Dynamos Abstiegssaison in Zahlen: 18 Zähler nach 1:0-Führung vergeigt!

Dresden - Zahlen sind oft Spielerei, sagen aber auch immer wieder die Wahrheit. Die 18 spielt im Saisonverlauf von Dynamo Dresden gleich dreimal eine Rolle. 

Moussa Koné (r.) versenkt den einzigen Elfmeter, den Dynamo in der Saison zugesprochen bekam, schickt Stuttgarts Keeper Gregor Kobel in die falsche Ecke.
Moussa Koné (r.) versenkt den einzigen Elfmeter, den Dynamo in der Saison zugesprochen bekam, schickt Stuttgarts Keeper Gregor Kobel in die falsche Ecke.  © imago images/Sportfoto Rudel

Hier sind die nummerischen Fakten einer verkorksten Saison, die mit dem Abstieg in die 3. Liga endete.

1 Nur ein Elfmeter in 34 Spielen zeigt: Mit riesiger Vehemenz sind die Schwarz-Gelben nicht durch die gegnerischen Strafräume gestürmt. Diesen Elfer bekam Dresden beim 1:3 in Stuttgart - Moussa Koné traf zum zwischenzeitlichen 1:2.

Zwei Cheftrainer leiteten die Geschicke der Dynamos in dieser Saison. Cristian Fiel holte zwölf Punkte in 15 Spielen, Markus Kauczinski 19 in 18 Partien. Einen ergatterte Heiko Scholz als Interimscoach.

4 Gleich viermal sahen die Dresdner Rot - Jannis Nikolaou (beim 3:3 gegen St. Pauli), Niklas Kreuzer (0:2 gegen Hannover), Simon Makienok (2:3 gegen Darmstadt) und Chris Löwe (1:0 in Sandhausen). Zudem flogen Patrick Schmidt (3:2 in Wiesbaden) und Jannik Müller (0:2 in Kiel) mit Gelb-Rot runter. Sechs Herausstellungen - kein Team hatte mehr.

6 Schmidt und der im Januar nach Nimes gewechselte Koné waren mit je sechs Treffern die erfolgreichsten Dynamo-Schützen.

Patrick Schmidt kam zur Rückrunde zu Dynamo und erzielte sechs Tore für Dresden.
Patrick Schmidt kam zur Rückrunde zu Dynamo und erzielte sechs Tore für Dresden.  © Lutz Hentschel
Keeper Kevin Broll war mit 33 Einsätzen nicht nur Dynamos Dauerbrenner, sondern trotz der 56 Gegentore, die er hinnehmen musste, auch der beste und beständigste Akteur der Schwarz-Gelben.
Keeper Kevin Broll war mit 33 Einsätzen nicht nur Dynamos Dauerbrenner, sondern trotz der 56 Gegentore, die er hinnehmen musste, auch der beste und beständigste Akteur der Schwarz-Gelben.  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresden schoss nur 32 Tore in 34 Spielen!

Patrick Ebert sah in nur 21 Einsätzen zwölf (!) Gelbe Karten.
Patrick Ebert sah in nur 21 Einsätzen zwölf (!) Gelbe Karten.  © Picture Point / Gabor Krieg

8 Lediglich acht Siege in 34 Spielen gelangen - fünf davon daheim. Auch der KSC und Nürnberg holten nur acht Dreier, verloren aber nicht so häufig. Dresden 18 Mal, die anderen beiden "nur" 13 Mal. Daher Rang 18 in der Abschlusstabelle für Dynamo.

9 Neun Spiele in 29 Tagen - dieses Mammutprogramm nach dem Re-Start und nach zweiwöchiger Quarantäne war der endgültige Genickbruch. Fair war das nicht.

12 Patrick Ebert musste in dieser Saison zweimal wegen einer Gelb-Sperre zuschauen, kassierte in 21 Partien zwölf Verwarnungen - die meisten aller Dynamos. Mit insgesamt 79 Gelben, zwei Gelb-Roten und vier Roten landete Dynamo auch in der Fair-Play-Tabelle auf dem letzten Platz.

18 Dynamo lag in dieser Saison 15 Mal mit 1:0 vorn, sieben Partien davon brachten keinen Dreier. Satte 18 Punkte verspielte Dresden nach eigenem 1:0 - zu viel. Zum Vergleich: Heidenheim führte ebenfalls 15 Mal mit 1:0 und gewann immer!

32 Nur 32 Tore in 34 Spielen - das ist wohl Hauptgrund für den Abstieg. Keine Mannschaft schoss weniger Treffer. St. Pauli hat als Vorletzter in diesem Ranking 41 Tore.

33 Kevin Broll hat in dieser Saison 33 Partien absolviert. Er musste nur am letzten Spieltag Tim Boss den Vortritt lassen, der seinen Einsatz als Geburtstagsgeschenk bekam. Broll war auch nicht fehlerlos, aber der beständigste und beste Dresdner. Die meisten Einsätze der Feldspieler haben Florian Ballas und Jannis Nikolaou (je 30).

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0