Dynamo-Coach Alexander Schmidt über Robin Becker: "Er ist ein brutaler Fighter!"

Dresden - Man soll sich ja mit Superlativen zurückhalten, weil sie so schwer zu überbieten sind: Aber was Robin Becker (24) beim 3:0 von Dynamo Dresden gegen den SV Werder Bremen zeigte, das war einfach nur überragend. Hut ab!

Daumen hoch für Robin Becker (24) und seine Mannschaftskameraden: Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52).
Daumen hoch für Robin Becker (24) und seine Mannschaftskameraden: Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52).  © Lutz Hentschel

Vielleicht ein paar Sätze zur Einordnung: Der 24-Jährige spielte am 11. Januar beim 0:2 bei Türkgücü München letztmals von Beginn an, zog sich in der Trainingswoche danach einen Kreuzbandriss zu.

Ende August feierte er ein unglückliches Comeback, kam gegen den SC Paderborn 07 rein und flog 70 Sekunden später nach einer Notbremse runter. Nun begann Becker und überzeugte total.

Als wäre er nie weg gewesen, als hätte er nie was anderes gemacht, als 2. Bundesliga zu spielen. Nach 59 Minuten ging der Rechtsverteidiger ausgepumpt vom Platz.

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"Man muss sich ja nur eine Szene anschauen", sagte Trainer Alexander Schmidt (52) über eine Situation in der ersten Hälfte. "Robin spurtete quer über den ganzen Platz und gewann den Zweikampf noch. Das zeigt einfach, was er für ein brutaler Fighter ist", so Schmidt.

Becker schonte sich nicht, zeigte keinerlei Angst. Die steckt nach so einer schweren Verletzung bei anderen sicher noch im Hinterkopf. Bei ihm kam der Paderborn-Platzverweis noch dazu. Doch davon war nichts zu spüren. Im Gegenteil, er war überall zu finden. Alles hatte Hand und Fuß.

Topspiel ohne Praxis: Robin Becker (24, l.) trennte hier Bremens Romano Schmid (21) vom Ball. Becker glänzte.
Topspiel ohne Praxis: Robin Becker (24, l.) trennte hier Bremens Romano Schmid (21) vom Ball. Becker glänzte.  © Lutz Hentschel

"Robin hat uns mit seiner ganzen Ausstrahlung weitergeholfen"

"Robin hat uns gutgetan nach all den Nackenschlägen, wie jetzt mit 'Pana' Vlachodimos. Das war erschütternd. Robin hat uns mit seiner ganzen Ausstrahlung weitergeholfen. Er ist ein unheimlicher Mentalitätsspieler mit einer großen Schnelligkeit", so Schmidt.

Nach knapp einer Stunde ging konditionell nix mehr. Für ihn kam Antonis Aidonis, knüpfte nahtlos an Beckers Leistung an und bereite wenig später das 2:0 vor - auch das ist Qualität.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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