Schade! Dynamo kämpft nach Corona-Pause stark, aber unterliegt Stuttgart

Dresden - Selten hatte Dynamo-Keeper Kevin Broll in dieser Saison so wenig zu tun wie in dem Spiel. Gereicht - zumindest zu einem Punkt - hat es dennoch nicht. Dresden verlor seinen Re-Start gegen den VfB Stuttgart mit 0:2 (0:1).

Kevin Broll muss hinter sich greifen: Stuttgart hat soeben das 1:0 erzielt.
Kevin Broll muss hinter sich greifen: Stuttgart hat soeben das 1:0 erzielt.  © Robert Michael/dpa-Pool/dpa

Die störenden Geister hießen Hamadi Al Ghaddioui (18.) und Darko Churlinov (88.). Die Schwaben nutzten im Grunde beide Möglichkeiten, die sich ihnen boten. Der Rest war ausgeglichen. Fazit: Aller Anfang ist schwer. 

Kann man 84 Tage nach dem letzten Spiel und Sieg, dem 2:1 gegen den Schacht, noch von "never change a winning team" sprechen? Kann man. Trainer Markus Kauczinski änderte nur einmal gegenüber dem 8. März. Chris Löwe startete hinten links für Brian Hamalainen.

Sportgeschäftsführer Ralf Minge sprach vor der Partie bei Sky. Seine Message: "Der Klassenerhalt wird nicht heute hier entschieden." 

Aber einen Schritt in die richtige Richtung wollte das Team "vom Balkon", so Kauczinski, gehen. Und die Schwarz-Gelben gingen es mit viel Leidenschaft an, legten richtig gut los, besaßen gleich die erste Großchance: Simon Makienok angelte sich im VfB-Strafraum einen Ball, legte auf Godsway Donyoh (4.) ab, dessen Schrägschuss zischte am langen Pfosten vorbei. 

Dynamo Dresden legt gut los, aber der VfB Stuttgart ist konsequent

Simon Makienok (r.) durfte nach seiner Corona-Erkrankung von Beginn an ran.
Simon Makienok (r.) durfte nach seiner Corona-Erkrankung von Beginn an ran.  © Robert Michael/dpa-Pool/dpa

Aber natürlich war den Dynamos die mangelnde Praxis, das wenige Training anzumerken. 

Das Timing fehlte in den Aktionen hier und da noch. Das machte sich Stuttgart zu nutze, nahm das Geschehen in die Hand und zeigte sich eiskalt: Eine Flanke von Clinton Mola klärte Chris Löwe ungenügend. 

Hamadi Al Ghaddioui (18.) schoss aus der Drehung ins Netz. Gonzalo Castro berührte den Ball noch, hätte auch meilenweit im Abseits gestanden, ja, wenn nicht Patrick Schmidt auf der Torauslinie gestanden hätte.

Die Schwaben kontrollierten danach die Partie, die Sachsen hielten aber toll dagegen, verschoben gut, gingen kraftvoll in jeden Zweikampf und verlagerten das Spiel zum Ende der ersten Hälfte wieder mehr und mehr in die gegnerische Hälfte. 

Bis auf einen Kopfball von Schmidt (43.), den Gregor Kobel sicher parierte, sprang nichts heraus. Auch im letzten Heimspiel lag Dresden zur Pause 0:1 hinten, drehte das Ding noch - allerdings mit 30.000 Fans im Rücken

Josef Husbauer von Dynamo im Zweikampf.
Josef Husbauer von Dynamo im Zweikampf.  © Robert Michael/dpa-Pool/dpa

Die waren jetzt nicht da. Dynamo versuchte es, stand weiter mehr als nur solide in der Defensive, kam auch offensiv immer mal gut zum Zug. So nach genau einer Stunde. 

Eine scharfe Hereingabe von Linus Wahlqvist verpasste Makienok nur um eine Fußspitze. Ähnlich zehn Minuten später. Diesmal flankte Donyoh und Schmidt rutschte vorbei. Ein Dreifach-Wechsel - Alex Jeremejeff, Marco Terrazzino und Niklas Kreuzer kamen, Donyoh, Schmidt und Wahlqvist gingen - sollte noch mal für den letzten Wind sorgen. 

Da war Patrick Ebert (60. für Josef Husbauer) schon im Spiel. Später kam noch Jannik Müller (83. für Ondrej Petrak). Alles zusammen ruckten noch einmal an, ackerten vorbildlich, aber liefen in einen Konter. 

Broll parierte zunächst gegen Philipp Klement stark, aber Darko Churlinov staubte ab - 0:2 (88.). 

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Pool/dpa

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