Dynamo mit gefährlichem Spiel, VfL Osnabrück am Tiefpunkt!

Deutschland - Aufwachen, Dynamo Dresden! Die SGD kassierte am Sonntag nach einem ganz schwachen Auftritt eine überraschende, aber auch folgerichtige 0:2-Pleite beim Tabellenletzten SpVgg Unterhaching und muss nun dringend zurück in die Erfolgsspur zurückfinden!

Schon wieder kein eigener Treffer! Auch beim Tabellenletzten brach Dynamo den Bann nicht und wartet nun seit drei Partien auf ein Tor.
Schon wieder kein eigener Treffer! Auch beim Tabellenletzten brach Dynamo den Bann nicht und wartet nun seit drei Partien auf ein Tor.  © picture point/Sven Sonntag

Ansonsten droht den Schwarz-Gelben in den kommenden Wochen eine Nervenschlacht nach der anderen und im schlimmsten Fall sogar das Verpassen des Aufstiegs in die 2. Bundesliga. Denn wohin dieser Druck führen kann, belegt momentan (mal wieder) der Hamburger SV.

Auch bei Dynamo müssen die Alarmglocken jetzt laut schrillen und für eine Veränderung sorgen. Denn während Hachings Coach Arie van Lent (50) vor der Partie noch belächelt wurde, als er auf Dresdens Torlos-Serie hinwies und an den Sieg seiner Mannschaft glaubte, dürfte der frühere Stürmer seine Kritiker im Nachhinein zum Verstummen gebracht haben.

Fakt ist nämlich: Die SGD blieb das dritte Mal in Folge ohne eigenen Treffer! Dazu agierte die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski (51) ohne Schwung und Ideen in der Offensive, spielte sich nur wenige Chancen heraus und enttäuschte die Fans und wohl auch sich selbst zutiefst!

Leider verpufften auch die Aufstellungsänderungen des Coachs wirkungslos. So muss nun unter der Woche im Training ein Ruck durch das Team gehen.

Denn dass die Spieler gut genug sind, ihre Liga zu beherrschen und als Meister aufzusteigen, haben sie in dieser Saison schon oft genug bewiesen. Die Krise vor dem gegnerischen Kasten kommt nun aber zur absoluten Unzeit und hätte größere Auswirkungen haben können, wenn die Konkurrenz nicht ebenfalls gepatzt hätte.

Dynamo Dresdens nächster Gegner, der MSV Duisburg, ist seit vier Spielen ungeschlagen

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit Dynamo Dresdens Torkrise.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit Dynamo Dresdens Torkrise.  © picture point/Sven Sonntag

Spätestens jetzt muss die SGD die Leichtigkeit wiederfinden, die sie beim 4:0 gegen den FC Ingolstadt 04 Ende Februar und beim 4:0-Auswärtssieg beim SV Meppen Anfang März zu zeigte.

Seitdem hat Dynamo aber nur noch zweimal getroffen. Dass alle Offensivkräfte zugleich Ladehemmung haben, macht es für Kauczinski richtig kompliziert.

Denn diese Blockade wird sich wohl nur lösen, wenn endlich wieder einer trifft. Die nächste Chance dazu hat man gegen den MSV Duisburg (14 Uhr), bei dem mit Leo Weinkauf (24) allerdings einer der besten und formstärksten Torhüter der 3. Liga im Kasten steht.

Am Samstag hielt er beim Stand von 1:1 gegen den SV Waldhof Mannheim in der 90. Minute einen Elfmeter vom Ex-Chemnitzer Rafael Garcia (27) und rettete seinem Team (erneut) einen Punkt.

Dennoch stellt der MSV die schlechteste Defensive der Liga. Wenn Dynamo gegen Duisburg nicht trifft, wann dann? Andererseits sind die Zebras nun schon seit vier Begegnungen ungeschlagen und deshalb nicht zu unterschätzen - gerade, wenn man sich wie gegen Unterhaching den Schneid abkaufen lässt.

Das Team vom neuen Übungsleiter Pavel Dotchev (55) kämpft nämlich gegen den Abstieg und braucht noch ein paar Punkte, im Idealfall Siege, um den Klassenerhalt einzutüten. Die SGD hat es aber selbst in der Hand, weil sie trotz der vielen Verletzungen die stärkeren Einzelspieler hat. Die müssten für einen Dreier aber wieder an ihr Maximum herankommen...

Offenbarungseid des VfL Osnabrück gegen Eintracht Braunschweig

Der VfL Osnabrück befindet sich weiter auf Talfahrt und könnte im sportlich schlimmsten Fall am Ende sogar noch direkt absteigen
Der VfL Osnabrück befindet sich weiter auf Talfahrt und könnte im sportlich schlimmsten Fall am Ende sogar noch direkt absteigen  © dpa/Friso Gentsch

Eine Liga höher hat der VfL Osnabrück ganz andere Sorgen. Die Veilchen verloren die richtungsweisende Partie gegen Eintracht Braunschweig glatt mit 0:4 (0:1), wurden vom direkten Konkurrenten überholt und rutschten auf den Abstiegsrelegationsplatz 16 ab.

Die Mannschaft von Neu-Coach Markus Feldhoff (46) steht nur noch einen Punkt vor dem SV Sandhausen. Ihr droht mehr denn je der direkte Abstieg.

Wer hätte das nach sieben Spieltagen für möglich gehalten? Zu diesem Zeitpunkt waren die Lila-Weißen noch nicht eine Partie ungeschlagen und standen auf dem zweiten Platz! Doch im Jahr 2021 verlor Osnabrück völlig den Erfolgsfaden. Bis zum 2. April gab es nur einen Dreier!

Am vergangenen Samstag gewann man überraschend mit 1:0 beim Karlsruher SC, doch die Leistung gegen Braunschweig war nun ein Offenbarungseid und zudem die zweithöchste Pleite der Saison. In dieser Form sind Feldhoffs Mannen definitiv ein Abstiegskandidat. Der einzige Vorteil für den VfL: Durch zwei anstehende Englische Wochen haben die Spieler gar nicht so lange Zeit, um ewig an diese niederschmetternde Niederlage zu denken, weil schon wieder die nächste Aufgabe ansteht.

Vielleicht gelingt es dem Team von der Bremer Brücke ja auf den letzten Drücker doch noch, eine positive Serie zu starten und den Abstieg zu vermeiden. Dafür muss am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen den SSV Jahn Regensburg allerdings ein Sieg her und allgemein mehr Konstanz in die Leistungen gebracht werden...

Titelfoto: dpa/Friso Gentsch/Picture Point/Sven Sonntag

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