Dynamo vor dem Tor brutal effektiv: "Das ist manchmal nicht zu erklären!"

Dresden - Dann macht es bumm, ja und dann kracht's. Und alles schreit: der Hosiner macht's. Oder der Daferner, oder der Hartmann oder der Königsdörffer! Dynamo hat in den letzten vier Spielen zehnmal getroffen und dabei eine erstaunliche Effektivität an den Tag gelegt. Für die Treffer hat Dresden gerade einmal 14 Großchancen benötigt.

Die erste Großchance in Duisburg. Philipp Hosiner (l.) trifft nach Vorlage von Jonathan Meier zum 1:0 - Endstand 3:0.
Die erste Großchance in Duisburg. Philipp Hosiner (l.) trifft nach Vorlage von Jonathan Meier zum 1:0 - Endstand 3:0.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das ist fast schon beängstigend - und kann am heutigen Samstag gegen den KFC Uerdingen gern so weitergehen. Einfach anknüpfen an die Wochen davor.

In den vergangenen drei Partien hat Dynamo schon vor der Pause alles klar gemacht und konnte dann beruhigt sein Spiel aufziehen. In Rostock stand es zum Pausentee 3:1, gegen Unterhaching 2:0 und in Duisburg 1:0.

Immer saßen die ersten großen Dinger. "Es ist manchmal nicht zu erklären", sagt Trainer Markus Kauczinski. "Wir standen auch schon da und haben überlegt, wie kann das sein, dass da Bälle nicht reingehen. Ich erinnere mich an Situationen bei Bayern München, die erste Chance in der zweiten Halbzeit, als Chris Daferner den Ball selbst von der Linie geholt hat. Und man wusste nicht, warum."

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Doch jetzt läuft es. Der anfangs stotternde Motor im Angriff schnurrt für den Moment wie ein Kätzchen. "Ich merke schon, dass Dinge zusammenwachsen, dass das Selbstbewusstsein wächst, dass die Fitness wächst", so Kauczinski, der das vor allem an Daferner und auch Patrick Weihrauch festmacht.

Beide haben in der Vorsaison kaum auf dem Rasen gestanden. "Die Spielbelastung ist etwas, was man erst einmal verdauen muss, was Stück für Stück kommt. Dann noch diese Erholungsphasen, besonders wenn sie kurz sind, da braucht man ein bisschen, um wieder reinzukommen. Ich merke, dass die Jungs das jetzt besser verpacken", so der Trainer.

Dynamo-Coach Kauczinski: Uerdingen "ein Team, das man niederkämpfen muss"

Die erste Großchance in Rostock: Christoph Daferner (r.) dreht nach seinem Tor zum 1:0 jubelnd ab - Endstand 3:1. Patrick Weihrauch hatte ihm den Treffer aufgelegt.
Die erste Großchance in Rostock: Christoph Daferner (r.) dreht nach seinem Tor zum 1:0 jubelnd ab - Endstand 3:1. Patrick Weihrauch hatte ihm den Treffer aufgelegt.  © picture point/Sven Sonntag

Samstag gegen Uerdingen wollen das die Männer in Schwarz-Gelb wieder unter Beweis stellen. Einfach wird es nicht. "Das ist eine Mannschaft, der man zu Beginn zugetraut hat, oben mitzuspielen. Das mache ich jetzt auch noch. Ein Team, das man niederkämpfen muss", so Kauczinski.

Aber auch gegen den KFC würde ein frühes Tor wieder vieles in die richtigen Bahnen lenken.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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