Dynamo kassiert Knockout kurz vor Schluss und verliert gegen den HSV!

Dresden - Was war das für ein aufopferungsvoller Kampf! Er blieb ohne Lohn. Bis fünf Minuten vor Schluss hielt das grandiose Bollwerk von Dynamo, ehe der Hamburger SV das 1:0 (0:0) in Dresden eintütete.

Herr der Lüfte: Dynamo-Stürmer Simon Makienok (2.v.r.) macht sich noch größer, als er mit seinen 2,01 Meter ohnehin schon ist.
Herr der Lüfte: Dynamo-Stürmer Simon Makienok (2.v.r.) macht sich noch größer, als er mit seinen 2,01 Meter ohnehin schon ist.  © Lutz Hentschel

Was die Schwarz-Gelben kämpferisch abrissen, war großes Kino. Trotz der Niederlage, so packen die Dynamos den Klassenerhalt!

Natürlich rotierte Markus Kauczinski wieder, musste er. Einige waren angeschlagen, andere wieder fit oder wieder spielberechtigt - siehe Patrick Schmidt. Die sechsfache Rotation spülte Ransford Königsdörffer erstmals in die Anfangself.

Und der unbekümmerte A-Junior war an einer überaus launigen Anfangsphase beteiligt. "Ransi" (3.) luchste Adrian Fein den Ball ab, war überrascht über so viel Platz. Er bediente Patrick Ebert, dessen Hereingabe klärte Aaron Hunt gerade noch so vor dem einschussbereiten Simon Makienok. 

Der HSV spielte mit. Gerade die langen Bälle über die Abwehrreihen machten zunächst beiden zu schaffen.

Den ersten richtigen Aufreger gab es nach zwölf Minuten: Florian Ballas spielte eben so einen langen Ball in den Lauf von Schmidt, der kurz vorm Strafraum von Rick van Drongelen gefoult wurde.

Der Hamburger war letzter Mann! Der Pfiff von Robert Schröder blieb aus - wieder einmal. Rot wäre die einzig richtige Entscheidung gewesen, Schmidt war durch.

Nach 20 Minuten gab es nur noch eine Richtung, die aufs SGD-Tor. Der HSV spielte ein Powerplay wie beim Handball. Die Schwarz-Gelben machten es bravourös, sie stellten zu, warfen sich in jeden Schuss, ackerten und kämpften ohne Rücksicht auf Verluste. 

Dynamo Dresden verliert gegen den HSV wegen Joel Pohjanpalos Tor kurz vor Abpfiff

SGD-Coach Markus Kauczinski verlor mit seinem Team knapp gegen den HSV.
SGD-Coach Markus Kauczinski verlor mit seinem Team knapp gegen den HSV.  © Robert Michael/dpa-Pool/dpa

Immer wieder war ein Bein dazwischen. Trotzdem blieben Chancen nicht aus. Allein Martin Harnik (19./29.) hatte zwei Riesen.

Erstmals seit dem Re-Start überstand die SGD die erste Hälfte ohne Gegentor. Die Frage war allerdings, wie lange reicht die Kraft? Das war schon extrem, wie die Dynamos arbeiteten. Und es gab ja noch einen nicht zu unterschätzenden Gegner: Die drückende Hitze.

Die zweite Hälfte ging so weiter. Hamburg schnürte Dresden ein, die Gastgeber verteidigten mit Mann und Maus. Der einzige Vorwurf: Es gab kaum Entlastung. Aber wo soll es auch herkommen? Gefährlich wurde es bei einem Freistoß von Chris Löwe (60.). Joel Pohjanpalo klärte gerade noch so vorm eben eingewechselten Alex Jeremejeff.

Hut ab, was die Dresdner leisteten. Sie machten die Mitte zu, doppelten mit einem ungeheuren Aufwand die HSV-Spitzen. Kevin Broll musste erstmals ernsthaft bei einem Schuss von Bakery Jatta (65.) eingreifen. 

Glück hatte er wenig später. Louis Schaub schoss, Pohjanpalo (72.) hielt den Kopf rein, Latte! Das Bollwerk hielt bis zur 85. Minute. Tim Leibold setzte sich an der Auslinie gegen Sascha Horvath durch, passte nach innen, Pohjanpalo drückte den Ball über die Linie. Wie bitter!

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Pool/dpa

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