Dynamos Mai fordert: "Müssen konstanter und reifer werden"

Dresden - Vielleicht hat ihn die Auslosung am Sonntag zur 2. Runde im DFB-Pokal wieder etwas milde gestimmt. Dynamo-Kapitän Sebastian Mai trifft kurz vor Weihnachten auf Bruder Lukas und seinen SV Darmstadt 98. Tags zuvor nach dem Schlusspfiff und dem verdienten 1:2 in Saarbrücken war der Bär von Mann nicht bei bester Laune.

Der Dynamo-Kapitän als Einpeitscher: Sebastian Mai (M.) machte vor der Partie in Saarbrücken klare Ansagen an die Mannschaft. Am Ende blieben die Schwarz-Gelben mal wieder deutlich unter ihren Möglichkeiten.
Der Dynamo-Kapitän als Einpeitscher: Sebastian Mai (M.) machte vor der Partie in Saarbrücken klare Ansagen an die Mannschaft. Am Ende blieben die Schwarz-Gelben mal wieder deutlich unter ihren Möglichkeiten.  © imago images/Steffen Kuttner

Es war die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen. Jede für sich genommen hat seine Gründe, nie lief es wirklich für Dynamo. Das Spielglück war nicht auf Seiten der Schwarz-Gelben. 

Gegen Zwickau war es die schwere Verletzung von Chris Löwe, die hemmte. In Ingolstadt der frühe Platzverweis von Max Kulke samt Elfmeter-Gegentor. In Saarbrücken war es der Last-Second-Treffer. Alle drei Spiele hätten anders laufen können, wenn... "Wenn 'Agy' das Tor macht, geht das Spiel anders aus", ärgerte sich Mai nach der Partie. Hat er nicht. Und: Konjunktiv gibt es im Fußball nicht. Und so bleibt der Ist-Zustand.

In der Gesamtheit sieht es derzeit nicht rosig aus, weil die Kauczinski-Truppe nicht gut genug ist. Die Ausschläge nach oben und unten sind zu gravierend. Das weiß auch Mai: "Es darf einfach nicht so schwankend sein, da muss mehr Konsequenz in unser Spiel", sagte er gleich nach dem Abpfiff und ergänzte: "Wir müssen ein gutes Spiel mitnehmen, es muss Früchte tragen, auch für die nächsten Spiele. Es muss einfach reifer werden."

Und zwar in allen Belangen, hinten wie vorn. Er darf sich da selbst nicht ausnehmen. Auch seine Leistung war nicht bei 100 Prozent. Da ein Stellungsfehler zu viel, da nicht nah genug am Mann, da ein langer Ball zu viel. 

Aber das weiß er selbst.

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Es ist schon mal nicht verkehrt, dass der 26-Jährige nichts beschönigt und Klartext spricht, vor allem wenn er an die offensiven Bemühungen seiner Truppe in Saarbrücken denkt. Die waren nämlich so gut wie nicht vorhanden - mal vom 1:0 abgesehen. 

"Wir haben ein paar Chancen, spielen es aber nicht konsequent zu Ende. Wenn wir außen sind, drei Mann im Strafraum, dann flanken wir nicht rein. Dann treffen wir noch falsche Entscheidungen. Das müssen wir schleunigst ändern."

Am besten schon gegen 1860 München und in Rostock, sonst ist der Zug erst einmal abgefahren. 

An die ersten beiden Plätze sollte ohnehin gerade keiner einen Gedanken verschwenden, sondern sich eher Mais Worte annehmen: Konstanter und reifer werden. 

Titelfoto: imago images/Steffen Kuttner

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