Dynamo: Pech und fehlende Abgezocktheit am Beispiel von Türkgücü-Keeper Vollath

Dresden - René Vollath (30) ist Torhüter von Türkgücü München. An ihm lässt sich gut erklären, warum Dynamo Dresden im Grünwalder Stadion nach acht Spielen ohne Pleite mit 0:1 verlor.

Türkgücü-Keeper René Vollath (30, r.) greift sich nach einem Schuss von Tim Knipping (28) das Leder. Pascal Sohm (29) lauert vergebens auf den Abpraller.
Türkgücü-Keeper René Vollath (30, r.) greift sich nach einem Schuss von Tim Knipping (28) das Leder. Pascal Sohm (29) lauert vergebens auf den Abpraller.  © Picture Point/Gabor Krieg

Es war eine Mischung aus fehlendem Glück und mangelnder Konsequenz. Die sonst so eiskalte SGD vermochte es nicht, eine Vielzahl an Möglichkeiten zu nutzen. 15:6-Schüsse standen am Ende zu Buche.

Thema fehlendes Glück

Vollath stand allein in der ersten Hälfte dreimal mit dem Ball in der Hand deutlich außerhalb des Strafraumes und schlug ab. Schiedsrichter Tobias Schultes, ein sehr guter Leiter der Partie, hatte sich jeweils bereits umgedreht und es nicht gesehen. Dreimal hätte es 17 Meter vor dem Tor Freistoß geben müssen. Pech gehabt. Auch bei Pascal Sohms (29) Kopfball nach einer Stefaniak-Ecke, als der Keeper danebengriff. Das Leder landete auf dem Tor.

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Thema fehlende Abgezocktheit

Nur einmal in 90 Minuten musste sich Vollath lang machen. Nach einem Freistoß von Marvin Stefaniak (25) schoss Tim Knipping (28) aus sechs, sieben Metern direkt aufs Tor. Vollath tauchte ab und holte sich die Kugel vor Sohm. Ansonsten gingen Kopfbälle und Schüsse direkt auf Mann, zischten knapp vorbei oder drüber. Vollath musste seine Klasse zu selten zeigen.

Nach einer Ecke von Marvin Stefaniak (25) kommt Münchens Torhüter René Vollath (30, r.) zwar zu spät, Pascal Sohm (29) köpft die Kugel allerdings aufs Tordach.
Nach einer Ecke von Marvin Stefaniak (25) kommt Münchens Torhüter René Vollath (30, r.) zwar zu spät, Pascal Sohm (29) köpft die Kugel allerdings aufs Tordach.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dynamo Dresdens Coach Markus Kauczinski bemängelt die fehlende Präzision beim letzten Ball

Dynamo-Coach Markus Kauczinski (50) bemängelte bei seinem Team den fehlenden Zug zum Tor.
Dynamo-Coach Markus Kauczinski (50) bemängelte bei seinem Team den fehlenden Zug zum Tor.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Wir haben eigentlich die Kontrolle über das ganze Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir viele so halbe Angriffe, wo es ganz ordentlich ist, aber der letzte Zug zum Tor gefehlt hat", so Trainer Markus Kauczinski (50) nach der Partie.

"Immer war der letzte Ball nicht präzise genug. Da waren drei, vier Abschlüsse dabei, die drüber waren oder einen Tick vorbei. Da hat vielleicht das Quäntchen Glück gefehlt, das wir in den letzten Wochen hatten", analysierte Kauczinski.

Das Anrennen in der zweiten Hälfte blieb ebenfalls ergebnislos, auch weil Dresden zu zeitig die Brechstange auspackte. Mit den hohen Bällen gegen die großen Münchner um den Ex-Zwickauer Alexander Sorge (27) wählten die Dynamo-Roten an diesem Abend zu oft das falsche Mittel.

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"Dann hast du einen tief stehenden Gegner, der gut verteidigt, alles reinwirft und den Ball gut gehalten hat. Es war von uns dieses Mal nicht so klar, wie wir das gern gehabt hätten", so der SGD-Coach.

Und so jubelte am Ende Vollath, obwohl sein Gegenüber Kevin Broll (25) nahezu beschäftigungslos geblieben war, lediglich zwei Bälle in den Händen hielt, aber eben einen aus dem Netz holen musste.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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