Kein Sprit mehr im Dynamo-Tank! Stark: "Waren körperlich nicht auf der Höhe!"

Dresden - Es war eine klare Sache, nach den letzten tollen Wochen unerwartet klar. Dynamo Dresden hatte bei der 0:3-Niederlage in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen den SV Darmstadt 98 keinen Sprit mehr im Tank.

Yannick Stark (30, l.) versucht hier, den Darmstädter Marvin Mehlem vom Ball zu trennen.
Yannick Stark (30, l.) versucht hier, den Darmstädter Marvin Mehlem vom Ball zu trennen.  © Lutz Hentschel

"Wir waren körperlich nicht auf der Höhe", meinte Vizekapitän Yannick Stark (30) nach der Partie gegen seinen Ex-Verein.

Dabei hatten sich die Schwarz-Gelben doch so viel vorgenommen, wollten noch einmal alles raushauen. Doch von der ersten Sekunde an war den Dresdnern anzumerken, dass sie nicht in die Gänge kamen.

Darmstadt wirkte in allen Belangen frischer, spritziger und zielstrebiger. Der Zug nach vorn, der in den letzten acht Liga-Spielen vorhanden war, fehlte beim Gastgeber komplett. Dynamo kam in den 90 Minuten nicht über Halbchancen hinaus.

"Es war nicht so sauber, wie es sein muss", sagte Trainer Markus Kauczinski (50). "Wir haben nicht so klar nach vorn gespielt, wie wir es schon gezeigt haben. Dafür war der Gegner zu gut und wir nicht gut genug. Du hast bei dem ein oder anderen gemerkt, dass das Tempo nicht so da war."

Der Coach resümierte: "Wir konnten uns nach dem 0:2 nicht mehr so aufbäumen, wie wir das die letzten Wochen getan haben. Da war der Widerstand dann auch gebrochen."

0:3 im Pokal gegen seinen Ex-Verein SV Darmstadt 98 - das hatte sich Dynamos Vizekapitän Yannick Stark (30) ganz anders vorgestellt.
0:3 im Pokal gegen seinen Ex-Verein SV Darmstadt 98 - das hatte sich Dynamos Vizekapitän Yannick Stark (30) ganz anders vorgestellt.  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresden waren die harten Drittliga-Wochen gegen Darmstadt anzumerken

SGD-Coach Markus Kauczinski (50) machte seiner Mannschaft nach der klaren Pleite keinen Vorwurf.
SGD-Coach Markus Kauczinski (50) machte seiner Mannschaft nach der klaren Pleite keinen Vorwurf.  © Lutz Hentschel

Dresden musste zuletzt fighten bis zum Schluss, um seine Punktspiele zu ziehen. Die Siege in Halle, gegen Verl und in Köln waren keine Spaziergänge, sondern harte Arbeit, gerade das knüppelharte 4:2 bei der Viktoria.

"Wir haben Körner gelassen", gestand Kauczinski. "Wir sind immer an unsere Grenzen gegangen, oft auch darüber hinaus. Das ging jetzt nicht mehr. Ich mache der Mannschaft gar keinen Vorwurf."

Am Dienstagabend hätte alles stimmen müssen, aber der Zweitligist war einfach eine Nummer zu groß. "Weil wir nicht an unser Limit gekommen sind", so Stark.

"Körperlich haben die Frische, Aggressivität gefehlt, das Spielerische automatisch auch. Wir haben viel hinterherlaufen müssen. Uns hat der Mut in Ballbesitz gefehlt, da kommt dann so ein Spiel zustande."

Der 30-Jährige war niedergeschlagen. "Wir hatten einen Gegner, mit dem wir hätten auf Augenhöhe agieren können. Es ist uns nicht gelungen. Das müssen wir am Ende akzeptieren."

Stark will sich über die Feiertage die Tabelle der 3. Liga anschauen, "um wieder bessere Laune zu bekommen". Die kommt beim Blick auf Rang eins sicher bald zurück ...

Titelfoto: Lutz Hentschel

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