Dynamo und Aue kampfstark, Rostock obenauf, Schalke und Magdeburg am Boden!

Deutschland - Was für ein interessantes Fußball-Wochenende in den drei deutschen Profiligen! Es ging heiß her. In dieser Kolumne stehen diesmal fünf Vereine besonders im Fokus.

Der FC Hansa Rostock ist Dynamo Dresden eng auf den Fersen und liegt als Dritter nur drei Zähler hinter der SGD.
Der FC Hansa Rostock ist Dynamo Dresden eng auf den Fersen und liegt als Dritter nur drei Zähler hinter der SGD.  © Picture Point / Gabor Krieg

Allen voran Dynamo Dresden. Die SGD nahm den Kampf auf dem Acker beim 1. FC Magdeburg an und gewann den Elb-Clasico dank Winter-Neuzugang Heinz Mörschel (23) verdient mit 1:0.

Damit hat die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski (50) die Tabellenführung in der 3. Liga weiter inne und hat deshalb gute Chancen, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen.

Wer so oft umstellen und die Ausfälle verschiedenster Leistungsträger verkraften muss, aber dennoch erfolgreich ist, bei dem stimmt es innerhalb des Teams. Gepaart mit der hohen individuellen Klasse sind das die besten Voraussetzungen für die Schwarz-Gelben, sich in ihrer engen Spielklasse weiter ganz oben zu behaupten.

Ähnlich gut läuft es bei Konkurrent FC Hansa Rostock. Die Kogge ist nach dem 3:2-Mentalitätssieg am Freitag gegen den starken Aufsteiger SC Verl starker Dritter und hat nur drei Zähler weniger als Dynamo auf dem Konto. Die Truppe von Trainer Jens Härtel (51) verfügt über ein gewachsenes Selbstverständnis, ist durch die vielen überdurchschnittlichen Drittliga-Akteure nur schwer auszurechnen, dadurch (endlich) torgefährlicher als noch in der Vergangenheit und steht defensiv gewohnt sicher.

Das sind ebenfalls sehr gute Voraussetzungen, um bis zum Ende der Saison voll im Aufstiegsrennen mitzumischen - sofern man Schwächephasen gut übersteht und diese nicht zu lange andauern.

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl (32) beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit dem Mega-Comeback des FC Erzgebirge Aue gegen den HSV und Dynamo Dresdens Derbysieg beim 1. FC Magdeburg.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl (32) beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit dem Mega-Comeback des FC Erzgebirge Aue gegen den HSV und Dynamo Dresdens Derbysieg beim 1. FC Magdeburg.  © PICTURE POINT / Sven Sonntag / Gabor Krieg

Thomas Hoßmang wackelt beim 1. FC Magdeburg, FC Erzgebirge Aue beweist gegen HSV große Moral

FCM-Coach Thomas Hoßmang (54) ist in Magdeburg weiter umstritten.
FCM-Coach Thomas Hoßmang (54) ist in Magdeburg weiter umstritten.  © Picture Point / Gabor Krieg

Ganz anders sieht es bei SGD-Gegner Magdeburg aus. Beim FCM wackelt nach der Derby-Pleite (mal wieder) Trainer Thomas Hoßmang (54), dem es in dieser Saison nicht gelungen ist, eine Siegesserie zu starten, weshalb der Traditionsverein aktuell Vorletzter ist.

Zwar hat man auf das rettende Ufer nur drei Zähler Rückstand, muss aber schleunigst zusehen, endlich dreifach zu punkten. Sonst droht ein Hauen und Stechen bis zum 38. Spieltag mit dem möglichen Super-GAU: Dem Abstieg in die Regionalliga Nordost!

Mit diesem nominell gut besetzten Kader, in dem viele Akteure wie Christian Beck (32) und Sören Bertram (29) aber außer Form sind, wäre das eine sportliche Katastrophe!

Wie man es anders bzw. richtig macht, zeigt eine Liga höher der FC Erzgebirge Aue. Die Veilchen lagen gegen einen stark aufgelegten Hamburger SV mit 1:3 zurück. Es sah nicht mehr danach aus, als würde sich der überlegene Zweitliga-Spitzenreiter den Auswärtssieg noch nehmen lassen - Pustekuchen! Der FCE bewies Kampfstärke, Moral und zeigte auch seine gewachsene individuelle Klasse.

Aue erkämpfte sich auf beeindruckende Art und Weise ein 3:3-Remis und ging als gefühlter Sieger aus dieser spektakulären Partie. Mit 29 Punkten aus 20 Spielen steht das Team von Coach Dirk Schuster (53) auf Rang acht und hat satte elf Zähler Vorsprung auf Platz 16! Wenn nicht noch alles schiefläuft, kann man im Erzgebirge schon die Planung für ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga verstärkt vorantreiben.

FC Schalke 04 kann den Bundesliga-Klassenerhalt aller Voraussicht nach vergessen!

Der FC Schalke 04 steht vor dem Absturz aus der 1. Bundesliga.
Der FC Schalke 04 steht vor dem Absturz aus der 1. Bundesliga.  © Jürgen Fromme / firosportphoto / Pool/ Picture Point

Das kann mittlerweile auch der FC Schalke 04. Nach der 0:3-Heimniederlage gegen RB Leipzig haben die Knappen neun Punkte Rückstand auf Platz 16.

Da S04 erst acht Zähler und einen Sieg aus 20 Partien geholt hat, erscheint es äußerst unwahrscheinlich, dass man eine so große Aufholjagd schaffen kann, die am Ende doch noch den Klassenerhalt zur Folge hat.

Trotz der vielen Verstärkungen fehlt der Mannschaft von Trainer Christian Gross (66) dafür nämlich das Selbstverständnis und auch die Qualität - gerade mental!

Denn diese Negativserie, die sich nun schon ein Jahr durch den Verein zieht, hat in Gelsenkirchen deutliche Spuren hinterlassen und nagt am Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Da hilft es bislang auch wenig, dass die Königsblauen griffiger wirken und die Grundtugenden abrufen. Für einen Erstligisten machen sie immer noch zu viele entscheidende Fehler, die von den Gegnern gnadenlos ausgenutzt werden.

So muss man sich langsam mit dem Gedanken anfreuden, dass Schalke in der kommenden Saison nur noch in der 2. Liga spielen wird und dann Gegner wie der SSV Jahn Regensburg oder SC Paderborn 07 statt der FC Bayern München oder Borussia Dortmund auf die Knappen warten...

Titelfoto: PICTURE POINT / Sven Sonntag / Gabor Krieg

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