Dynamo-Kämpfer Will nach Tritt an den Kopf: "Ist leider ein Platzverweis"

Dresden/Lübeck - Natürlich war es nur die eine Szene, die nach dem glücklichen 1:0-Sieg von Dynamo Dresden in Lübeck Thema war: Die frühe Rote Karte für VfB-Kicker Ryan Malone.

Paul Will sitzt auf dem Rasen und hält sich den Kopf.
Paul Will sitzt auf dem Rasen und hält sich den Kopf.  © imago images/Nordphoto

Sie sorgte für ein ganz anderes Spiel, für eine überhitzte Atmosphäre im Stadion an der Lohmühle.

Nach einer Ecke wollte Paul Will (7.) mit dem Kopf klären, Ryan Malone, im Vorjahr noch für Lok Leipzig aktiv, drehte sich mit dem Rücken zum Dresdner stehend und wollte mit dem hohen Bein zum Ball - trat aber Will voll ins Gesicht. 

Danach brauchte Schiedsrichter Max Burda lange, tauschte sich mit seinen Assistenten aus und zückte glatt Rot. "Ein Platzverweis mit sehr vielen Fragezeichen", sagte Lübecks Trainer Rolf Landerl danach.

"Ich habe mit dem Schiri gesprochen, er meinte, Ryan habe den Dresdner im Augenwinkel gesehen und durchgezogen. Damit wäre es eben Rot. Naja", wollte VfB-Spieler Mirko Boland die Worte von Burda nicht so richtig glauben.

Und die Dynamos selbst? Trainer Markus Kauczinski gab zu, dass er es nicht so dramatisch gesehen hat. "Ich habe mir die Szene nicht noch einmal angeschaut. Aber es ist wohl gefährliches Spiel und damit Gelb, mehr nicht. Das ist mein Gefühl." 

Harte Entscheidung: Schiedsrichter Max Burda zückt die Rote Karte für Ryan Malone.
Harte Entscheidung: Schiedsrichter Max Burda zückt die Rote Karte für Ryan Malone.  © picture point/Sven Sonntag
Autsch! Ryan Malone (M.) hat Dynamos Paul Will mit dem Fuß im Gesicht erwischt.
Autsch! Ryan Malone (M.) hat Dynamos Paul Will mit dem Fuß im Gesicht erwischt.  © imago images/Nordphoto

Will hatte ein anderes: "Er trifft mich am Kopf und das ziemlich doll. Wenn ich sehe, dass ich Gelb-Rot kriege in Kaiserslautern, dann ist das hier leider auch ein Platzverweis."

In den letzten vier Auswärtspartien saisonübergreifend musste Dynamo immer Platzverweise schlucken, beendete die Partien in Kiel, Sandhausen, Lautern und München stets zu zehnt. "Wir hatten in der Vergangenheit genug an solchen Situationen zu knabbern. Das gehört irgendwie anscheinend zum Fußball dazu", so der Dynamo-Trainer.

Titelfoto: imago images/Nordphoto

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0