Dynamo verliert gegen Ingolstadt! Ex-Dresdner Kutschke entscheidet das Spiel

Ingolstadt - Zweite Niederlage in Folge! Dynamo verlor das Geisterspiel beim FC Ingolstadt mit 0:1 (0:1). Die Entscheidung fiel früh. Stefan Kutschke traf nach fünf Minuten vom Elfmeterpunkt für die Schanzer, die ab dieser Szene nach einem Platzverweis für Max Kulke in Überzahl spielten. Defensiv war es ordentlich, was die Schwarz-Gelben boten, vorn war es deutlich zu wenig.

Ausgerechnet der gebürtige Dresdner trifft gegen Dynamo! Stefan Kutschke (r.) verlädt SGD-Keeper Kevin Broll (2.v.l.) vom Elfmeterpunkt und erzielt das 1:0 für Ingolstadt.
Ausgerechnet der gebürtige Dresdner trifft gegen Dynamo! Stefan Kutschke (r.) verlädt SGD-Keeper Kevin Broll (2.v.l.) vom Elfmeterpunkt und erzielt das 1:0 für Ingolstadt.  © Picture Point / Gabor Krieg

Anfangsphasen bei Dynamo sind eins nicht: Langweilig. Wieder passierte sehr früh Entscheidendes. Dresden baute das Spiel hintenrum auf. 

SGD-Keeper Kevin Broll unterlief dabei ohne Not ein Katastrophen-Pass. Filip Bilbjia angelte sich das Leder, bediente im Strafraum Stefan Kutschke, der zu Boden ging und von Max Kulke getroffen wurde - Dr. Martin Thomsen gab Elfmeter und Rot für Kulke (4.). 

Der Elfer unstrittig, Rot fragwürdig, da der Dresdner versuchte, den Ball zu spielen. Damit ist es nach den 2017 neu aufgestellten Regeln Gelb und keine Notbremse. 

Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Becker sprach in der Pause beim Platzverweis von "einer klaren Fehlentscheidung". Es war übrigens der fünfte in den letzten sechsten Auswärtsspielen! Sei es drum: Kutschke verwandelte sicher - 1:0 für den FCI.

Das sorgte für überhitzte Gemüter. Fußball wurde leidlich gespielt, dafür war es rustikal und laut. Jedes Duell zwischen Sebastian Mai und Kutschke drohte zu eskalieren. 

Mannschaftsaufstellungen von Dynamo Dresden und dem FC Ingolstadt 04

Der Kapitän des FCI übernahm Verantwortung: Stefan Kutschke (3.v.l.) schoss Ingolstadt gegen Dynamo zum Sieg.
Der Kapitän des FCI übernahm Verantwortung: Stefan Kutschke (3.v.l.) schoss Ingolstadt gegen Dynamo zum Sieg.  © Picture Point / Gabor Krieg

Dynamo-Coach Markus Kauczinski platzt der Kragen

Zwei gebürtige Dresdner im direkten Duell: Stefan Kutschke (l.) läuft Dynamo-Kapitän Sebastian Mai an.
Zwei gebürtige Dresdner im direkten Duell: Stefan Kutschke (l.) läuft Dynamo-Kapitän Sebastian Mai an.  © Picture Point / Gabor Krieg

FCI-Trainer Tomas Oral, ohnehin nicht als der größte Sympath im deutschen Profi-Fußball bekannt, provozierte nur - vor allem die Dynamo-Spieler. 

Bis Markus Kauczinski der Kragen platzte: "Du kannst mit deinen Spielern reden wie du willst, aber nicht mit meinen." Er schnappte sich mit dem Pausenpfiff seinen Kollegen noch einmal und sagte ihm einige Takte.

Zum Fußball: Ingolstadt war in Überzahl überlegen, Dynamo versuchte erst einmal sicher zu stehen. Ransford Königsdörffer wurde zum rechten Verteidiger umgeschult, Philipp Hosiner spielte weiter zurückgezogen. Das ging zu Lasten der Vorwärtsbewegung.

So giftig Durchgang eins war, so wenig Feuer war zunächst nach dem Wiederanpfiff drin. Kauczinski brachte Christoph Daferner für Hosiner, entblößte deswegen aber nicht die Abwehr. 

Dresden ließ Ingolstadt spielen, verteidigte tief und ließ nichts zu. Aber: Den ersten Dynamo-Torschuss überhaupt gab Marvin Stefaniak erst nach 63 Minuten ab, verzog aber aus elf Metern. 

Das war bis hierher zu wenig im Angriff. Die SGD kam jetzt, machte es sich aber mit technischen Mängeln und etlichen Abspielfehlern das Leben selbst so verdammt schwer. Die Moral passte, Dresden versuchte alles, aber das Meiste war eben so ungenau. 

Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Marvin Stefaniak (79.) auf den Fuß. Seinen klasse getretenen Freistoß aus 22 Metern köpfte Marcel Gaus von der Linie.  

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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