Dynamo verliert Geheimtest gegen Pogon Stettin!

Dresden - Geheimtest verloren: Dynamo Dresden unterlag im Trainingszentrum mit 0:1 (0:0) gegen den polnischen Erstligisten Pogon Stettin - die erste Niederlage im vierten Spiel der Vorbereitung.

Dynamo um Heinz Mörschel (l.) unterlag Pogon Stettin um Kapitän Damian Dabrowski knapp.
Dynamo um Heinz Mörschel (l.) unterlag Pogon Stettin um Kapitän Damian Dabrowski knapp.  © Lutz Hentschel

Die Partie durfte aus Sicherheitsgründen im Vorfeld nicht angekündigt werden, fand daher auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt - mit zwei bemerkenswerten Fakten: Geleitet wurde die Partie von Daniel Siebert (Berlin), der bei der noch laufenden Euro drei Spiele pfeifen durfte.

Und: Die Dynamos traten in ihren gelben Trainingsshirts an, der Ausrüster hat wohl die Heimtrikots noch nicht geliefert. Da Stettin in Weiß auflief, konnten auch die Ausweichtrikots nicht angezogen werden.

Der SGD fehlte nach den Tagen im Camp etwas der Esprit, die Bewegungen wirkten schwerfällig, man kam nicht in die Vorwärtsbewegung.

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Dresden spielte mit der gewohnten Dreierkette, Stettin mit einer Viererkette. Trotzdem ähnelten sich Abläufe beim Anlaufen. In der Vorwärtsverteidigung waren beide präsent.

Auch der Dritte der polnischen ersten Liga - er spielt gegen den NK Osjiek (Kroatien) um die Quali zur Conference League - kam selten durch, hatte aber deutlich größeren Ballbesitz.

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Dynamo-Neuzugang Michael Sollbauer übernahm direkt Verantwortung und dirigierte seine Nebenleute lautstark.
Dynamo-Neuzugang Michael Sollbauer übernahm direkt Verantwortung und dirigierte seine Nebenleute lautstark.  © Lutz Hentschel

Das führte Mitte der ersten Hälfte zu einem kurzen Disput zwischen Chris Löwe und Yannick Stark. Danach passte die defensive Zuordnung wieder.

Dadurch gab es nur eine große Chance und die hatten die Polen. Eingeleitet und vereitelt wurde sie von Anton Mitryushkin. Der Keeper spielte im Aufbau einen Fehlpass, war dann aber beim Schuss von Rafal Kurzawa (10.) vom Elfmeterpunkt klasse mit dem Fuß zur Stelle.

In der zweiten Hälfte wurde die Partie intensiver und Dresden lebendiger, riss nun mehr und mehr das Geschehen an sich, auch weil der nimmermüde Christoph Daferner das Spiel seinen Mannen von vorn lautstark diktierte.

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Allgemein sah es jetzt im Vorwärtsgang besser aus. Die Möglichkeit zur Führung hatte dann auch Daferner (63.). Nach einem langen Ball von Löwe, drehte er sich um seinen Gegenspieler, seinen Schuss parierte Dante Stipica stark.

Am Ende verlor Dynamo dennoch: Luca Herrmann erlaubte sich nach einem Konter der Stettiner einen Schubser an der Strafraumkante gegen Marcel Wedrychowksi, Siebert pfiff und Kamil Drygas verwandelte den Elfer sicher (86.).

Titelfoto: Lutz Hentschel

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