Keine Gnade! Erfolgshungrige Dynamos wollen angeschlagene Zebras "niederkämpfen"

Dresden - Gegensätzlicher könnte die Formkurve kaum sein! Dynamo Dresden, das im obersten Tabellendrittel rangiert und nach dem vierten Sieg in Folge greift, tritt beim abstiegsbedrohten MSV Duisburg an. Gnade wollen die Schwarz-Gelben jedenfalls nicht walten lassen.

Markus Kauczinski (50) weiß, wie man an der Wedau gewinnt, konnte vor zwei Jahren mit St. Pauli beim 1:0-Sieg jubeln.
Markus Kauczinski (50) weiß, wie man an der Wedau gewinnt, konnte vor zwei Jahren mit St. Pauli beim 1:0-Sieg jubeln.  © imago images/Eibner

Dass die SGD am heutigen Sonntag in Duisburg ausgerechnet bei einem Kellerkind Halt macht, damit war zu Beginn der Saison nicht zu rechnen. Mit lediglich zehn Punkten stehen die Zebras derzeit auf einem Abstiegsplatz, obwohl sie in der Vorsaison noch knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpassten.

"Man darf sich davon nicht täuschen lassen", warnt Dynamo-Coach Markus Kauczinski (50). Schließlich ist jeder Gegner in der 3. Liga eine harte Nuss, die es zu knacken gilt.

"Uns erwartet eine schwere Aufgabe wie bei jedem anderen Spiel auch. Man muss den Gegner bekämpfen, muss ihn niederkämpfen. Duisburg verfügt über viel Qualität, die Tabellensituation ist nicht ausschlaggebend."

Beim MSV steckt sogar so sehr der Wurm drin, dass in den vergangenen Wochen der Trainer gewechselt wurde.

Statt Torsten Lieberknecht (47), der als Chefcoach der Meidericher in die aktuelle Spielzeit ging, steht nun Gino Lettieri (53) an der Seitenlinie.

Dynamo Dresden will auch in Duisburg gewinnen und den vierten Sieg in Folge feiern!
Dynamo Dresden will auch in Duisburg gewinnen und den vierten Sieg in Folge feiern!  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresdens Paul Will über Gegner MSV Duisburg: "Angeschlagener Boxer ein gefährlicher Boxer"!

Und noch ein gutes Omen: Vor zwei Jahren gewann Dynamo in Duisburg mit 3:1 - damals noch in der 2. Liga.
Und noch ein gutes Omen: Vor zwei Jahren gewann Dynamo in Duisburg mit 3:1 - damals noch in der 2. Liga.  © imago images/Jan Hübner

Den gewünschten Aufschwung brachte das bislang allerdings nicht. Mit den drei Beteiligungen des neuen Trainers sind die Zebras bereits sechs Spiele in Folge sieglos.

Ganz anders die Gemütslage bei den Dresdnern. Nach zuletzt drei Erfolgen in Serie ist der Hunger nach dem vierten groß.

Und auch der Glaube daran ist da. "Unser Selbstbewusstsein ist gestiegen. Aber was heute richtig ist, kann morgen schon wieder falsch sein", erklärte Kauczinski, der solch ein Szenario schon oft in seiner Karriere miterlebt hat.

Von daher gilt es, auf der knapp 600 km langen Strecke keine Prozentpunkte liegen zu lassen.

"Ein Nachlassen oder Zurücklehnen gibt es nicht. Das verlangt Energie und Einsatz, sonst wirst du auch gegen den MSV keine Chance haben", so der 50-jährige Coach weiter.

Oder wie Dynamos Mittelfeldspieler Paul Will (21) eine treffende Metapher an den Tag legte: "Ein angeschlagener Boxer ist ein gefährlicher Boxer."

Heißt für Dynamo: Die Deckung nicht vernachlässigen!

Titelfoto: Lutz Hentschel

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