Dynamo Dresden: Was für ein Acker! Wird der Rasen im Stadion jetzt ausgetauscht?

Dresden - 8000 Quadratmeter Ackerland - anders kann der Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion derzeit nicht bezeichnet werden. Die Spieler hatten am Sonntag mehr damit zu tun als mit der Partie selbst. Tragbar ist der Zustand nicht - aber das könnte sich bald ändern.

So sieht's überall auf dem Grün im Rudolf-Harbig-Stadion aus - der Rasen hat in den letzten Monaten sehr gelitten.
So sieht's überall auf dem Grün im Rudolf-Harbig-Stadion aus - der Rasen hat in den letzten Monaten sehr gelitten.  © imago images/masterpress

Gleich nach der Dynamo-Partie gegen die Münchner Löwen trafen sich Verantwortliche des Vereins mit der Stadionbetreibergesellschaft. Für Donnerstag wurde ein Termin anberaumt.

"Ein Rasenwechsel ist eine ernsthafte Option", sagt Stadionleiter Ronald Tscherning - auch mit Blick auf den straffen Spielplan. Bis zum Jahreswechsel hat die SGD inklusive DFB-Pokal noch vier Heimspiele, im Januar folgen weitere drei.

Die Gründe für den schlechten Zustand liegen für ihn auf der Hand.

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Seit 2016 wurde das Grün jeweils zweimal im Jahr gewechselt, im Juni und im Januar. Diesmal coronabedingt nicht, "da keine Konzerte stattfanden", so Tscherning.

Aber: "46 Trainingseinheiten, davon allein 36 innerhalb von einem Monat Anfang April bis Anfang Mai, und zusätzlich vier Ligaspiele vom 31. Mai bis zum 28. Juni", so der Stadionleiter, brachten den Rasen an seine Grenzen.

Dazu kommt das Wetter. "Der Rasen bekommt aufgrund des natürlichen Höhenstandes der Sonne im Herbst und Winter dennoch nur ein Viertel der Sonne ab, welche für das Wachstum des Rasens maßgeblich benötigt wird." Zudem verweist Tscherning auf die Heimspiele im Oktober.

Zuletzt wurde der Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion im Januar dieses Jahres ausgetauscht.
Zuletzt wurde der Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion im Januar dieses Jahres ausgetauscht.  © Lutz Hentschel
Bei fast jedem Zweikampf - wie hier zwischen Dynamos Ransford Königsdörffer (l.) und dem Sechziger Phillipp Steinhart - ließ der Rasen "Federn".
Bei fast jedem Zweikampf - wie hier zwischen Dynamos Ransford Königsdörffer (l.) und dem Sechziger Phillipp Steinhart - ließ der Rasen "Federn".  © Imago Images / MIS
Vor dem Sachsenderby beteiligte sich sogar Gästecoach Joe Enochs an der Rasenpflege.
Vor dem Sachsenderby beteiligte sich sogar Gästecoach Joe Enochs an der Rasenpflege.  © Picture Point / Gabor Krieg

"So fielen zum Beispiel insgesamt 95 Liter Regen pro Quadratmeter vor den Spielen gegen Zwickau und Meppen im Vergleich zu 105 Liter pro Quadratmeter Regen im gesamten Monat Oktober."

Wann allerdings ein Rasentausch erfolgen könnte, ist unklar. Das letzte Heimspiel 2020 steht am 22. Dezember an, das erste im neuen Jahr am 16./17. Januar.

Titelfoto: Imago Images / MIS

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