Bleibt Ralf Minge bei Dynamo? Entscheidung soll bald fallen

Dresden - Die Erfolge von Ralf Minge bei Dynamo aufzuzählen, hieße Eulen nach Athen tragen. Damit sind nicht die als Kicker gemeint, nein. Auch die sind unbestritten. Doch was der 59-Jährige seit 2014 als Sportgeschäftsführer geleistet hat, begreifen viele sicher erst, wenn er nicht mehr in dieser Funktion tätig sein sollte. Und das könnte bald sein.

Sah im Camp in Mijas zufrieden aus und machte einen entschlossenen Eindruck: Dynamo-Sportgeschäftsführer Ralf Minge.
Sah im Camp in Mijas zufrieden aus und machte einen entschlossenen Eindruck: Dynamo-Sportgeschäftsführer Ralf Minge.  © Lutz Hentschel

Bis Juni läuft sein Vertrag. Im Februar will er sich zusammen mit dem Aufsichtsrat entscheiden, wie es mit ihm weiter geht. Wer ihn im November und Dezember sah, der erkannte einen aschfahlen Mann, dem die Situation naheging.

Nicht nur Letzter, sondern abgeschlagen Letzter. Auch durch ein, zwei Fehler seinerseits. Die hat er längst zugegeben.

Nun kam das Camp in Mijas. Ralf Minge kam zwar erst als die Tage in Spanien fast vorbei waren, aber er fehlte ja auch aus gutem Grund. Es gab viel Arbeit zu erledigen. Die hat er getan, er hat korrigiert.

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Mit Josef Husbauer ist ihm ein ganz großer Fang gelungen. Aber nicht nur deshalb wirkte er aufgeräumter. Es war nicht so, dass er dauerlachend durch Spanien lief, aber er wirkte zufriedener, hoffnungsvoller.

Kurzum: In Dezember hätte jeder gesagt, er verlängert seinen Vertrag im Juni nicht. Jetzt sieht vieles anders aus - rein vom Gefühl her.

Ralf Minge würde gern bei Dynamo Dresden bleiben

Der skeptische Zukunftsblick soll in allen Bereichen weichen: Geschäftsführer Michael Born, Aufsichtsrat "Dixie" Dörner und Sport-Geschäftsführer Ralf Minge beim Testspiel in Marbella gegen Jeonbuk.
Der skeptische Zukunftsblick soll in allen Bereichen weichen: Geschäftsführer Michael Born, Aufsichtsrat "Dixie" Dörner und Sport-Geschäftsführer Ralf Minge beim Testspiel in Marbella gegen Jeonbuk.  © Lutz Hentschel

Im Februar fällt die Entscheidung, das erklärte er in Mijas, und sie ist offen. "Ich bin nicht das Maß der Dinge und ich bin weit davon entfernt. Letztendlich läuft es doch auf zwei Sachen hinaus. Es darf auf beiden Seiten keine Zweifel geben.“

Nur wenn ihm alle das Vertrauen schenken, und er selbst davon überzeugt ist, wird er auch am 1. Juli noch Sportgeschäftsführer sein.

"Wir haben im Dezember schon gesprochen. Man muss ganz klar sagen, dass es in der Situation überhaupt keine Tabus gibt. Mit dem Aufsichtsratschef und dem Stellvertreter haben wir das Thema analysiert, gefragt: Was ist jetzt für den Verein gut? Nicht für die Person oder die Person, sondern: Was hilft dem Verein?", so Minge, der nicht sich in den Vordergrund stellt, sondern die SGD.

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Für ihn zählt das Hier und Jetzt. Nicht irgendwas, was später mal kommt. "Das können wir im Moment erst mal beiseiteschieben. Es ist hier kein Wunschkonzert." Wenn es eins wäre, Minge würde bleiben.

Dynamo ohne ihn? Komische Vorstellung.

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