Dynamo Dresden: Aufstieg für Coach Markus Anfang kein Thema

Dresden - Pfiffe gab es bei der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken erst nach dem Schlusspfiff, als Dynamo Dresdens dritte Heimpleite besiegelt war. Dann war auch den meisten Fans klar: Der Favorit auf den Aufstieg versinkt aktuell im Mittelmaß, das Ziel 2. Bundesliga scheint weit weg.

Zufrieden kann Markus Anfang (48) nicht sein, vom Aufstieg will der Coach aber aktuell eh nichts wissen.
Zufrieden kann Markus Anfang (48) nicht sein, vom Aufstieg will der Coach aber aktuell eh nichts wissen.  © Lutz Hentschel

Davon wollte Markus Anfang (48) zuletzt ohnehin nichts wissen: "Ich weiß nicht, warum das Thema Aufstieg permanent diskutiert wird. Es ist der Weg, auf den wir uns konzentrieren müssen, zusammen mit den Inhalten, nicht immer übergeordnete Ziele in den Raum reinstellen. Nur weil du sagst, du willst aufsteigen, bist du das noch lange nicht. Das ist auch nicht das Thema bei uns!"

Tatsächlich ist das Wort "Aufstieg" nach Anfangs Verpflichtung nie als offizielles Ziel über die Lippen eines Verantwortlichen der SGD gekommen.

Dass aber ein Verein dieser Größe, mit diesem Potenzial - noch dazu als Zweitliga-Absteiger - kein anderes Ziel als die schnellstmögliche Rückkehr ins Unterhaus haben kann, dessen wird sich auch der Coach bewusst sein.

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"Ich weiß, dass das Wunschdenken da ist, am liebsten direkt diese Saison aufzusteigen. Du musst dich aber Woche für Woche auf die Spiele konzentrieren und Punkte holen", so Anfang, der auch auf die Konkurrenz verweist.

"Es gibt einige Mannschaften mit wahnsinnig viel Potenzial, die auch wirtschaftlich nicht schlecht aufgestellt sind. Nicht nur wir haben einen guten Kader."

Noch hat Dynamo Dresden "nur" vier Punkte Rückstand auf Rang drei und den FC Ingolstadt 04

Bei Dynamo um Ahmet Arslan (28) ist momentan viel Sand im fußballerischen Getriebe.
Bei Dynamo um Ahmet Arslan (28) ist momentan viel Sand im fußballerischen Getriebe.  © Sebastian Kahnert/dpa/ZB

Tatsächlich sind erst 13 Spieltage absolviert und die SGD blieb zuvor sieben Partien ohne Niederlage, allerdings wurde von den zurückliegenden fünf Begegnungen auch nur eine gewonnen.

Anfang: "In der Liga ist alles eng. Wir haben gesagt, dass wir eine Mannschaft aufbauen, die konkurrenzfähig ist. Das machen wir, und daran werden wir auch Woche für Woche arbeiten."

Bei den zwei Aufstiegen zuvor (2016 und 2021) sind die Sachsen mit einem ganz anderen Selbstverständnis in die Saison gegangen - und entsprechend aufgetreten.

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Aktuell tritt man nicht nur verbal auf die Bremse. Auch auf dem Platz klemmt das Gaspedal noch. Die Formkurve zeigt wieder nach unten.

Noch ist der Relegationsrang - auf dem Mitabsteiger FC Ingolstadt 04 rangiert - nur vier Zähler entfernt. In den nächsten vier Partien bis zur Winterpause müssen Siege her.

Angefangen beim ebenfalls gerade leicht kriselnden Tabellennachbarn SV Waldhof Mannheim.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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