Dynamo im Stile eines Spitzenreiters! SGD haut Verl weg

Dresden - Ein Elfmeterpfiff für Verl brachte den Sieg für Dynamo Dresden! Die SGD führte zur Pause unverdient durch ein Tor von Julius Kade (43.), doch ein unberechtigter Handelfer (55.) führte zum Ausgleich, danach drehten die Schwarz-Gelben auf.

Patrick Weihrauch bejubelt sein Tor zum 2:1 für Dynamo.
Patrick Weihrauch bejubelt sein Tor zum 2:1 für Dynamo.  © Lutz Hentschel

Patrick Weihrauch (69.), Ransford Königsdörffer (75.) und nochmals Kade (79.) sorgten innerhalb von zehn Minuten für den Dreier! Erst schwach, dann stark!

Markus Kauczinski tauschte dreimal gegenüber dem 3:1 in Halle. Christoph Daferner, Marvin Stefaniak und Ransford Königsdörffer bekamen eine Pause. Dafür spielten Philipp Hosiner, Patrick Weihrauch und Agyemang Diawusie.

Wären Zuschauer im Stadion gewesen, die hätten sich verwundert die Augen gerieben. Hier spielte nur Verl, Dresden bekam keinen Fuß auf den neuen Rasen.

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Die Ostwestfalen ließen in einer erstaunlichen Selbstverständlichkeit Ball und Gegner laufen. Ballsicher, zweikampfstark und mit Übersicht. Selten hat ein Gegner Dynamo im eigenen Stadion so beherrscht.

Die Schwarz-Gelben kamen kaum gezielt über die Mittellinie. Davor hatte der Gast das Leder schon wieder zurück. Glück war für Dresden, dass sich der SC direkt vor dem Tor zu sehr in sich selbst verliebte.

Dennoch hatten die Gäste Chancen, die zwei besten durch Aygün Yildirim (3.) und Kasim Rabihic (32.) jeweils aus acht Metern, beide Male parierte Kevin Broll prächtig - bester Dresdner bis dahin. Als es auf die Pause zuging, stand es 6:0 nach Schüssen für Verl.

Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und dem SC Verl

Patrick Weihrauch, Ransford Königsdörffer und Julius Kade schießen Dynamo Dresden zum Sieg!

Doppelpack! Julius Kade (r.) durfte gegen den SC Verl gleich zwei eigene Tore feiern.
Doppelpack! Julius Kade (r.) durfte gegen den SC Verl gleich zwei eigene Tore feiern.  © Lutz Hentschel

Und dann passierte das, was in so einem Fall so häufig passiert: Der Gastgeber ging mit seiner ersten Aktion in Führung.

Ein Schuss von Yannick Stark wurde geblockt, Pascal Sohm flankte in den Strafraum, Julius Kade (43.) hob ab und zimmerte die Kugel per Seitfallzieher in den Winkel - ein Traumtor, so schön, so schön überraschend!

Verl glich nach der Pause verdient aus - mit einem Handelfmeter durch Zlatko Janjic (55.). Es war eine krasse Fehlentscheidung von Patrick Hanselbauer. Weihrauch bekam den Schuss von Rahibic nicht an die Hand, sondern an die Hüfte.

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Aber dieses Gegentor stachelte Dynamo an, brachte die SGD in die Spur. Von da an war es um die Gäste geschehen.

Auch, weil Kauczinski den Sieg einwechselte, er brachte Daferner für Sohm und Königsdörffer für Diawusie. Beide legten sofort los. Nun war Zug drin. Nach einem weiten Ball von Meier war Daferner auf und davon. Er vernaschte Daniel Mikic und zog ab. Robin Brüseke parierte, Philipp Hosiner legte den Abpraller auf Weihrauch (68.), der einschob - 2:1!

Und wenn es läuft, dann läuft's! Nun spielte Dresden fein auf. Stark schickte Weihrauch, der hob den Kopf, bediente Königsdörffer - 3:1 (75.). Dynamo zelebrierte jetzt Fußball. Hosiner bediente Kade (78.) nach einem tollen Angriff mustergültig. Der Mann mit der 20 nahm den Ball und hämmerte ihn aus 16 Metern ins Netz - Doppelpack und die Entscheidung: 4:1.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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