Dynamos Chris Löwe: "Wenn es nicht läuft, zeigt sich der Charakter!"

Dresden - Der Durchmarsch war nach dem Pokalsieg gegen den HSV und dem Auftakt-Dreier in Kaiserslautern schon beschlossene Sache. Zwei Spieltage später muss Dynamo Dresden aufpassen, nicht abzusteigen. 
Chris Löwe macht mit Dynamo die nächste schwierige Phase durch.
Chris Löwe macht mit Dynamo die nächste schwierige Phase durch.  © Lutz Hentschel

Selbst Trainer Markus Kauczinski steht infrage. So ist zumindest das Stimmungsbild einiger Dynamo-Fans bei Facebook und Co. - es gibt keine Grauzonen mehr, nur noch Schwarz oder Weiß.

Das Dynamoland ist also schon wieder unruhig. Ist das eine falsch, so ist das andere geradewegs Unfug. Den Trainer nach drei Spieltagen und einer Niederlage an den Pranger zu stellen, ihm so ziemlich alles abzusprechen, ist nicht normal. 

Man hat geradewegs das Gefühl, Dynamo muss die Punktspiele gegen Striesen, Weixdorf oder Radebeul bestreiten. Dass Mannschaften wie Mannheim oder gerade die kleinen Bayern vorzüglich Fußball spielen können, wird vergessen.

Das ist das eine, das andere: Die SGD muss schonungslos aufarbeiten, dass es so nicht geht. München hat gerade in der ersten Hälfte so ziemlich alle Grenzen aufgezeigt. 

Die 3. Liga ist Kampf und dann Fußball. Wer das erste vergisst, kommt zum anderen nicht - neue Mannschaft hin, neue Mannschaft her. Die Typen für einen richtigen Kabinenkrach, für offene Worte hat das Team.

Sebastian Mai (2.v.l.) & Co. beschwerten sich in München beim Schiedsrichterteam - an dem lag es aber nicht wirklich.
Sebastian Mai (2.v.l.) & Co. beschwerten sich in München beim Schiedsrichterteam - an dem lag es aber nicht wirklich.  © imago images/foto2press
Nicht wegducken!, heißt es jetzt. Chris Löwe (r.) und seine Dynamos sahen in der ersten Halbzeit in München aber ganz alt aus.
Nicht wegducken!, heißt es jetzt. Chris Löwe (r.) und seine Dynamos sahen in der ersten Halbzeit in München aber ganz alt aus.  © imago images/MIS

Dynamo Dresdens Chris Löwe meint: "Geile Truppe" und "müssen uns den Arsch aufreißen"

Patrick Weihrauch war am Boden - seine Rückkehr nach München hatte er sich ganz anders vorgestellt.
Patrick Weihrauch war am Boden - seine Rückkehr nach München hatte er sich ganz anders vorgestellt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Für Dresden heißt es: Nerven bewahren. "Bis München war alles okay. Mit dem Spiel ist klar, das ist nicht der Start, den wir uns gewünscht haben", sagt Chris Löwe. 

"Wir haben jetzt drei Spiele absolviert. Es gibt aus der Vergangenheit genügend Beispiele, dass es schnell sowohl in die eine als auch in die andere Richtung gehen kann."

Der Ex-BVB-Profi verdeutlichte: "Sebastian Mai kann ein Lied davon singen. Er war mit Halle nach zwölf Spielen Erster und ist gerade so drin geblieben. Am Ende wird es darum gehen, und das zeigt sich in der Stunde der Niederlage, dass wir als Mannschaft zusammenbleiben, dass wir das Gefühl der ersten Wochen und Monate nach der Pleite weiterleben."

Löwe ergänzt: "Wir haben immer gesagt, dass wir eine geile Truppe haben und uns den Arsch aufreißen, um erfolgreich zu sein. Da müssen wir aus der ersten Hälfte lernen, das reicht einfach nicht. Das, was wir die ganze Zeit predigen, kommt jetzt zum Tragen. Wenn es läuft, kann jede Mannschaft Spaß machen. Wenn es nicht läuft, zeigt sich der Charakter."

Ob Löwes Worte fruchten, wird sich am Sonnabend gegen Magdeburg zeigen. "Wir wissen, dass wir das Spiel schon gewinnen sollten."

Titelfoto: imago images/MIS

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