4:0! Dynamo jubelt über den Aufstieg in die 2. Bundesliga

Dresden - Ja, jaaa, jaaaaa! Nach 2004, 2011 und 2016 geht auch 2021 als Aufstiegsjahr in die Geschichtsbücher ein! Dynamo ist wieder Zweitligist! Nach einem atemberaubenden Endspurt unter Trainer Alexander Schmidt steht Dresden einen Spieltag vor Schluss als Aufsteiger fest.

Hoch das Bein! Artistisch erkämpft sich Christoph Daferner (rechts) den Ball. Der Dresdner besorgte das Führungstor.
Hoch das Bein! Artistisch erkämpft sich Christoph Daferner (rechts) den Ball. Der Dresdner besorgte das Führungstor.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die SGD besiegte Türkgücü München locker mit 4:0 (2:0). Christoph Daferner (15.), Ransford Königsdörffer (27.), Heinz Mörschel (62.) und Panagiotis Vlachodimos (90.) schossen die Schwarz-Gelben nach nur einem Jahr zurück ins Unterhaus! Verdient! Die Fans feierten im benachbarten Großen Garten.

Das Stadiongelände war stärker abgeriegelt als Fort Knox. In die Nähe kam keiner auch nur im Ansatz! Ließen sie es eben im Großen Garten krachen! Die Nervosität war anfangs greifbar. Auf dem Rasen, auf der Bank, auf den Traversen. Die einzigen, die ruhig agierten, waren die Gäste.

Die spielten im Schmidt-System, pressten hoch, störten den Spielaufbau der Dresdner und ließen das Bällchen laufen. Die Dynamos hatten wacklige Füße. Bis ihnen Yiyoung Park half: Der Südkoreaner köpfte aus dem Halbfeld den Ball zu seinem Keeper Rene Vollath zurück - aber viel zu kurz.

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Daferner spritzte dazwischen und hob die Kugel über den Hüter hinweg - 1:0 (15.).

Die Freudenböller und -schreie folgten verzögert aus dem Großen Garten. "Nie mehr 3. Liga", schallte es schon zu diesem Zeitpunkt. Zwölf Minuten später wiederholte sich das alles: Mörschel schlug fast vom eigenen Strafraum den Ball nach vorn. Münchens Alexander Sorge hatte fünf, sechs Meter Vorsprung auf Königsdörffer.

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Geballte Freude nach dem 2:0 von Ransford Yeboah Königsdörffer (links). Auch Julius Kade lässt den Emotionen freien Lauf.
Geballte Freude nach dem 2:0 von Ransford Yeboah Königsdörffer (links). Auch Julius Kade lässt den Emotionen freien Lauf.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Doch "Ransi" schaltete in den 7. Gang, holte Sorge ein, ließ ihn noch einmal gekonnt aussteigen und schob aus 15 Metern ein - 2:0 (27.). Sehenswert! Der Große Garten tanzte bereits zur Pause ausgelassen!

Mit Beginn des zweiten Durchgangs kamen Niklas Kreuzer und Panagiotis Vlachodimos für "Agy" Diawusie sowie Jonathan Meier.

Das Ziel der Schwarz-Gelben war klar: Den Zwei-Tore-Vorsprung halten und am besten noch einen dritten Treffer zu erzielen, um den Deckel draufzumachen, denn: Die Gegenwehr von Türkgücü war noch nicht gebrochen, die Münchner gingen in die Zweikämpfe, als ginge es für sie um alles. Da war gar nix mit Herschenken. Die große Chance zum 3:0 hatte Daferner (58.).

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Der eben für Königsdörffer eingewechselte Philipp Hosiner servierte perfekt, Daferner geriet zu sehr in Rücklage und schaufelte die Kugel frei vorm Tor drüber.

Vier Minuten später war dann alles klar: Kreuzer ruckte an, spielte zu Hosiner, der mit Hacke klasse den Ball Mörschel in den Lauf legte und der sagte frei vor Vollath danke - 3:0 (62.). Ab da krachte und zischte es von Außerhalb des Stadions nur noch - die Freude der Anhänger. Das schallte schön im leeren Stadionrund. Silvester am 16. Mai!

Auf dem Platz brannte es bei Aaron Berzel, nämlich die Sicherung. Nach einem groben Foul an Yannick Stark sah er Gelb-Rot. Der Rest war dann Schaulaufen in die 2. Liga! Vlachodimos (90.) geiler Schlenzer zum 4:0 mit dem Schlusspfiff leitete die Siegesfeier ein.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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