Dynamo macht eine Million Minus mit jedem Heimspiel!

Dresden - Ohne Moos nix los, heißt es normalerweise. Bei Dynamo Dresden könnte man das bekannte Sprichwort derzeit aber etwas umdeuten: Wenn nichts los, dann kein Moos. Denn die fehlenden Zuschauer kosten die Schwarz-Gelben neben der fehlenden Stimmung auch richtig Geld.

Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend (56) ist mit der aktuellen Situation mit nur 1000 Zuschauern pro Heimspiel unzufrieden.
Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend (56) ist mit der aktuellen Situation mit nur 1000 Zuschauern pro Heimspiel unzufrieden.  © Lutz Hentschel

"Die aktuelle Situation zeigt, dass der Fußball für Symbolpolitik herhalten muss. Es ist ernüchternd, dass wir nach zwei Jahren Pandemie nichts gelernt haben und es keinen Plan gibt, der uns weiterhilft", zeigt sich daher auch Jürgen Wehlend (56) enttäuscht.

Nur 1000 Zuschauer sind derzeit im Rudolf-Harbig-Stadion zugelassen. Den Verein kostet das pro Heimspiel rund eine Million Euro an Einnahmen, die normalerweise durch Ticketverkäufe, Sponsorenleistungen etc. generiert werden.

Zum Vergleich: In der vergangenen Drittliga-Saison waren es pro Spiel rund 300.000 Euro. "Das zeigt die Dramatik der ganzen Situation", erklärt Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer, weil unter dem Minus auch der Etat leidet.

"Die alles entscheidende Woche": Becker schwört Dynamo auf Schicksals-Spiele ein
Dynamo Dresden "Die alles entscheidende Woche": Becker schwört Dynamo auf Schicksals-Spiele ein

Von den ursprünglich 32 Millionen Euro zu Saisonbeginn musste dieser auf rund 25 Millionen Euro reduziert werden.

Der Verein rechnet durchweg in drei verschiedenen Szenarien, doch Besserung ist derzeit wohl nur ein Wunschtraum. "In vielerlei Hinsicht wird man dem nicht gerecht, was wir in den vergangenen zwei Jahren gelernt haben", ärgert sich Wehlend und spricht unter anderem das bewährte Hygienekonzept an.

Zum nächsten Heimspiel am 6. Februar gegen den FC Hansa Rostock sind ohnehin nicht mehr als 1000 Zuschauer zugelassen. Die aktuelle sächsische Coronaschutz-Verordnung gilt noch bis einschließlich 7. Februar.

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: