Dynamo: Kritik an den Wackelphasen? "Alles bla bla, ich kann das nicht mehr hören"!

Dresden - Nein, Markus Kauczinski wollte nach dem überlebenswichtigen 3:2 in Wiesbaden keine Kritik an seiner Mannschaft gelten lassen.

Der Siegtreffer für Dynamo! Simon Makienok zieht aus Nahdistanz ab und trifft zum 3:2.
Der Siegtreffer für Dynamo! Simon Makienok zieht aus Nahdistanz ab und trifft zum 3:2.  © Ronald Wittek/epa/Pool/dpa

Er bügelte die Fragen zur Pressekonferenz einfach weg, er stellte sich ruhig redend, aber auch vehement vor sein Team. 

Intern wird er dennoch einiges ansprechen müssen, weil es in dieser Liga Mannschaften gibt, die aus einer Vielzahl von Möglichkeiten mehr als nur zwei Tore machen.

11:5 Torchancen standen am Ende auf dem Zettel - für Wiesbaden. In der ersten Hälfte war es das Unvermögen der Hessen, in Durchgang zwei Kevin Broll, der Dynamo Dresden schlussendlich rettete, den Siegtreffer von Simon Makienok erst ermöglichte. 

Angesprochen auf die schaurigen Minuten zwischen dem eigenen 1:0 (9.) und dem 2:2 (43.), als sich Dresden zurückzog, fast auseinanderfiel, antwortete Kauczinski.

"Das ist alles bla bla, ich kann das auch nicht mehr hören. Man hat gesehen, dass wir Probleme haben, dass wir kämpfen, dass die Jungs Zeit brauchen nach den Aktionen."

Der Coach fügte hinzu: "Ich glaube, dass wir damit leben müssen, den Rhythmus finden müssen. Wir sind immer noch nicht auf der Höhe, wo die anderen sind. Das sieht man ganz deutlich, deshalb passieren solche Sachen. Da mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf. Entscheidend ist, dass du wieder aufstehst, dass du wiederkommst. Das haben wir gezeigt."

Dynamo Dresdens Coach Markus Kauczinski genervt: "Kriegen die Jungs gerade so fit"!

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski hatte für seine Truppe nur Beifall übrig und wehrte sich vehement gegen zu viel Kritik.
Dynamo-Trainer Markus Kauczinski hatte für seine Truppe nur Beifall übrig und wehrte sich vehement gegen zu viel Kritik.  © Ronald Wittek/epa/Pool/dpa

Auch wie es eben passieren konnte, dass Wiesbaden so oft durchkam, zu viele Räume hatte?

Selbst nach der Pause, als der Coach von Vierer- auf Dreierkette umstellte, Jannis Nikolaou aus dem Mittelfeld zurückbeorderte, wollten die Dresdner Medienleute wissen.

"Da sag' ich gar nichts mehr zu. Das ist ja kein Taktikblock. Wir haben danach viel, viel besser gestanden, die Räume kontrolliert, weniger zugelassen. Wir haben mit unseren Mitteln, mit dem, was wir gerade können, das Optimale rausgeholt", erklärte der Trainer.

Kauczinski fügte hinzu: "Jeder glaubt, da ist jetzt mehr. Man klatscht zweimal in die Hände, macht ein bisschen Feenstaub drüber und alles ist weg. Der täuscht sich. Ich kann das nicht mehr hören. Die Mannschaft hat sensationell gekämpft, alles rausgehauen."

Er verdeutlicht: "Wir gehen schon müde in das Spiel, kriegen die Jungs gerade so fit und müssen uns dann fragen lassen: Warum sind die anderen fitter? Die Mannschaft hat das richtig, richtig gut gemacht. Es wird immer wieder zu Dingen kommen, die nicht perfekt sind. Entscheidend sind der Glaube und das Wissen, dass wir am Ende mit unseren Mitteln Spiele gewinnen können."

Der Glaube ist jetzt zurück, der kann Berge versetzen. Am besten schon morgen gegen Fürth. Mit einem Sieg kann Dynamo die Rote Laterne abgeben. Es wäre der nächste Zwischenschritt. 

Titelfoto: Ronald Wittek/epa/Pool/dpa

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