Dynamo versprüht allerbeste Laune: "So schlecht war die Woche nicht!"

Dresden - Ärger, weil die Vorbereitung auf die Partie am heutigen Samstag gegen den Halleschen FC nur einen Tag betragen hat? Schlechte Laune, weil diese Woche nicht so lief wie gewünscht? Verdruss, weil jetzt wieder mal ein Mammutprogramm auf Dresden wartet? Ach wo!

Freitag um kurz nach 11 Uhr: Erstmals seit dem 14. April konnte Trainer Markus Kauczinski (51, M.) seine Spieler zum gemeinsamen Training begrüßen - zumindest alle, die einsatzbereit sind.
Freitag um kurz nach 11 Uhr: Erstmals seit dem 14. April konnte Trainer Markus Kauczinski (51, M.) seine Spieler zum gemeinsamen Training begrüßen - zumindest alle, die einsatzbereit sind.  © Lutz Hentschel

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (51) und Verteidiger Chris Löwe (32) waren zur gestrigen Pressekonferenz bei allerbester Laune. War es das Siegerlächeln, das beide aufsetzten?

Sie sind wieder da. Sie wollen zurück in die Erfolgsspur! Drei Tage komplette Quarantäne, vier Tage in kleinen Gruppen geübt, gestern erstmals wieder Mannschaftstraining.

Wie viel Substanz hat Dynamo in den acht Tagen verloren? "Soll ich ehrlich sein?", fragte Löwe. Sollte er: "Gar nix. Das war wie eine Länderspielpause. Im Gruppentraining haben wir sogar intensiver trainiert, konnten nochmal an der Spritzigkeit arbeiten. Klar, wir konnten keine Zweikämpfe führen, aber wir sind Fußballer. Wir wissen, wie die gehen", lachte Löwe.

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Aufgebaut haben zudem die Ergebnisse von Rostock, Ingolstadt und 1860 München. So wirklich konnten die drei Vereine durch ihre jeweiligen 1:1-Unentschieden in der Woche nicht von der Pause der Dynamos profitieren.

Druck konnten sie gleich gar nicht aufbauen. Dresden ist zwar "nur" noch Dritter, aber der Rückstand ist klein.

Dynamo blickt optimistisch in die verbleibende Saison

Dick eingemummelt beim Training. Heute will Chris Löwe (32, 2.v.l.) heiß laufen. Er gibt nach über sechs Monaten Verletzungspause sein Comeback.
Dick eingemummelt beim Training. Heute will Chris Löwe (32, 2.v.l.) heiß laufen. Er gibt nach über sechs Monaten Verletzungspause sein Comeback.  © Lutz Hentschel

"Du musst auch ehrlich sein. Die Tabelle hätte anders aussehen können. Wir sind nicht böse darüber, dass man Rostock, Ingolstadt und 60 nun auch ansieht, dass es in eine Phase geht, in der man nicht mehr ganz so locker-flockig die Siege einfährt wie noch vor Wochen. So schlecht war also die Woche gar nicht", gibt der 32-Jährige zu.

Nun liegt es an Dynamo, die Patzer der Konkurrenz zu nutzen und heute mit einem Dreier ein Ausrufezeichen an das Trio zu senden. Auch Kauczinski ningelt nicht, wenn es um die Umstände der letzten Tage geht, er ist "sowieso keiner, der in den Rückspiegel schaut", wie er sagt.

Was war, wer welche Voraussetzungen hat, das juckt ihn nicht. "Das ist egal, ob wir nur ein Training hatten, ob der HFC eine englische Woche hatte. Am Ende der Saison hat jeder so sein Päckchen zu tragen mit Verletzungen, Sperren, mit Dingen, die in der Vergangenheit waren", sagte Kauczinski energisch, aber frohen Mutes.

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Und weiter: "Ich freue mich einfach auf das Spiel gegen Halle, auf den Endspurt, der jetzt beginnt. Ich freue mich auf meine Mannschaft, auf die Energie, die sie in den letzten Tagen versprüht hat."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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