Dynamo-Sieg wohl zu wenig! Dresden fast abgestiegen, Rot-Drama um Löwe

Sandhausen - Der Abstieg ist praktisch besiegelt! Trotz eines hat erkämpften 1:0 (0:0)-Sieges gegen den SV Sandhausen muss Dynamo Dresden nach vier Jahren wieder runter in die 3. Liga, weil der Karlsruher SC gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld aus einem 0:3 ein 3:3 machte.

Dresdens Marco Hartmann (l.) und Sandhausens Julius Biada kämpfen um den Ball.
Dresdens Marco Hartmann (l.) und Sandhausens Julius Biada kämpfen um den Ball.  © Uwe Anspach/dpa

Dieser Punkt reichte dem KSC, um die Dresdner vor dem letzten Spieltag in Schach zu halten. Er hat drei Punkte und 14 Tore Vorsprung auf die SGD. Das geht nicht an einem Spieltag. 

Einfach bitter, bitter, bitter!

Dresden startete mit vier Wechseln im Vergleich zum 0:2 in Kiel. Erstmals seit acht Monaten spielte Marco Hartmann wieder von Beginn an. Er sollte für Stabilität im Mittelfeld sorgen. Das klappte nach anfänglichen Schwierigkeiten gut.

Dynamo brauchte seine Zeit, um ins Spiel zu finden. Zwar stand das Team defensiv sehr solide, doch ein Spielaufbau fand so gut wie gar nicht statt. 

Das Leder wurde zu selten behauptet, so kam kein Fluss ins Spiel. Sandhausen wartete auf die Ballverluste, kam aber auch kaum zielstrebig vor das Tor. Am gefährlichsten wurde es nach einem Eckball. Ex-Dynamo Tim Kister (19.) stieg hoch, Chris Löwe klärte artistisch auf der Linie.

Erst so nach einer halben Stunde konnten die Schwarz-Gelben Druck aufbauen und die Gäste in deren eigener Hälfte binden. Aber die SGD zeigte halt auch wieder, was schon zuletzt sehr auffällig war: Sie wurden trotz aller Bemühungen und einige aussichtsreicher Aktionen nicht zwingend. 

Dynamo Dresden trotz Siegtor in der 90. Minute von Marco Hartmann am Boden

Dresdens Chris Löwe verlässt nach der roten Karte das Spielfeld.
Dresdens Chris Löwe verlässt nach der roten Karte das Spielfeld.  © Uwe Anspach/dpa

Martin Fraisl im SVS-Tor hatte nichts zu tun. Nur als Simon Makienok (38.) im Strafraum den Ball mit dem Rücken zum Tor annahm und sich um Kister drehte, ging ein kurzes Raunen durchs Rund. Kister lenkte die Kugel mit dem Bein über die Latte. 

Zur Pause stand fest: Dynamo musste deutlich mehr ins Risiko gehen. Die Situation nach 65 Minuten: Karlsruhe lag 1:3 gegen Bielefeld hinten, Darmstadt glich gegen Wiesbaden zum 1:1 aus. Ein Tor fehlte! Dresden ging in die Vollen. 

Alle, die es für Schwarz-Gelb auf der Tribüne hielten, peitschten die Truppe nach vorn. Der Sturmlauf wurde auch nicht gebremst, als Enrique Pena Zauner hart in Chris Löwe einstieg und dieser sich mit einer Tätlichkeit revanchierte. Löwe (72.) sah Rot, der Sandhäuser Gelb. 

Inzwischen lag Wiesbaden 1:2 zurück. Alles lief für Dynamo. Es fehlte ein Tor! Noch zehn Minuten. 

Die SGD investierte alles, ging ein unglaubliches Tempo. 

Und dann schlug Kevin Broll einen Freistoß in den Strafraum, Simon Makienok legte ab, über Patrick Ebert und Jannis Nikolaou kam die Kugel zu Hartmann, der staubte ab - 1:0 (89.). Jaaa! Hoffnung? Nein. Der KSC machte aus einem 0:3 in eben jener 90. Minute ein 3:3. Damit steigt Dresden ab.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0