Dynamo krallt sich dank Christoph Daferner einen Punkt gegen den HSV!

Dresden - Die Parallelen zum Hinspiel waren groß: Der Hamburger SV führte nach 45 Minuten mit 1:0, Dynamo Dresden glich im zweiten Durchgang aus. Wie beim HSV hieß es auch im Rückspiel 1:1.

HSV-Sturmtank Robert Glatzel (r.) überwindet Dynamo-Keeper Kevin Broll (l.) zum 1:0 für die Rothosen. SGD-Abwehrmann Kevin Ehlers kann nicht mehr eingreifen.
HSV-Sturmtank Robert Glatzel (r.) überwindet Dynamo-Keeper Kevin Broll (l.) zum 1:0 für die Rothosen. SGD-Abwehrmann Kevin Ehlers kann nicht mehr eingreifen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Christoph Daferner (61.) egalisierte mit seinem neunten Saisontreffer das Tor von Robert Glatzel (37.). Mit dem Zähler konnten am Ende beide leben, obwohl die SGD die klareren Chancen hatte.

Die Schwarz-Gelben hatten was vor, begannen mit der erwarteten Aufstellung. Lediglich Brandon Borrello rutschte kurzfristig für den erkrankten Morris Schröter in die Startelf. Neuzugang Vaclav Drchal stürmte von Beginn an.

Übertrieben formuliert, standen die Dynamos an der Hamburger Torauslinie, so früh und energisch pressten sie.

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Aus diesen Momenten entsprangen in den ersten 15 Minuten viele gefährliche Situationen, die der Gast nur mit einer übergroßen Portion Glück überstand.

Und das muss man den Schwarz-Gelben vorwerfen: Sie hatten den HSV zwar im Sack, machten aber zu wenig daraus, es wurde nur selten wirklich zwingend.

Ein Schuss von Yannick Stark (4.) war das Beste. Daniel Heuer Fernandes parierte.

Aufstellungen von Dynamo Dresden und vom Hamburger SV

Christoph Daferner trifft nach starker Kombination zum 1:1 für Dynamo Dresden gegen den HSV

Dynamo-Torjäger Christoph Daferner (r.) hat zum 1:1 ausgeglichen und dreht zum Jubeln ab.
Dynamo-Torjäger Christoph Daferner (r.) hat zum 1:1 ausgeglichen und dreht zum Jubeln ab.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Als die Partie so ein bisschen dahin plätscherte, passierte das, was nicht passieren sollte. Nach einem abgewehrten Freistoß von Chris Löwe kam Ransford Königsdörffer ans Leder.

Dessen Schuss wurde geblockt. Vier Stationen später holte Kevin Broll den Ball aus dem Netz. Ludovit Reis trieb das Leder nach vorn, schickte Sonny Kittel, der Glatzel einlaufen sah. Julius Kade sprang unter dem Leder durch, Glatzel lupfte das Spielgerät eiskalt über Broll in die Maschen - 0:1 (37.).

Jetzt entpuppten sich die Dynamos in dieser Saison noch nicht als Drehkönige. Nur gegen eben jenen HSV kamen sie im Hinspiel nach einem 0:1 überhaupt noch zu einem Punkt.

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Und siehe da: Die SGD brauchte eine Viertelstunde, malte dann aber einen Spielzug aufs frische Grün. Borrello wuselte los, bediente Königsdörffer, er verlagerte das Geschehen mit einem genialen Ball von rechts nach links. Julius Kade flankte butterweich, Daferner köpfte ein - 1:1 (61.). Traumkombination!

Und hätte Heuer Fernandes nicht zweimal überragend gegen Königsdörffer (69./72.) pariert, Dynamo, das nach dem Ausgleich voll auf Sieg spielte, hätte die Partie komplett gedreht - was am Ende sogar verdient gewesen wäre.

Christoph Daferner (r.) sicherte der SGD gegen den HSV einen wichtigen Punkt.
Christoph Daferner (r.) sicherte der SGD gegen den HSV einen wichtigen Punkt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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