Dynamo-Coach Kauczinski will mit Sieg versöhnlichen Abschied feiern!

Dresden - Die SG Dynamo Dresden hatte sich einen Showdown gewünscht. Am Ende wird es nur ein Schlussakkord. Die Partie am heutigen Sonntag (15.30 Uhr) gegen den VfL Osnabrück ist die für mindestens ein Jahr letzte in der 2. Liga - und eine um die Goldene Ananas.

"Ihr habt eine Stunde, um unsere Stadt zu verlassen!" Das war am 11. Mai 2014 die Aufforderung der Fans des K-Blocks an die Dynamo-Kicker, als nach einer 2:3-Pleite gegen Arminia Bielefeld der bis dato letzte Abstieg der Schwarz-Gelben aus der 2. Bundesliga feststand.
"Ihr habt eine Stunde, um unsere Stadt zu verlassen!" Das war am 11. Mai 2014 die Aufforderung der Fans des K-Blocks an die Dynamo-Kicker, als nach einer 2:3-Pleite gegen Arminia Bielefeld der bis dato letzte Abstieg der Schwarz-Gelben aus der 2. Bundesliga feststand.  © imago images/Karina Hessland

Trotzdem will die SGD gewinnen. Mit zwei Siegen aus einer Abstiegssaison zu gehen, wäre der richtige Mutmacher für den Neubeginn.

Die Schwarz-Gelben hatte endlich mal eine Woche Zeit, sich auf die Partie vorzubereiten. Nach dem Re-Start waren es sonst immer nur Stunden. 

"Die Jungs hatten zwei Tage frei, das war absolut notwendig. Dann sind wir reingestartet in die Woche, haben viel gespielt, auch auf Kleinfeld. Das konnten wir die ganze Zeit nicht", sagte Trainer Markus Kauczinski.

Volle Pulle war nicht mehr, Konzentration schon. Der 50-Jähriger will mit einem Sieg aus der Spielzeit gehen, in der alles gegen Dynamo lief, was dagegen laufen konnte - auch die eigenen Leistungen in der Hinrunde.

Seit Kauczinski da ist, läuft vieles besser, aber letztendlich war die 13-Punkte-Hypothek vom Dezember zu viel. Dresden konnte nicht zurückzahlen und muss nun runter.

Wer am heutigen Sonntag zum Halali aufläuft, darüber ist sich der Trainer noch nicht im Klaren. 

Von den 13 Spielern, deren Verträge am Dienstag enden, kann nur Dzenis Burnic (Bänderriss im Sprunggelenk) nicht spielen. 

Markus Kauczinski kann nicht allen Spielern von Dynamo Dresden einen würdigen Abschied spendieren

Sieg gegen den VfL Osnabrück! Trainer Markus Kauczinski will sich mit seinen Dynamos versöhnlich aus der 2. Bundesliga verabschieden.
Sieg gegen den VfL Osnabrück! Trainer Markus Kauczinski will sich mit seinen Dynamos versöhnlich aus der 2. Bundesliga verabschieden.  © Lutz Hentschel

Die anderen könnten, würden sicher auch wollen. Da wären die Keeper Tim Boss und Patrick Wiegers, Patrick Ebert, Brian Hamalainen, Marco Hartmann, Max Kulke und alle Winterneuzugänge.

Einen würdigen Abschied kann Dynamos Coach jedoch nicht jedem gewähren. Maximal 16 Kicker darf er einsetzen. 

Kauczinski: "Ich bin hin- und hergerissen. Jeder für sich hat in unterschiedlichen Zeiträumen viel für Dynamo geleistet. Verdient hätte es jeder. Ich möchte die letzten Trainingstage auf mich wirken lassen. Am Ende kann es ein Gemisch von beidem sein. Ich möchte gewinnen, und das kann man auch mit Spielern, die zuletzt nicht so häufig gespielt haben."

Der K-Block hat angekündigt, die letzte Partie in der Nähe des Stadions zu verfolgen. Die Fans haben zuletzt gezeigt, dass sie - im Gegensatz zu 2014 - trotz des Abstieges zur Mannschaft stehen. 

Egal, wie die Partie endet, diesmal muss also keiner der Spieler Angst haben, per Banner aufgefordert zu werden, die Stadt binnen einer Stunde zu verlassen ...

Titelfoto: Lutz Hentschel

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