Drei Dynamo-Tore nach ruhenden Bällen, Kauczinski: "Kann eine Stärke werden!"

Dresden - Was fiel positiv auf beim 5:1-Testspielsieg von Dynamo Dresden gegen den dänischen Zweitligisten HB Köge? Da war vor allem die Kompaktheit in Mittelfeld und Abwehr.

Dynamo-Coach Markus Kauczinski (50) sah viel Positives.
Dynamo-Coach Markus Kauczinski (50) sah viel Positives.  © Lutz Hentschel

Dosenöffner für die Partie waren aber die Standards. Die ersten drei Tore fielen nach einem ruhenden Ball. Aber natürlich war noch nicht alles Gold, was glänzte.

Standards sind immer gut. Wenn es aus dem Spiel heraus noch nicht so läuft, können Ecken, Freistöße und Elfmeter die Tür aufmachen. Das war gegen Köge so. 

Die Dänen präsentierten sich körperlich äußerst robust, stellten zu Beginn die Räume klug zu. Da blieb trotz einiger vielversprechender Angriffe kein Platz. Also musste ein Standard her.

Beim 1:0 legte Patrick Weihrauch den Ball an den Sechzehner zurück. Agyemang Diawusie hämmerte die Kugel in den Knick. 

Das 2:0 war ein Elfmeter von Christoph Daferner nach Foul an Weihrauch. 

Vorm 3:1 klatschte ein Kopfball von Tim Knipping nach einer Ecke an den Pfosten, ehe Marco Hartmann nach der nächsten Ecken-Variante über Jonathan Meier und Julius Kade das dritte Tor köpfte. Das sah gut aus. Ein Mittel zum Erfolg.

"Man kann nicht immer alles planen. Die Jungs haben die Freiheit, dann Dinge selbst zu machen, zu regeln", sagt Trainer Markus Kauczinski. 

Markus Kauczinski und Dynamo Dresden widmen sich Standards "fast jeden zweiten Tag"

Das war mal ein Lichtblick: Vor allem mit Standards machten die Dynamos die Dänen nass.
Das war mal ein Lichtblick: Vor allem mit Standards machten die Dynamos die Dänen nass.  © Lutz Hentschel

"Wir widmen uns den Standardsituationen immer wieder, fast jeden zweiten Tag. Weil wir glauben, dass da eine Stärke daraus werden kann", so der 50-Jährige. 

Gerade die 1:0-Führung war dafür das beste Beispiel. War das einstudiert? "Das haben wir nicht trainiert. Wir wissen aber, dass der Rückraum frei sein kann. Die Jungs kommen ja alle irgendwo her, haben alle schon was gemacht, die sehen das dann."

Wenn es einen negativen Touch gab, dann waren es die herausgespielten Chancen. Erst als Köge zum Ende hin durchwechselte, die Abstimmung dort nicht mehr funktionierte, kamen die Schwarz-Gelben zu Möglichkeiten aus dem Spiel heraus und zu zwei weiteren Toren durch Daferner und Simon Gollnack. 

Die Handlungsschnelligkeit passte zwar, aber die entscheidenden Pässe kamen noch nicht. Da fehlte das Timing. 

Das ist in der Vorbereitung normal, daran wird gefeilt. Und wenn es auch in den Punktspielen nicht gleich klappt, gibt es ja immer noch die ruhende Kugel.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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