Dynamo-Leader Mai ist sofort Sprachrohr des Teams: "Ich kenne das von mir nicht anders!"

Dresden - Ein Heimkehrer macht Mut für Dynamo Dresdens kommende Saison: Sebastian Mai hat von der ersten Minute an das Kommando an sich gerissen. 

Sebastian Mai trug bereits in einigen Testspielen die Kapitänsbinde.
Sebastian Mai trug bereits in einigen Testspielen die Kapitänsbinde.  © Lutz Hentschel

Seine Kommunikation, seine Lautstärke und seine Anweisungen im Training und in seinen ersten Testspielen gegen Union, Braunschweig und Norwich waren stark. Das war in Dresden lange Zeit nicht mehr in dieser Art der Fall.

"Ich muss ehrlich sagen, ich kenne das von mir aus gesehen nicht anders", sagt der 26-Jährige. "Ich werde immer so sein. Wir sind halt ein großer, neuer Haufen. Das Wichtigste ist, zu kommunizieren. Wenn wir das nicht machen würden, werden wir irgendwann ein großes Problem bekommen", sagt der neue Abwehrchef energisch.

In seinem Schatten trauten sich im Camp in Heilbad Heiligenstadt mehrere, das Wort zu ergreifen, auf dem Platz gewisse taktische Maßnahmen zu besprechen und auch einzufordern, diese sofort umzusetzen. 

"Dadurch können wir vielem vorbeugen, viele Probleme vorab wegnehmen, die dann gar nicht erst entstehen. Das ist wichtig. Wir bekommen das sehr gut hin, weil viele zur Kommunikation beitragen", erklärt der 1,96-Meter-Mann.

Sebastian Mai langt im Test gegen Norwich bei Josh Martin hin.
Sebastian Mai langt im Test gegen Norwich bei Josh Martin hin.  © Lutz Hentschel

Sebastian Mais Trumpf für Dynamo Dresden: Er kennt die 3. Liga in- und auswendig!

Gibt auch im Training den Ton an: Sebastian Mai hat sich während der Vorbereitung bereits als Führungsspieler etabliert.
Gibt auch im Training den Ton an: Sebastian Mai hat sich während der Vorbereitung bereits als Führungsspieler etabliert.  © Lutz Hentschel

Das Sprachrohr der Truppe auf dem Platz zu sein, ist das eine. Das andere ist seine Erfahrung in der 3. Liga. Gerade im Vorjahr hat Mai damals mit dem Halleschen FC gesehen, wie schnell es in eine andere Richtung gehen kann. 

Nach dem ersten Drittel der Saison auf Platz eins, im letzten Drittel auf einem Abstiegsplatz und dann doch noch den Klassenerhalt geschafft. Das schärft die Sinne. 

"Klar ist das cool, wenn man Erfahrungen mitbringen kann. Ich glaube auch, dass man die einsetzen kann. Ich hoffe natürlich nicht, dass es auch nötig wird. Aber wir haben auch genügend Leute, die andere Erfahrungen gesammelt haben, in anderen Ligen auch. Wenn wir uns da alle zusammen austauschen, werden wir, was das angeht, kein Problem haben", blickt er optimistisch auf die Saison.

Die 3. Liga ist beileibe kein Neuland mehr. Dennoch steht Mai trotz seiner langen Zeit im Dynamo-Nachwuchs in Dresden noch vor einer Premiere.

"Ich kam noch nicht in den Genuss, mal in der Profi-Kabine im Stadion vor einem Spiel zu sitzen." Das wird sich spätestens zum DFB-Pokalspiel am 14. September gegen den HSV der Fall sein. Da darf er - als neuer SGD-Anführer.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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