Dynamo reicht Führung gegen den FC Bayern II nicht zum Heimsieg!

Dresden - Leistungsgerecht! Teil zwei der Revanche-Woche ging nicht ganz auf. Dynamo Dresden trennte sich vom FC Bayern München II 1:1 (1:0). Das Ergebnis ging so in Ordnung. Christoph Daferner (9.) brachte die SGD mit seinem neunten Saisontor mit 1:0 in Führung, Maximilian Welzmüller (68.) glich aus.

Er zeigt sich weiter treffsicher: Stürmer Christoph Daferner (3.v.l.) köpft zur frühen 1:0-Führung für Dynamo ein.
Er zeigt sich weiter treffsicher: Stürmer Christoph Daferner (3.v.l.) köpft zur frühen 1:0-Führung für Dynamo ein.  © Lutz Hentschel

Die erste kleine Überraschung gab es bei der Aufstellung. Sebastian Mai saß wieder. Diesmal nicht seine Sperre ab, sondern auf der Bank. Dynamo-Coach Markus Kauczinski ließ seine Dreierkette wie zuletzt.

Er brachte aber Niklas Kreuzer und Philipp Hosiner zurück in die Startelf. Ransford Königsdörffer und Pascal Sohm durften neben ihrem Kapitän Platz nehmen.

Bayern-Keeper Lukas Schneller hatte einen Fehler gemacht. Er lief mit einem lila Trikot auf. Für Dresden ist die Farbe freilich wie ein rotes Tuch. Das musste bekämpft werden. Und das taten die Dynamos.

Der Torero hieß Daferner. Nach einem flotten Start schritt Paul Will zur Ecke. Daferner flog in den Ball, setzte sich gegen zwei Verteidiger durch und köpfte Schneller die Kugel um die Ohren - 1:0 (9.).

Übrigens: Zum dritten Mal in Folge servierte Will mit einer Ecke das 1:0. Kann man so machen.

Doch die Führung stand stets auf wackligen Füßen. Das lag nicht an Dresdner Unzulänglichkeiten, sondern am Können der Münchner. Die hatten immer gute Ideen und vor allem flinke Füße. Das war schon ein Schmeckerchen, den Jungs zuzuschauen. Aber mit der Grobmotorik eines Hufschmieds schaffst du es halt auch nicht zu den Bayern. Die Schwarz-Gelben mussten alles aufbieten, um dagegenzuhalten. Stark gegen den Ball arbeiteten alle, zwei stachen aber heraus: Will und Leroy Kwadwo.

Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und dem FC Bayern München II

Dynamo um Niklas Kreuzer (r.) konnte die Führung gegen den FC Bayern II um Remy Vita nicht über die Zeit bringen.
Dynamo um Niklas Kreuzer (r.) konnte die Führung gegen den FC Bayern II um Remy Vita nicht über die Zeit bringen.  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresden rennt am Ende an, kann die Chancen aber nicht nutzen

Bayerns Führungsspieler Maximilian Welzmüller (r.) schlenzt diesen Freistoß an der Mauer vorbei zum 1:1 ins Netz.
Bayerns Führungsspieler Maximilian Welzmüller (r.) schlenzt diesen Freistoß an der Mauer vorbei zum 1:1 ins Netz.  © Lutz Hentschel

Mit Start in Durchgang zwei übernahm der Gast erstmal komplett das Feld, kombinierte sich gut durch.

Aber am Sechzehner war dann Feierabend. Dresden brauchte gut zehn Minuten, um sich wieder reinzuwühlen in die Partie, hatte dann aber nach einem Fangfehler von Lila-Keeper Schneller die große Chance aufs 2:0. Doch Heinz Mörschel (59.) zimmerte ihm die Kugel aus acht Metern genau vor den Latz.

Wäre wichtig gewesen, denn Kreuzer konnte wenig später Torben Rhein nur per Foul stoppen. Den Freistoß aus 20 Metern schoss Maximilian Welzmüller ins Torwarteck. Kevin Broll spekulierte, machte einen Schritt in die falsche Richtung und sah daher nicht gut aus - 1:1 (68.).

Der Dynamo-Keeper ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen, parierte drei Minuten danach einen Schuss von Lenn Jastremski aus elf Metern prächtig.

Als Dynamo das Spiel fast aus den Händen flutschte, ruckte die Truppe noch einmal an, wollte die Partie gewinnen.

Erst lenkte Schneller einen Kreuzer-Kracher (85.) an den Pfosten, dann traf Kevin Ehlers (87.), stand aber einen Tick im Abseits. Als Schneller Sekunden später Tim Knipping aus dem Strafraum faustete, warteten alle auf den Pfiff, der kam aber diesmal nicht.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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