Dynamo-Legende Tschertschessow wirft Kapitän nach geleaktem Masturbationsvideo aus Nationalelf!

Russland - Stanislaw Tschertschessow (57) hat durchgegriffen! Der Trainer der russischen Nationalmannschaft strich seinen Kapitän Artem Dzyuba (32) für die kommenden drei Länderspiele aus dem Kader, weil ein Masturbationsvideo des Stürmers von Zenit St. Petersburg geleakt wurde und online die Runde macht.

Stanislaw Tschertschessow (57) schmiss Artem Dzyuba (32) für die drei November-Länderspiele aus der russischen Nationalmannschaft.
Stanislaw Tschertschessow (57) schmiss Artem Dzyuba (32) für die drei November-Länderspiele aus der russischen Nationalmannschaft.  © Picture Point / Roger Petzsche

Tschertschessow, die Torwartlegende von Dynamo Dresden, gab laut des englischen Boulevardmediums The Sun zu Protokoll, dass man beschlossen habe, "Artem Dzyuba nicht in das aktuelle Trainingslager zu beordern, um sowohl die Mannschaft als auch den Fußballspieler vor übermäßiger Negativität und Stress zu schützen."

Denn diese Nachricht habe zwar "aus sportlicher Sicht nichts mit der russischen Nationalmannschaft zu tun", sei aber nicht förderlich für die Konzentration des Teams vor dem anstehenden Spiel gegen Moldawien (12. November, 18 Uhr) und den Nations-League-Begegnungen in der Türkei (15. November, 18 Uhr) und in Serbien (18. November, 20.45 Uhr).

"Detaillierte, bewertenden Kommentare" wollte Tschertschessow aber verständlicherweise nicht abgeben. Dennoch sagte der frühere Bundesliga-Keeper deutlich: "Wir haben immer betont, dass jeder auf und neben dem Platz dem Niveau und Status eines Spielers der Nationalmannschaft entsprechen muss."

Das war bei Dzyuba nach diesem Vorfall nicht mehr gegeben. Nun hoffe er, dass dieses Thema während der Länderspiele nicht mehr aufkommt. Der Sturmbulle, der aussieht wie ein Schwergewichtsboxer, ist spätestens seit der Heim-Weltmeisterschaft 2018 ein Fußball-Nationalheld. 

Masturbationsvideo von Artem Dzyuba macht in den sozialen Medien die Runde

Artem Dzyuba ist in Russland spätestens seit der WM 2018 ein Fußball-Nationalheld

Artem Dzyuba (32; r.), hier in der Champions League im Duell mit BVB-Abwehrchef Mats Hummels, sorgt mit einem Masturbationsvideo für Aufsehen.
Artem Dzyuba (32; r.), hier in der Champions League im Duell mit BVB-Abwehrchef Mats Hummels, sorgt mit einem Masturbationsvideo für Aufsehen.  © Bernd Thissen/dpa

Dort hatte der 1,96 Meter große Angreifer entscheidenden Anteil daran, dass die "Sbornaja" bis ins Viertelfinale kam.

Beim 5:0 gegen Saudi-Arabien erzielte er ein Tor und gab eine Vorlage, beim 3:1 über Ägypten netzte er ebenfalls, dazu half er mit seinem 1:1-Ausgleich gegen Spanien im Achtelfinale entscheidend mit, dass man den großen Favoriten mit 5:4 nach Elfmeterschießen bezwingen konnte. 

Obwohl er auch gegen Kroatien im Viertelfinale einen Assist beisteuerte, schied Russland am 7. Juli 2018 aus dem Wettbewerb aus, hatte die Herzen der Fans aber gewonnen. Und Dzyuba ganz besonders. Der wurde anschließend sogar zum Kapitän der Nationalmannschaft ernannt. 

Auch bei St. Petersburg trägt er die Binde. Mit seiner körperlichen Wucht bereitet er seinen Gegenspielern regelmäßig Probleme, was 158 Tore und 94 Vorlagen in 443 Profispielen belegen.

Doch neben dem Platz sorgte er bereits mehrfach für Aufsehen. Unter anderem, als er nach einem Spiel gefilmt wurde, wie er Sex mit seinem Teamkollegen Sardar Azmoun andeutete. Er trug nur seine Hose, packte seinen Zenit-Teamkollegen am Hals und deutete an, ihn von hinten zu stoßen. 

Nun wird der 47-fache Nationalspieler Russlands (26 Tore, 14 Vorlagen) Zeit zum Nachdenken wegen solcher Aktionen haben. Denn die Tür machte Tschertschessow zwar nicht ganz zu, doch allzu viele Videos in diese Richtung sollte Dzyuba zukünftig nicht mehr drehen. Denn obwohl er sportlich nur schwer zu ersetzen ist: Bei weiteren Verfehlungen dürfte sein Coach wohl kaum weiterhin die Augen zudrücken. 

Titelfoto: PICTURE POINT / Roger Petzsche/Bernd Thissen/dpa

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