Dynamo Dresden muss um Millionen-Zuschuss zittern!

Dresden - Die Mannschaft in Quarantäne, die zusätzliche "Dynamo-Million" wieder fraglich und auch sportlich ruckelt es: Dynamo Dresden kommt aktuell nicht zur Ruhe. Jetzt droht der nächste Nackenschlag!

Das Rudolf-Harbig-Stadion ist schick, aber teuer in der Miete. Finanzbürgermeister Peter Lames (56, SPD) kann die neue Millionen-Vorlage erst in letzter Minute auf den Weg bringen.
Das Rudolf-Harbig-Stadion ist schick, aber teuer in der Miete. Finanzbürgermeister Peter Lames (56, SPD) kann die neue Millionen-Vorlage erst in letzter Minute auf den Weg bringen.  © imago images/Dennis Hetzschold/Holm Helis

Die eigentlich fest zugesagten drei Millionen Euro Zuschuss zur Stadionmiete können nur noch im Idealfall rechtzeitig den Stadtrat passieren.

Rückblick: Damit Dynamo die Stadionmiete zahlen kann, hatte sich die Stadt verpflichtet, jährlich 1,5 Millionen Euro zusätzlich an den Verein zu überweisen. Aus formalen Gründen hatte Finanzbürgermeister Peter Lames (56, SPD) die Summe nicht im Haushalt eingeplant, eine spätere Auszahlung aber zugesichert.

Damit konnte Dynamo im Lizenzierungsverfahren mit dem Geld planen. Doch bis Ende Juni müssen die Millionen verbindlich zugesagt sein. Klappt das nicht, entsteht ein Millionenloch.

Doch die notwendige Ratsvorlage ist noch immer nicht fertig. Auf Nachfrage von Jens Genschmar (52, Freie Wähler) im Ältestenrat stellte OB Dirk Hilbert (49, FDP) eine Fertigstellung "voraussichtlich" Ende April in Aussicht.

Durch eine streng vorgegebene Beratungsreihenfolge kann der Rat damit frühestens am 10. Juni die Gelder freigeben. Wird nur einmal vertagt oder nicht abgestimmt (die Regel bei vielen anderen wichtigen Entscheidungen), steht Dynamo im Lizenzverfahren mit leeren Händen dar.

"Der Zuschuss sichert die Existenz des Vereins. Der Stadtrat muss diszipliniert und schnell handeln", so Genschmar.

Titelfoto: imago images/Dennis Hetzschold/Holm Helis

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