Dynamo-Coach Kauczinski lobt seine Spieler: "Was wir kämpferisch geliefert haben, war geil!"

Dresden - Der Anfang ist gemacht. Es war beim 1:0 in Kaiserslautern eine Abwehrschlacht, eine Zitterpartie, bei der auch bei Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski die Hände nicht trocken blieben. 

Etwas mehr als 4000 Zuschauer sahen im Fritz-Walter-Stadion den 1:0-Sieg von Dynamo.
Etwas mehr als 4000 Zuschauer sahen im Fritz-Walter-Stadion den 1:0-Sieg von Dynamo.  © imago images/Thomas Frey

Doch seine Mannschaft robbte sich mit letzten Kräften über den Zielstrich - nach vor allem in der zweiten Hälfte aufregenden Minuten.

"Ich habe in der Nachspielzeit gefragt, wie lange noch zu spielen ist. Da sagte man mir noch zwei Minuten. Da dachte ich: Gut, dann spielen wir wenigstens unentschieden. Zwei Tore macht Kaiserslautern nicht mehr. Ich dachte, dann ist es halt so", sagte er gut gelaunt auf der Pressekonferenz nach der Partie. Seine Sorgen waren am Ende unbegründet.

Ansonsten vermied der 50-Jährige den Blick auf die Uhr, trotz der angespannten Nerven. "Ich habe am Anfang öfters geschaut. Dann hatte ich das Gefühl, okay, wir stehen gut, Lautern kommt nicht durch. Dann habe ich gemerkt, es war eine Viertelstunde vergangen, als ich wieder drauf geschaut habe."

Er fügte hinzu: "Man ist dann so in den Momenten. Ich habe versucht zu helfen. Wir mussten die Flanken über außen verhindern. Man ist dann so drin, dass man es gar nicht merkt", sagte der 50-Jährige.

Der Coach blieb äußerlich ruhig, gab aber auch zu: "Ich habe nicht den Moment, wo ich abschalte. Das geht bis zum Schluss, da kann alles passieren, da ist man immer im Fokus."

Dynamo Dresden "sicher nicht" mit bestem Auftritt, aber erstklassigem Kampf

Dynamo-Coach Markus Kauczinski (3.v.r.) klatschte mit jedem Dresdner ab.
Dynamo-Coach Markus Kauczinski (3.v.r.) klatschte mit jedem Dresdner ab.  © picture point/Sven Sonntag

Spielerisch hat ihm seine Mannschaft am Montag beim 4:1 im DFB-Pokal über den HSV besser gefallen. Da konnte sie frei von der Leber weg spielen. Das war in Kaiserslautern nicht so.

Da war Dynamo Favorit - und das war zu sehen. Gerade in der Vorwärtsbewegung war Luft nach oben. Da passierten auch im zweiten Durchgang zu viele Fehler im Spielaufbau, einige Bälle kamen postwendend nach Ballverlusten im Mittelfeld zurück. Das störte Kauczinski.

Trotzdem war er zufrieden, denn auch er weiß: Aller Anfang ist schwer. Meisterschaft ist nicht Pokal. Favorit zu sein, wiegt oft schwerer. Aber der Einsatz, der stimmte immer.

"Was wir kämpferisch geliefert haben, war geil! Es war sicher nicht unser bester Auftritt. Es war auswärts, bei einem guten Gegner, wo wir Probleme hatten, Fußball zu spielen."

In einer Woche kommt Mannheim, ein ähnlicher kantiger Gegner wie die Betze-Buben. Da wird es erstmal wieder nur über den Kampf gehen - das Spielerische kommt dann schon irgendwann.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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