Dynamo-Neuzugang Kwadwo weiß: In der 3. Liga ist "jedes Spiel auf Augenhöhe!"

Dresden - Dreimal hat Dynamo im Winter auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Leroy Kwadwo (24), Heinz Mörschel (23) und Niklas Kreuzer (27). Der Vorteil des Trios: Es kennt die 3. Liga aus dem Effeff, weiß, dass gerade diese Spielklasse kein Zuckerschlecken ist, weil sie so ausgeglichen ist. Kreuzer stieg 2016 mit Dresden auf, Kwadwo im Vorjahr als Underdog mit den Würzburger Kickers ebenfalls, Mörschel mit Preußen Münster überraschend ab.

Leroy Kwadwo (24, l.) im Zweikampf mit dem Magdeburger Nico Granatowski.
Leroy Kwadwo (24, l.) im Zweikampf mit dem Magdeburger Nico Granatowski.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nichts ist vorauszusehen, das war schon immer so - und wird so bleiben. Alles geht eng zu. Das war auch am Sonnabend zu sehen.

Der FC Ingolstadt als Zweiter musste lange zittern, konnte die Partie gegen den Tabellen-Sechzehnten Viktoria Köln erst in der Nachspielzeit mit zwei Treffern spektakulär drehen.

Selbst Dynamo als Spitzenreiter hatte so seine Mühe beim 1. FC Magdeburg, der vorher auf Abstiegsrang 18 stand und jetzt Vorletzter ist. Eine Einzelleistung von Mörschel sorgte für den Dreier, ansonsten war es eine ausgeglichene Partie - wie so viele.

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Belege dafür: Es war Dynamos sechster Sieg mit nur einem Tor Differenz, zum vierten Mal hieß es 1:0. Umgedreht verlor die SGD fünf Partien mit einem Tor Unterschied, davon dreimal 0:1.

Elf der bisherigen 21 Begegnungen standen also auf des Messers Schneide, dazu kommen die zwei Unentschieden daheim gegen Mannheim (1:1) und Uerdingen (0:0).

Dynamo-Verteidiger Kwadwo: "Zeit auf dem Trainingsplatz hat geholfen"

Die Trainingseinheiten der Dynamos nutzt Leroy Kwadwo (2.v.r), um das System von Coach Markus Kauczinski immer besser zu antizipieren.
Die Trainingseinheiten der Dynamos nutzt Leroy Kwadwo (2.v.r), um das System von Coach Markus Kauczinski immer besser zu antizipieren.  © Lutz Hentschel

Für Kwadwo war es in der Börde der zweite Startelf-Einsatz für Dresden. Er war nicht überrascht, dass es so eng zuging.

"In der 3. Liga ist jedes Spiel einfach nur schwer. Da ist es egal, ob der Erste gegen den Letzten spielt oder der Vorletzte gegen den Dritten. Da ist jede Partie auf Augenhöhe. Es fängt immer bei 0:0 an und so muss man das auch angehen", so der 24-Jährige.

Dass Dynamo das Derby ziehen konnte, lag auch an der disziplinierten Abwehrarbeit. Kwadwo hatte nur wenig Zeit, sich auf das System und die Anforderungen von Coach Markus Kauczinski (50) einzustellen.

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"Es hat sich sehr gut angefühlt. Wir haben viel trainiert, weil das Bayern-Spiel ausgefallen ist. Die Zeit auf dem Trainingsplatz hat geholfen, die Kommunikation war da. Wir haben nicht viele Chancen zugelassen. So kann es auch weitergehen."

Jetzt kommen zwei Heimspiele - am Mittwoch gegen Wiesbaden, am Sonntag gegen Schlusslicht VfB Lübeck. "Alles reinhauen, trotzdem einen gewissen Fußball spielen und die Chancen nutzen", so Kwadwo.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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