Dynamo setzt sich von Aue ab, Bundesliga-Knaller BVB gegen Bayern begeistert!

Deutschland - Packendes Fußballwochenende! Alle Fans von Dynamo Dresden dürften nach dem 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC erleichtert gewesen sein. Denn dadurch setzten sich die Schwarz-Gelben in der Tabelle vom FC Erzgebirge Aue ab.

Diskussionen beim FC Erzgebirge: Aue hatte gegen den SV Werder Bremen keine Chance.
Diskussionen beim FC Erzgebirge: Aue hatte gegen den SV Werder Bremen keine Chance.  © picture point/Sven Sonntag

Fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf den Sechzehnten und damit auf den Abstiegsrelegationsplatz.

Mit 19 Zählern aus 16 Spielen steht die SGD im Mittelfeld, punktgleich mit Fortuna Düsseldorf und dem FC Hansa Rostock, könnte mit einem weiteren Dreier am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) im Sachsenderby bei den Veilchen sogar auf Rang zehn springen, wenn alles glattläuft.

Das dürfte eine schwere Aufgabe werden, schließlich wird Aue hier vermutlich ein anderes Gesicht zeigen, als noch beim 0:4 beim SV Werder Bremen. Der FCE wurde von den Grün-Weißen überrumpelt, weil sie viel griffiger und effektiver agierten, als noch in den Wochen zuvor.

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Unter ihrem neuen Coach Ole Werner (33) ist offenbar die Freude am Fußball zurückgekehrt. Werder ließ Aue keine Chance und spielte sich phasenweise sogar in einen Rausch. So kann man diese Niederlage als erwartbar abhaken, andererseits stimmt der jüngste Trend bedenklich.

Schließlich verlor der FC Erzgebirge seine zurückliegenden zwei Begegnungen bei einem Torverhältnis von 1:6. So steht die Truppe von Teamchef Marc Hensel (35) und Interimstrainer Pavel Dotchev (56) gegen Dresden gehörig unter Druck. Sollte die SGD in Aue gewinnen, läge sie acht Punkte vor den Veilchen. Das will man unbedingt verhindern!

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal vor dem direkten Duell im Sachsenderby unter anderem mit der sportlichen Lage beim FC Erzgebirge Aue und bei Dynamo Dresden.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal vor dem direkten Duell im Sachsenderby unter anderem mit der sportlichen Lage beim FC Erzgebirge Aue und bei Dynamo Dresden.  © Picture Point/Sven Sonntag/Lutz Hentschel

Dynamo Dresden könnte sich mit zwei Siegen eine hervorragende Ausgangslage erarbeiten

Ransford-Yeboah Königsdörffer (20) erzielte für Dynamo Dresden seine ersten beiden Zweitliga-Tore. Möglicherweise ist seine Treffer-Blockade damit endlich gelöst.
Ransford-Yeboah Königsdörffer (20) erzielte für Dynamo Dresden seine ersten beiden Zweitliga-Tore. Möglicherweise ist seine Treffer-Blockade damit endlich gelöst.  © Lutz Hentschel

Dynamo kann hingegen relativ befreit aufspielen, weil sich die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt (53) durch den Erfolg gegen den KSC die dringend benötigte Luft verschaffte und nun nachlegen kann.

Genau das sollte der nächste Entwicklungsschritt sein: Mehrere Duelle in Folge für sich zu entscheiden. Unmöglich ist das nicht. Im Gegenteil.

Wenn die Dresdner in den verbleibenden zwei Partien so auftreten, wie gegen Karlsruhe im zweiten Durchgang, hat man beste Chancen, in Aue und auch gegen den FC Ingolstadt 04 zu gewinnen.

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Ob die leistungsschwankende Mannschaft so konstant auftreten kann, bleibt allerdings abzuwarten. Klar ist: Zwei Siege gegen die beiden Abstiegskandidaten würden für ein ruhiges Weihnachtsfest bei allen Fans und Verantwortlichen sorgen.

Dann hätte man aus 18 Begegnungen gute 25 Punkte geholt und den Vorsprung auf direkte Konkurrenten vermutlich deutlich vergrößert. Mit einem Ransford-Yeboah Königsdörffer (20) ohne Barriere im Kopf und dem arbeitenden Torjäger Christoph Daferner (23) ist der SGD jedenfalls immer der entscheidende Treffer zuzutrauen.

Wenn dann noch Kevin Ehlers (20) neben Michael Sollbauer (31) in die Innenverteidigung zurückkehrt, steht Dynamo auch defensiv stabiler. Eine vielversprechende Ausgangslage vor den letzten beiden Spielen in diesem Jahr.

Borussia Dortmund darf man trotz der Spitzenspiel-Niederlage gegen den FC Bayern nicht abschreiben

Borussia Dortmund und der FC Bayern München machten großartige Werbung für den deutschen Fußball, auch wenn einige Schiedsrichter-Entscheidungen für erhitzte Diskussionen sorgten.
Borussia Dortmund und der FC Bayern München machten großartige Werbung für den deutschen Fußball, auch wenn einige Schiedsrichter-Entscheidungen für erhitzte Diskussionen sorgten.  © dpa/Bernd Thissen

Auf einem ganz anderen Level war das Gipfeltreffen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München einzuordnen, das der Deutsche Rekordmeister knapp mit 3:2 für sich entschied und damit erstmal (wieder) unangefochten an der Spitze thront.

Trotzdem darf man den BVB nach dieser starken Leistung nicht abschreiben. Beide Teams schenkten sich nichts, demonstrierten ihre individuelle Klasse, Kombinationsfreude und spielten herzerfrischenden Offensivfußball auf höchstem Niveau.

Dabei wurde ausgerechnet Borussen-Abwehrchef Mats Hummels (32) zur tragischen Figur, weil der Ex-Bayern-Star an allen drei Gegentreffern beteiligt war. Dennoch ist der Mannschaft von Coach Marco Rose (45) zuzutrauen, dass sie an den Münchnern dranbleibt.

Zwar ist der Kader weiterhin nicht perfekt ausgewogen (Mittelsturm, Innenverteidigung), doch sollten endlich mal alle Leistungsträger fit bleiben, kann Dortmund den Bayern auch auf lange Sicht durchaus gefährlich werden.

Dennoch ist die Truppe von Coach Julian Nagelsmann (34) weiterhin der Favorit im Meisterschaftsrennen. Sollte sie stolpern, muss der BVB allerdings da sein und den Druck erhöhen.

Titelfoto: Picture Point/Sven Sonntag/Lutz Hentschel

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