Dynamo setzt neue Maßstäbe! Kartenvorverkauf läuft auf Hochtouren

Dresden - Der Kartenvorverkauf für das DFB-Pokalspiel zwischen Dynamo und dem Hamburger SV (Montag, 18.30 Uhr) ist in vollem Gange, am heutigen Donnerstag startet die 2. Verkaufsphase. Mehr als 10.000 Zuschauer werden die Partie sehen - an keinem anderen der 31 weiteren Pokal-Standorte wird es so voll sein. Dresden setzt Maßstäbe, auf die Stadt wird ganz Deutschland schauen.

Am Kassenbereich des Harbig-Stadions bildete sich Mittwochvormittag eine lange Schlange.
Am Kassenbereich des Harbig-Stadions bildete sich Mittwochvormittag eine lange Schlange.  © Lutz Hentschel

In gebührendem Corona-Abstand von 1,50 Meter standen am Mittwoch pünktlich 10 Uhr etwa 60 Dynamo-Mitglieder an, um sich ihre Tickets zu sichern. Den ganzen Tag über änderte sich die Schlange an den Ticketschaltern nicht groß. Die meisten buchten online.

Dresden, eigentlich der ganze Osten, ist in einer Vorreiterrolle. Eine fünfstellige Anzahl bei Dynamo, 5000 bei den Partien in Chemnitz und Magdeburg, 7500 in Rostock. 

Im Süden der Republik schauen sie in die Röhre: 0 Fans dürfen bei den bayerischen Vereinen Ingolstadt, Würzburg, Nürnberg und 1860 München dabei sein. Ein Flickenteppich also.

Dabei war Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Becker im Camp in Heilbad Heiligenstadt noch der Meinung, dass es dazu nicht kommen wird. Er bevorzugte damals eine deutschlandweit einheitliche Regelung. 

Er meinte damit zwar nicht unbedingt den DFB-Pokal, sondern die Meisterschaft, aber der Kern bleibt gleich.

Becker: "Es wird nicht funktionieren, dass es unterschiedliche Regelungen gibt!"

Mit einem Campingstuhl ausgerüstet wartete Frank Wagenknecht (63) seit 7 Uhr als Erster an Kasse 1.
Mit einem Campingstuhl ausgerüstet wartete Frank Wagenknecht (63) seit 7 Uhr als Erster an Kasse 1.  © Lutz Hentschel

"Um den Wettbewerb so fair wie möglich zu machen, wird nicht funktionieren, dass es unterschiedliche Regelungen gibt. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass der eine Verein 8000 Leute ins Stadion lassen darf und der andere Verein spielt ein halbes Jahr ohne Zuschauer", sagte er vor knapp drei Wochen.

"Was die Fallzahlen in Sachsen betrifft, kann man bei uns zwar Dinge möglich machen, die anderswo nicht möglich sind. Die Umsetzung werden wir aber nur gemeinsam hinbekommen. Eine einheitliche Lösung ist für mich das einzig Realistische, das politisch umsetzbar ist", so Becker damals.

Es kam anders. Dem Förderalismus in unserem Lande sei Dank, wird nun genau das passieren. Das wird auch in der Meisterschaft vorerst so sein. 

Stand jetzt dürfen das Auftaktspiel der 3. Liga am 18. September zwischen Kaiserslautern und Dresden 350 Fans besuchen, zum Heimspielauftakt der Dynamos gegen Mannheim werden es wohl wieder über 10.000 sein - wenn das Infektionsgeschehen es zulässt. 

Da sind sie! Frank Wagenknecht zeigt stolz seine drei Karten fürs Pokalspiel gegen den HSV.
Da sind sie! Frank Wagenknecht zeigt stolz seine drei Karten fürs Pokalspiel gegen den HSV.  © Lutz Hentschel

Dresden darf das keiner anlasten. Es ist Sache der Politik eines jeden Bundeslandes. Für die SGD heißt es nach vielen Ungereimtheiten im Mai und Juni: Einfach mal Glück gehabt!

Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel

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