kevin Ehlers am Ball - 1:2 aus Dynamo-Sicht! Aus war das Ding!

Titelfoto: imago images / HMB-Media

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