Dynamo und Rostock halten Druck stand, Mainz muckt auf, Osnabrücks Krise hält an!

Deutschland - Ein ereignisreiches Fußball-Wochenende liegt hinter uns! In der Spitzengruppe der 3. Liga hielten Dynamo Dresden, der FC Hansa Rostock und auch der FC Ingolstadt 04 dem Druck stand und gewannen ihre Partien allesamt.

Nico Neidhart (26) schoss den FC Hansa Rostock gegen den SV Waldhof Mannheim zum 1:0-Heimsieg.
Nico Neidhart (26) schoss den FC Hansa Rostock gegen den SV Waldhof Mannheim zum 1:0-Heimsieg.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Dynamo bezwang den FSV Zwickau im Sachsenderby mehr als nur souverän mit 2:0, bewies trotz oder gerade wegen der vielen Ausfälle erneut mannschaftliche Geschlossenheit, defensive Stabilität, Kampfstärke, Geduld und offensiv Effektivität.

Zwar lief bei den Schwänen nicht alles rund, saß nicht jeder Pass, doch die SGD zeigt sich mental stark und thront deshalb völlig verdient an der Tabellenspitze. Und es sieht (zum Glück) nicht so aus, als würde sich das bald ändern.

Dafür wirkt die Mannschaft zu gefestigt und stimmen die Mechanismen zu sehr, weshalb sie sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt. 47 Punkte aus 23 Spielen sind eine exzellente Bilanz nach dem Umbruch im vergangenen Sommer!

Nur knapp hinter Dynamo liegt Ingolstadt. Der FCI tat sich gegen den 1. FC Kaiserslautern schwer, doch Eigengewächs Justin Butler (19) erlöste sein Team kurz vor Schluss und sorgte für den 1:0-Heimsieg der Schanzer, die weiterhin mit drei Zählern Rückstand Zweiter sind.

Wiederum nur zwei Punkte dahinter liegt die Hansa-Kogge, die dank des Gewaltschusses von Nico Neidhart den SV Waldhof Mannheim mit 1:0 niederrang und sehr gute Karten im Rennen um den Aufstieg hat. Denn Rostock steht wie Dynamo und der FCI defensiv sehr gut und entscheidet solche engen Partien dank gewachsener Kaltschnäuzigkeit im Angriff immer öfter für sich.

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl (32) beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit der Krise des VfL Osnabrück und der starken Saison von Dynamo Dresden.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl (32) beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit der Krise des VfL Osnabrück und der starken Saison von Dynamo Dresden.  © dpa/Guido Kirchner/PICTURE POINT/Gabor Krieg

Die Krise des VfL Osnabrück hält an: Veilchen mit acht Niederlagen in Folge

Die Talfahrt des VfL Osnabrück geht weiter: Gelingt den Veilchen noch die Trendwende?
Die Talfahrt des VfL Osnabrück geht weiter: Gelingt den Veilchen noch die Trendwende?  © dpa/Guido Kirchner

Ganz anders ist die Stimmungslage eine Spielklasse höher an der Bremer Brücke. Der VfL Osnabrück hat seine zurückliegenden acht Partien allesamt verloren und ist aus dem oberen Tabellendrittel der 2. Bundesliga bis auf Platz 15 abgestürzt.

Die Veilchen haben nach der 1:2-Heimpleite gegen den 1. FC Heidenheim nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Sechzehnten Eintracht Braunschweig, der den SSV Jahn Regensburg mit 2:0 besiegte. Es wird allerhöchste Zeit für eine Trendwende, ansonsten droht der Abstieg in die 3. Liga.

Doch wie soll der verhindert werden? Dem VfL fehlt aktuell erkennbar das Selbstvertrauen, weshalb enge Begegnungen regelmäßig verloren werden. Zudem ist Osnabrück vorne nicht (mehr) effizient genug und hinten in entscheidenden Szenen zu nachlässig, weil immer wieder die Gedankenschnelligkeit fehlt.

Auch wegen all dieser Schwächen wurde der bisherige Coach Marco Grote (48) am 15. Februar entlassen. Gegen Heidenheim saß Interimstrainer Florian Fulland (36) auf der Bank, konnte sein Team aber nicht in die Erfolgsspur zurückführen.

Ob ein neuer Übungsleiter dem Team neues Leben einhauchen kann?

1. FSV Mainz 05 mit neuem Spirit, VfL Wolfsburg punktet weiter konstant

Großer Jubel bei Siegtorschütze Kevin Stöger (27, l.) und Philipp Mwene (27): Der 1. FSV Mainz 05 gewann überraschend mit 2:1 bei Borussia Mönchengladbach.
Großer Jubel bei Siegtorschütze Kevin Stöger (27, l.) und Philipp Mwene (27): Der 1. FSV Mainz 05 gewann überraschend mit 2:1 bei Borussia Mönchengladbach.  © Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa
Ex-Dynamo-Jugendspieler Maximilian Arnold (26, r.) befindet sich in bestechender Form. Auch dank ihm steht der VfL Wolfsburg auf Rang drei, der die Champions-League-Qualifikation zur Folge hätte.
Ex-Dynamo-Jugendspieler Maximilian Arnold (26, r.) befindet sich in bestechender Form. Auch dank ihm steht der VfL Wolfsburg auf Rang drei, der die Champions-League-Qualifikation zur Folge hätte.  © Friso Gentsch/dpa

In der 1. Bundesliga sorgte der 1. FSV Mainz 05 für eine faustdicke Überraschung, nutzte die Unruhe bei Borussia Mönchengladbach rund um Trainer Marco Rose (44) aus und gewann mit 2:1 im Borussia-Park.

Damit hat der Karnevalsverein den Anschluss an die untere Tabellenregion wiederhergestellt und rückt Arminia Bielefeld und Hertha BSC bedrohlich nah auf die Pelle.

Unter Trainer Bo Svensson (41) hat die bei einigen längst abgeschriebene Mannschaft in die Erfolgsspur zurückgefunden, agiert nun als echte Einheit und hat von den vergangenen fünf Spielen lediglich eines verloren. Hält diese Serie an, steigt Mainz mit Sicherheit nicht ab und darf am Ende doch noch den Klassenerhalt feiern.

Den hat der VfL Wolfsburg bereits sicher. Die Wölfe gewannen am Freitagabend problemlos mit 3:0 in Bielefeld, haben nun 42 Zähler auf dem Konto und die magische 40-Punkte-Schallmauer durchbrochen. Doch die Ziele sind in der VW-Stadt ohnehin ganz andere.

Der VfL ist nach dem neuerlichen Sieg seit neun Spielen ungeschlagen und steht punktgleich, aber mit dem besseren Torverhältnis, vor Eintracht Frankfurt (2:1-Sieg gegen den FC Bayern München) auf Rang drei. Dank der überragenden Abwehr, des starken zentralen Mittelfelds, der wirbelnden Flügelspieler und Sturmtank Wout Weghorst (28) reden die Wölfe ein gehöriges Wörtchen im Kampf um die Champions-League-Plätze mit.

Titelfoto: dpa/Guido Kirchner/PICTURE POINT/Gabor Krieg

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