Dynamo-Verteidiger Becker vor Comeback: "Längere Zeit am Stück gesund bleiben"

Dresden - 83 Punkt- und zwei Relegationsspiele hat Dynamo Dresden seit Juli 2020 bis jetzt bestritten. Seit jenem Moment, als Robin Becker (25) von Eintracht Braunschweig an die Elbe wechselte. Nur 25 Partien hat der Abwehrspieler verletzungsbedingt davon absolviert - weniger als ein Drittel. Nun versucht der 25-Jährige sein nächstes Comeback.

Seine Zeit in Dresden war bisher vom Verletzungspech verfolgt: In seinem bis dato letzten Spiel beim Test gegen Dortmund schlug es wieder zu.
Seine Zeit in Dresden war bisher vom Verletzungspech verfolgt: In seinem bis dato letzten Spiel beim Test gegen Dortmund schlug es wieder zu.  © Lutz Hentschel

Ein Kreuzbandriss im Januar 2021, ein Bänderriss im Sprunggelenk vor einem Jahr, dazwischen immer wieder kleinere Blessuren und nun eine schwere Oberschenkelverletzung.

Der Test gegen Borussia Dortmund am 9. Juli war sein bis dato letzter Einsatz, da hatte es ihn erwischt. Seit Mittwoch steht er wieder voll im Mannschaftstraining.

Sein erster Wunsch: "Ich möchte jetzt mal eine längere Zeit am Stück gesund bleiben", sagt Becker und atmet tief ein. Man glaubt es ihm.

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"Ich habe ein bisschen Unglück bei Dynamo, was die Verletzungen angeht. Aber ich habe mich nie unterkriegen lassen. Ich glaube einfach, dass eine positive Art bei einem Heilungsverlauf helfen kann. Von daher bin ich von Tag eins an seriös damit umgegangen", erklärt "Becks".

Stark im Kopf muss man auch sein, um die ständigen Nackenschläge wegzustecken. "Ein gutes Umfeld, das einen unterstützt, hilft sehr. Die Physios hier haben einen großen Anteil. Freunde und Familie - da hole ich mir meine Kraft her."

Robin Becker ist noch nicht bei 100 Prozent

Seit dieser Woche ist Robin Becker (25) wieder voll im Mannschaftstraining. Steht er auch im Kader für Essen?
Seit dieser Woche ist Robin Becker (25) wieder voll im Mannschaftstraining. Steht er auch im Kader für Essen?  © Lutz Hentschel

Becker hat sich in den schweren Zeiten, als er sich von Verletzung zu Verletzung - und somit auch von Reha zu Reha - hangelte, aber auch nicht daheim eingegraben.

Er ist raus, hat Dresden besser kennengelernt. "Das Wetter war ja nicht so schlecht im Sommer, da war ich viel kulturell unterwegs, habe die Dresdner Museen abgeklappert. Ich war auf einigen Konzerten, war zum Beispiel bei Cro und auch bei Roland Kaiser am Elbufer. Da bin ich bewusst hin, ohne Karte. Da habe ich mich hingesetzt und habe gelauscht", schmunzelt er.

Nun steht aber der Fußball wieder im Vordergrund und nicht mehr die Kultur. "Ich habe mir ja auch keine Jahreskarten für die Museen gekauft", lacht Becker laut.

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Im Training wird er wie gewohnt Gas geben und sich dem Trainer anbieten. "Wenn ich ins Training einsteige, traue ich mir auch schon ein paar Minuten zu. Bei 100 Prozent bin ich aber noch nicht", zeigt er seinen Ehrgeiz.

Gegen Rot-Weiss Essen am Samstag wäre er zumindest gern im Kader. Bleibt er längere Zeit gesund, werden es auch wieder regelmäßige Einsätze werden.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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