Dynamo prüft wegen enormem Wirtschaftsschaden Anspruch auf November-Hilfe

Dresden - Dynamo Dresden erlebte gegen den TSV 1860 München wieder ein Geisterspiel. Die Kassen blieben leer. Das reißt Löcher.

Interims-Geschäftsführer Enrico Kabus prüft derzeit, ob Dynamo mit einem finanziellen Zuschuss vom Staat rechnen kann.
Interims-Geschäftsführer Enrico Kabus prüft derzeit, ob Dynamo mit einem finanziellen Zuschuss vom Staat rechnen kann.  © Steffen Kuttner

Für Abhilfe könnte die Bundesregierung mit ihrer außerordentlichen Wirtschaftshilfe im Volumen von voraussichtlich circa 10 Milliarden Euro sorgen.

Diese "November-Hilfe" richtet sich laut Regierung u. a. an "direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen".

Dabei werden Zuschüsse von bis 75 Prozent des Umsatzes vom November 2019 gewährt, maximal eine Million Euro. Bei Vereinen zählt das aktuelle Jahr.

Dynamo könnte demnach das Heimspiel gegen die Löwen und das kommende am 25. November gegen Unterhaching geltend machen. Für beide stehen je 300.000 Euro Verlust im Raum.

"Wir prüfen derzeit alle Kompensationsmöglichkeiten und lassen dabei nichts unversucht, um den enormen wirtschaftlichen Schaden für den Verein so gering wie möglich zu gestalten", sagt Dynamos Interims-Geschäftsführer Enrico Kabus.

Noch ist unklar, ob Dynamo die Hilfe überhaupt zusteht.

Kabus: "Die Richtlinien zur November-Hilfe wurden noch nicht in Gänze veröffentlicht, so dass wir auch deshalb momentan nicht seriös abschätzen können, ob wir als Verein tatsächlich dieses Hilfsprogramm in Anspruch nehmen können. Wir sehen es aber als unsere Pflicht an, allen Förderungen nachzugehen und werden auch diese Möglichkeiten in jedem Fall intensiv prüfen."

Titelfoto: Steffen Kuttner

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0